Sturm Graz: Mit neuer Strategie zurück an die Spitze?
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Sturm Graz: Mit neuer Strategie zurück an die Spitze?

Die Kaderbewertung. Die Transfers. Die Aufstellung. Die Trikots. Die Tipps. Die große Saisonvorschau des SK Sturm Graz:

Nach zwei Doubles in Folge musste sich der SK Sturm Graz in der vergangenen Saison hinten anstellen und dem LASK den Vortritt lassen. Die Saison der "Blackies" war keine einfache, seit Winter steht mit Fabio Ingolitsch ein neuer Trainer an der Seitenlinie.

Unter dem 34-Jährigen hat sich Sturm wieder stabilisiert und am Ende die Vizemeisterschaft bejubelt. Jetzt soll der nächste Schritt in der Entwicklung gelingen. Sowohl spielerisch als auch ergebnistechnisch.

Transfertechnisch ist man dafür vom Konzept der letzten Jahre etwas abgewichen. Bisher wurde mit Petar Petrovic nur ein vielversprechendes Talent geholt. Die anderen Neuzugänge kamen von der Konkurrenz: Mit Simon Seidl und Jürgen Heil setzt der Klub auf Bundesliga-Erfahrung. Nelson Weiper wurde ausgeliehen.

Ob das Konzept das richtige ist, wird sich weisen. Vor dem Ligastart geht es erst einmal um die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Auch davon hängt noch einiges in der weiteren Kaderplanung ab.

Die Ziele sind aber ohnehin klar: Internationaler Fußball und bestmöglich die Rückkehr an die Spitze.

Die Transfers:

Zugänge

Abgänge

Jeyland Mitchell (Feyenoord/Niederlande)

Emir Karic (Kansas City/USA)

Petar Petrovic (Javor-Matis/Serbien)

Dimitri Lavalee (Standard Lüttich/Belgien)

Simon Seidl (BW Linz)

Matteo Bignetti (Saarbrücken/Deutschland)

Jürgen Heil (Hartberg)

Stefan Hierländer (Karriereende)

Ammar Helac (Hartberg)

Jusuf Gazibegovic (Leih-Ende, Köln/Deutschland)

Nelson Weiper (Leihe, Mainz/Deutschland)

Rory Wilson (Leih-Ende, Aston Villa U21/England)

Bundesliga-Transferliste: Alle fixen Transfers und Gerüchte im Sommer 2026 >>>

Die Kader-Bewertung:

Tor:

Eigentlich war Daniil Khudyakov schon in der vergangenen Saison als Nummer eins eingeplant, dann verletzte er sich in der Vorbereitung am Handgelenk. Nach einer starken Rückrunde wird der 22-jährige Russe weiter das Tor der "Blackies" hüten. Mit Ammar Helac kam ein neuer Backup aus Hartberg, den Ingolitsch noch aus Altacher Zeiten kennt. Youngster Elias Lorenz (20) ist die Nummer drei.

Fazit: Khudyakov hat in den letzten Spielen der abgelaufenen Bundesliga-Saison gezeigt, dass er das Zeug zur Nummer eins hat. Einzig die Verletzungsprobleme (2 längerfristige Ausfälle 25/26) machen etwas Sorgen. Zudem hat Backup Helac erst neun Bundesliga-Spiele in seiner Vita.

Abwehr:

Defensiv wird Ingolitsch wieder zwischen Dreier- und Viererabwehr switchen. Innenverteidiger hat er dafür genug zur Verfügung - auf den Außen sieht das etwas dünner aus. Albert Vallci, Jeyland Mitchell und Paul Koller sollten gesetzt sein. Mit Petar Petrovic kam zudem ein Herausforderer dazu. Emanuel Aiwu und Niklas Geyrhofer spielen aktuell keine Rolle.

Rechts kam mit Jürgen Heil viel Bundesliga-Erfahrung und Routine. Der 29-Jährige hat in der Vorbereitung bereits seine Qualitäten gezeigt. Arjan Malic durfte sich sogar bei der WM für Bosnien-Herzegowina zeigen. Heil hätte vor allem als Wing-Back die Nase vorn. Links gibt es aktuell nur Rückkehrer Emran Soglo. Nach einem Karic-Ersatz wird noch gefahndet.

Fazit: Sturm hat vor allem in der Innenverteidigung sehr viel Qualität. Bereits in der Rückrunde hatte man unter Ingolitsch die beste Defensive der Liga. Fragezeichen gibt es noch auf der linken Abwehrseite. Da muss Sportchef Michael Parensen noch aktiv werden und Karic ersetzen. Neuzugang Heil macht hingegen einen sehr guten Eindruck.

Mittelfeld:

Wie in allen Mannschaftsteilen ist der Kader des Vizemeisters aktuell noch sehr groß und wird wohl auch noch reduziert werden. Auf der Sechs ist Kapitän Jon-Gorenc Stankovic weiterhin gesetzt. Neben ihm werden sich wohl Ryan Fosso, Luca Weinhandl und Simon Seidl um die zweite Position im zentralen Mittelfeld streiten. Wobei Letzterer auch eine Reihe weiter vorne agieren könnte.

