SCR Altach: Geht es nach dem Cup-Finale endlich in die Top 6?
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SCR Altach: Geht es nach dem Cup-Finale endlich in die Top 6?

Die Kaderbewertung. Die Transfers. Die Aufstellung. Die Trikots. Die Tipps. Die große Saisonvorschau des SC Rheindorf Altach:

Nach Jahren des Abstiegskampfs konnte der SCR Altach in der vergangenen Saison endlich einmal durchatmen. Zwar wurde es am Ende aufgrund der Punkteteilung zumindest kurzfristig nochmal spannend, der Klassenerhalt war aber absolut verdient.

Mit Rang neun in der Bundesliga und dem Einzug ins Cup-Finale spielten die Vorarlberger eine erfolgreiche Saison. Trotzdem will man, vor allem in der Liga, weiter nach vorne. Im ersten vollen Jahr unter Ognjen Zaric geht es auch darum, sich erstmals für die Top sechs zu qualifizieren.

Anders als im Vorjahr hatten die Rheindörfler heuer wieder einen Kaderumbruch. Hauptsächlich jedoch in der Breite. Mit Ausnahme von Mohamed Ouedraogo, der für über zwei Millionen Euro nach Lyon wechselte, und Sandro Ingolitsch (noch vereinslos) konnten alle Leistungsträger gehalten werden. Nun soll der nächste Schritt in der Entwicklung gelingen.

Die Transfers:

Zugänge

Abgänge

Denizcan Cosgun (Austria Salzburg)

Mohamed Ouedraogo (Lyon/Frankreich)

Jakob Brandtner (FC Liefering)

Anteo Fetahu (Bregenz)

Shingo Nakano (Jurong/Singapur)

Alexander Gorgon (Swit Stettin/Polen)

Marko Raguz (Austria Wien)

Sandro Ingolitsch (vereinslos)

Benjamin Böckle (SK Rapid)

Lukas Gugganig (vereinslos)

Yanis Eisschill (Amstetten)

Blendi Idrizi (vereinslos)

Henrique Bell (Sao Paulo U20/Brasilien)

Luca Kronberger (vereinslos)

Niklas Niehoff (Holstein Kiel/Deutschland)

Srdjan Hrstic (Leih-Ende, BK Häcken/Schweden)

Marlon Mustapha (Leih-Ende, Como/Italien)

Moritz Oswald (Leih-Ende, Rapid)

Precious Benjamin (Leih-Ende, Hoffenheim)

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Die Kader-Bewertung:

Tor:

Dejan Stojanovic ist trotz der Avancen des FC Red Bull Salzburg die klare Nummer eins. Der 32-Jährige ist die Lebensversicherung der Vorarlberger und einer der besten Torhüter der Liga.

Seine Backups sind Daniel Antosch und Elias Scherf. Youngster Paul Piffer (20) wird weiter bei den Juniors reifen.

Fazit: Solange Stojanovic im Tor steht, müssen sich die Vorarlberger keine Sorgen machen. Der Routinier überzeugt seit Jahren mit konstant guten Leistungen.

Abwehr:

Wie schon in der Rückrunde wird Ognjen Zaric an seinem System festhalten und defensiv mit einer Dreierkette agieren. Während es dafür in der Innenverteidigung genügend Personal gibt, muss Sportdirektor Philipp Netzer auf der rechten Abwehrseite dringend noch aktiv werden.

Wie schon im Vorjahr wird auch heuer wieder das Trio Filip Milojevic, Benedikt Zech und Kapitän Lukas Jäger gesetzt sein. Ihre Backups sind Rassa Rahmani und Neuzugang Henrique Bell. Links gibt es mit Benjamin Böckle und Jakob Brandtner zwei Neue, die versuchen werden, Mohamed Ouedraogo zu ersetzen. Rechts kam wenige Tage vor Saisonstart Niklas Niehoff von Holstein Kiel. Der 21-Jährige soll Sandro Ingolitsch nachfolgen.

Fazit: Die Abwehr der Rheindörfler funktionierte in der vergangenen Saison tadellos. Hinter Vizemeister Sturm stellte man die zweitbeste Defensive der Liga. Heuer gibt es vor allem außen noch Fragezeichen. Ob Niehoff und Böckle die abgewanderten Ingolitsch (7 Scorer) und Ouedraogo (7 Scorer) ersetzen können, wird sich zeigen.

