GAK: Wie viel Umbruch ist zu viel Umbruch?
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GAK: Wie viel Umbruch ist zu viel Umbruch?

Die Kaderbewertung. Die Transfers. Die Aufstellung. Die Trikots. Die Tipps. Die große Saisonvorschau des GAK:

Der Hype ist wieder groß beim GAK.

Einer der schönsten Trikotsätze der Liga und eine Transferphase, die auf dem Papier richtig spannend aussieht - beides war allerdings schon in der Vorsaison der Fall.

Doch auch in der zweiten Spielzeit nach dem Aufstieg schaffte man den Klassenerhalt gerade so in der letzten Runde. Was nun anders ist? Heuer ist der GAK bei den Transfers früher dran.

Die Transfers:

Zugänge

Abgänge

Peter Michorl (Atromitos Athen)

Ramiz Harakate (LASK)

Anderson (BW Linz)

Dominik Frieser (BW Linz)

Cican Stankovic (vereinslos)

Thomas Schiestl (BW Linz)

Beres Owusu (St. Etienne)

Thorsten Schriebl (WAC)

Tim Trummer (Salzburg/Leihe)

Murat Satin (WSG Tirol)

Matthias Gragger (Amstetten)

Lukas Graf (Gloggnitz)

Anthony Smits (Alkmaar II)

Tim Paumgartner (Grödig)

Leon Klassen (Darmstadt)

Darius Achitei (Rapid II)

Ismaël Guerti (Metz)

Martin Kreuzriegler (vereinslos)

Peter Markovic (Bologna U20)

Fabian Ehmann (vereinslos)

Liam Hermesh (Maccabi Haifa)

Arbnor Prenqi (vereinslos)

Mathias Olesen (Fürth/Leihende)

Franz Stolz (Genoa/Leihende)

Zeteny Jano (Salzburg/Leihende)

Juri Kirchmayr (Wacker Innsbruck/Leihe)

Bundesliga-Transferliste: Alle fixen Transfers und Gerüchte im Sommer 2026 >>>

Die Kader-Bewertung:

Tor:

Nun hat es der GAK wohl auch eingesehen: Im Gegensatz zu den letzten zwei Saisonen geht man nicht mit Jakob Meierhofer (28) als Nummer eins in die neue Spielzeit. Cican Stankovic (33) wird nach einem Jahr ohne Verein diese Rolle einnehmen, womit Meierhofer wie schon in den letzten zwei Rückrunden als Ersatzgoalie agiert. Christopher Nicht (32) vervollständigt das Torwart-Team.

Fazit: Man hat aus den letzten zwei Hinrunden gelernt, holt diesmal rechtzeitig Qualität auf der Position und wählt mit Stankovic die erfahrene Variante. Der 33-Jährige hat in Österreich alles gewonnen, aber auch ein Jahr nicht gespielt - das birgt ein Risiko.

Abwehr:

Zumindest zwei Drittel der Dreierkette sind recht klar vergeben: Beres Owusu (22) und Donovan Pines (28) waren schon letzte Saison gesetzt und werden das auch künftig sein. Wer die dritte Position bekleidet, ist noch offen. Lukas Vraa (21) und Yannick Oberleitner (24) werden sich wohl darum streiten, mit Petar Markovic (20) als Herausforderer mit Potenzial für mehr.

Auf beiden Schienen sind die Athletiker fast schon zu breit besetzt - für den Moment. Jacob Italiano (24) wäre natürlich gesetzt, ist aber aktuell verletzt und soll auch noch verkauft werden. Somit kommt es rechts zum Duell zwischen den Neuzugängen Anderson (28) und Tim Trummer (20), wobei die Salzburg-Leihgabe auch als linker Wingback spielen kann. Dort wird Leon Klassen als Nummer eins in die Saison gehen, nachdem der Leihspieler fix verpflichtet wurde. Matthias Gragger (24) gilt als weitere Alternative.

Fazit: Selbst nach einem Italiano-Abgang wäre der GAK auf beiden Schienen gut aufgestellt. Auch die erste Garnitur in der Abwehrzentrale passt, wobei ein Ausfall von Owusu/Pines das Level stark runterziehen würde.

Mittelfeld:

In diesem Mannschaftsteil herrscht aktuell noch der größte Handlungsbedarf. Denn wenn man davon ausgeht, dass Feldhofer wie am Ende der letzten Saison wieder im 5-3-2 aufstellt, dann gehört im Mittelfeldzentrum noch nachgebessert.