Ankerspieler in der Offensive bleibt Otar Kiteishvili. Youngster JP Hödl, Filip Rozga und Gizo Mamageishvili können offensiv sowohl übers Zentrum als auch über die Außen kommen.

Fazit: Viele Spieler, viele verschiedene Profile und nicht alle Positionen gibt es im System. Ingolitsch hat die Qual der Wahl, was auch gut ist bei der anstehenden Dreifachbelastung der Grazer. Stankovic und Kiteishvili sind dabei wohl die einzigen, die ihr "Stammleiberl" fix haben.

Angriff:

Noch mehr Personal gibt es nur im Angriff. Aktuell weist der Kader neun Mittelstürmer auf - zu viel. In der Rückrunde hatten noch meist Seedy Jatta und Maurice Malone die Nase vorn. Letzterer könnte aber noch gehen. Axel Kayombo war der "Edel-Joker". Youngster Leon Grgic, der kürzlich mit einem neuen Vertrag ausgestattet wurde, kehrt nach langer Verletzungspause zurück.

Auch Rückkehrer Szymon Wlodarczyk machte in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck. Belmin Beganovic drückt auf mehr Einsätze. Für Amady Camara und Peter Kiedl wird es wohl schwer, auf Minuten zu kommen. Kurz vor Saisonstart wurde jetzt mit Nelson Weiper der gewünschte "Neuner" gefunden.

Fazit: Ingolitsch hat im Sturm die Qual der Wahl. Mainz-Leihgabe Weiper hat ohne Frage hier die Nase vorn. Der 21-Jährige gilt in Deutschland als großes Talent und will nun über Spielzeit sein Potenzial entfalten. Um den Platz daneben herrscht ein offener Konkurrenzkampf, wohl zwischen Jatta, Kayombo und Wlodarczyk.

Wie würdest du aufstellen?



Der Trainer: Fabio Ingolitsch

Fabio Ingolitsch geht in seine erste Sommer-Vorbereitung als Sturm-Coach.
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Fabio Ingolitsch geht in seine erste Sommer-Vorbereitung als Sturm-Coach.

Der Salzburger war lange Zeit ein Verfechter des klassischen 4-4-2 mit Raute aus der Red-Bull-Schule. Sowohl am Ende in Altach als auch großteils mit Sturm Graz hat er sich aber an die Begebenheiten in der Liga angepasst und auf eine Dreierkette umgestellt.

Ingolitsch kam im Jänner aus Altach, stabilisierte einen kriselnden SK Sturm und holte am Ende die Vizemeisterschaft. Lange war man dabei auf Meisterkurs, zu viele Unentschieden in der Meistergruppe kosteten aber den dritten Titel in Folge.

Unter dem 34-Jährigen legte man wieder mehr Wert auf eine stabile Defensive. Dadurch litt aber auch das Spiel im letzten Drittel. Kein Stürmer konnte sich in der Rückrunde als Goalgetter etablieren.

In der Sommer-Vorbereitung bot sich nun genug Zeit, auch daran zu arbeiten. Ingolitsch möchte in der kommenden Saison je nach Gegner variabel im System agieren. Das kann sowohl mit Dreier- als auch Viererkette und mit zwei oder drei Stürmern sein.

Die Trikots:

Auswärts (links), Heim (mitte), Steiermark-Trikot (rechts)
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Auswärts (links), Heim (mitte), Steiermark-Trikot (rechts)

Worauf es 2026/27 ankommt:

Entscheidend wird sein, ob aus einem stabilen Grundgerüst eine Weiterentwicklung gelingt. Ingolitsch hat selbst im 90minuten-Interview im März angesprochen, dass Sturm im Ballbesitz gegen tiefstehende Gegner am meisten Luft nach oben hat - "Die Königsdisziplin im Fußball" wie der Coach gern sagt.

Denn in Österreich wird Sturm wohl gegen nahezu jeden Gegner viel Ballbesitz haben. Dafür braucht es Lösungen und vor allem einen Goalgetter a la Hojlund oder Emegha an vorderster Front. Da ruhen die Hoffnungen nun auf Neuzugang Weiper.

Ein Platz unter den ersten drei ist Pflicht, nach zwei Meistertiteln und einer Vizemeisterschaft ist die Rückkehr an die Spitze aber das logische Ziel. Auch wenn man da mit einem Auge immer nach Salzburg und Linz schielen muss.

Redakteure tippen Endplatzierung:

Name

Tipp

Harald Prantl

3.

Johannes Bauer

3.

Florian Gabriel

2.

Jonas Pamperl

3.

Daniel Sauer

2.

Georg Sohler

2.

Simon Urhofer

2.

Dein Tipp:

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