Mittelfeld:

In der Zentrale setzen die Rheindörfler auf Konstanz. Das Quartett Mike-Steven Bähre, Vesel Demaku, Yann Massombo und Patrick Greil wird auch in der neuen Saison wieder gesetzt sein. Die beiden jungen Yanis Eisschill und Diego Madritsch sowie Neuzugang Denizcan Cosgun werden sich vorerst hinten anstellen müssen. Salif Tietietta wartet nach seinem Kreuzbandriss noch auf sein Profi-Debüt.

Fazit: Das Mittelfeld hat sich in der vergangenen Saison zum "Prunkstück" der Vorarlberger entwickelt. Bähre und Demaku sind die Lungen, Greil der Goalgetter und Massombo mit seiner Dynamik eine wichtige Waffe als Box-to-Box-Spieler. Mit Cosgun gibt es zudem einen zusätzlichen torgefährlichen Mittelfeldspieler, der von der Bank Schwung bringen kann.

Angriff:

An vorderster Front werden die Altacher wohl mit einer Solo-Spitze auflaufen. Von den Stürmern der vergangenen Saison ist einzig Ousmane Diawara noch da. Aber auch der Finne könnte noch wechseln. Mit Marko Raguz und Shingo Nakano kamen zwei Neue, wobei der Japaner sich einer kleinen Operation am Knie unterziehen musste und dadurch mehrere Wochen fehlen wird.

Fazit: Wie schon in den Jahren zuvor ist der Sturm die Schwachstelle des SCR Altach. Diawara traf in der Rückrunde kein einziges Mal, Raguz sucht nach seinen Verletzungen nun wieder seine alte Form und Nakano verpasst bereits wichtige Teile der Vorbereitung. Im Sturm will der Klub dementsprechend auch nochmal nachlegen.

Wie würdest du aufstellen?



Der Trainer: Ognjen Zaric

Zaric hat in 18 Spielen einen Punkteschnitt von 1,50.
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Zaric hat in 18 Spielen einen Punkteschnitt von 1,50.

Mit Ognjen Zaric trat im Winter ein für viele unbekannter Trainer die Nachfolge von Fabio Ingolitsch an. Sechs Monate später lässt sich sagen, dass seine Anstellung ein voller Erfolg war.

Der 37-Jährige hielt Altach souverän in der Liga und führte den Klub im Mai bis ins Finale des UNIQA ÖFB-Cups. Die Entwicklung ging bei den Vorarlbergern klar nach oben, wenig verwunderlich wurde der Vertrag mit Zaric vorzeitig verlängert.

Für den Tiroler ist Altach die erste Station als Cheftrainer im österreichischen Oberhaus. Zuvor coachte er in der Schweiz Winterthur und die U21 des FC Basel. Systemtechnisch bevorzugt er ein 3-4-3-System, das defensiv zu einem kompakten 5-4-1 wird.

Unter Zaric machten die Vorarlberger in der Rückrunde nochmal einen Schritt nach vorne, überzeugten mit einer kompakten Defensive und der nötigen Gefahr im Umschaltspiel.

Die Trikots:

Heim (links), Auswärts (rechts)
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Heim (links), Auswärts (rechts)

Worauf es 2026/27 ankommt:

Der Grundstein für den Erfolg wurde in der vergangenen Saison gelegt. Die Abwehr steht, das Mittelfeld hat die nötige Kreativität und Torgefahr. Einzig im Angriff gibt es noch einige Fragezeichen. Generell war das Sturmzentrum in den letzten Jahren immer die Schwachstelle.

Kann Netzer diese Fragezeichen aber entfernen, wird Altach auch heuer eine sorgenfreie Saison spielen. Zu viel Qualität herrscht mittlerweile im Kader für den Abstiegskampf. Zudem hat man mit Ouedraogo und Ingolitsch nur zwei Stammspieler verloren.

Intern herrscht schon lange das Ziel, sich in die Top sechs zu spielen. Erreicht wurde das bisher noch nie. 2026/27 könnte es endlich soweit sein. Auch weil man bisher Unterschiedspieler Greil im Rheindorf halten konnte.

Kommt noch der benötigte Goalgetter, ist Träumen bei den Altach-Fans erlaubt.

Redakteure tippen Endplatzierung:

Name

Tipp

Harald Prantl

8.

Johannes Bauer

7.

Florian Gabriel

6.

Jonas Pamperl

9.

Daniel Sauer

10.

Georg Sohler

5.

Simon Urhofer

7.

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