Mit Tobias Koch (25) ist nur noch einer der beiden Sechser aus der Vorsaison da. Er verlor im letzten Saisonviertel aber seinen Platz in der Startelf. Konkurrenz bekommt der Vizekapitän von Liam Hermesh (22), der aus Israel kommt.

Die Neuzugänge Trummer und Peter Michorl (31) könnten gegebenenfalls aushelfen, wenngleich sie die Position schon länger nicht bekleideten.

Auf der Acht/Zehn hat Feldhofer dafür einige Möglichkeiten: Michorl dürfte gesetzt sein. Christian Lichtenberger (30) trumpfte außerdem im letzten Frühjahr auf, er bekommt aber von Neuverpflichtung Ismael Guerti (21) und Mark Grosse (27) Konkurrenz.

Fazit: Das defensive Mittelfeld ist mit Koch und Hermesh doppelt besetzt, viel Auswahl hat Feldhofer auf der Position aber nicht. Im Gegensatz dazu verfügt man auf der Acht über eine spannende Mischung zwischen jung und alt mit unterschiedlichen Spielerprofilen. An der Körpergröße mangelt es im Mittelfeldzentrum.

Angriff:

Vorne hat der GAK so viel Qualität verloren, wie nirgends sonst. Das hängt einzig und allein mit dem Abgang von Topscorer Ramiz Harakate zusammen. Tio Cipot verließ den Verein bereits im Winter. Mit Kapitän Daniel Maderner (30) und Alexander Hofleitner (26) sind zwei Stürmer geblieben.

Da die beiden aber ähnliche Spielertypen sind, wird sich Feldhofer entscheiden müssen. Gemeinsam haben sie in der vergangenen Saison (zehn Spiele und kein Sieg, wenn gemeinsam am Feld) nämlich nicht funktioniert.

Für die frühere Harakate-Position des zweiten Stürmers kommen deshalb nur der neue Anthony Smits (21) und womöglich auch Grosse infrage.

Fazit: Auch im Sturm sollte der GAK noch nachlegen. Die Kombination Maderner/Hofleitner hat bisher nämlich nicht funktioniert. Neuzugang Smits wird sich wohl erst akklimatisieren müssen.

Wie würdest du aufstellen?



Der Trainer: Ferdinand Feldhofer

Der Trainer: Ferdinand Feldhofer
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Ferdinand Feldhofer geht in seine zweite volle Spielzeit als GAK-Chefcoach. Nur Philipp Semlic und Stephan Helm sind bei ihren Vereinen länger in der Bundesliga aktiv.

Für den 46-Jährigen entscheidet die Saison über seine persönliche Zukunft, denn sein Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. Zwei Mal hielt er mit den Grazern knapp die Klasse. Nun muss er zeigen, dass er ein Team auch langfristig entwickeln kann.

Es ist auf alle Fälle der beste Kader seit dem Wiederaufstieg, der Feldhofer zur Verfügung steht. Und im Gegensatz zu den letzten beiden Spielzeiten steht dieser schon weit vor Saisonstart in großen Teilen.

Einerseits sind das natürlich gute Nachrichten für Verein und Trainer, andererseits kann Feldhofer die vielen späten Transfers nicht mehr als Ausrede für ein frühes Cup-Aus oder eine - wie schon in den letzten zwei Saisonen - schwache Hinrunde anführen.

Die Trikots:

Ausweichtrikot (links), Heimtrikot (rechts); das Auswärtstrikot bleibt gleich zur Vorsaison
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Ausweichtrikot (links), Heimtrikot (rechts); das Auswärtstrikot bleibt gleich zur Vorsaison

Worauf es 2026/27 ankommt:

Die Voraussetzungen, um nach zwei turbulenten Jahren endlich eine ruhige Saison zu spielen, sind gegeben.

Tino Wawra und sein Team haben Cheftrainer Feldhofer einen Kader hingestellt, der sich in der Bundesliga etablieren kann oder sogar muss. Abstiegskampf bis zum Ende wäre eine Enttäuschung.

Nichtsdestotrotz bleibt im Vergleich zur Voraison kaum ein Stein auf dem anderen. Fünf Spieler von Feldhofers letzter Bundesliga-Startelf sind nicht mehr dabei - und da ist Jacob Italiano noch nicht miteingerechnet. Die große Frage ist also: Wie viel Umbruch ist zu viel Umbruch?

So tippen die Redakteure die Endplatzierung:

Name

Tipp

Harald Prantl

10.

Johannes Bauer

9.

Florian Gabriel

9.

Jonas Pamperl

7.

Daniel Sauer

9.

Georg Sohler

12.

Simon Urhofer

8.

Dein Tipp?

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