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Marco Djuricin: "Können die Top 6 schaffen"

Der Stürmer der Wiener Austria war zu Gast bei der Sky-Sendung "Talk & Tore" und sprach über die bisherige Saison und die Saisonziele.

Marco Djuricin (FK Austria Wien):
...über den bisherigen Saisonverlauf und die Mannschaftszusammensetzung: „Ich bin mit 28 Jahren der Viertälteste, aber wir mussten diesen Weg gehen. Es ging nicht anders, aber es macht trotzdem Spaß. Es kommen viele junge von der Akademie und den Young Violets hoch. Es sind einige wirklich gute Spieler dabei. Ich finde das super und man sieht, die Saison ist in Ordnung. Bis jetzt können wir zufrieden sein, aber ganz zufrieden sind wir, wenn wir hoffentlich in die Top-Sechs kommen.“

...über sein Verhältnis zu den jungen Spielern der Mannschaft: „Ich versuche ihnen zu helfen, gehe ihnen glaube ich auch auf die Nerven. Ich war bei sehr vielen Vereinen und habe viel gesehen. Mir wurde wenig bis gar nicht geholfen. Als älterer Spieler geht man den jüngeren manchmal auf die Nerven, aber das ist normal und das passt schon so. Ich bin immer für einen Spaß zu haben, aber ich schreie sie auch ziemlich oft an. Nichts Schlimmes, ich sage ihnen einfach, was sie besser machen können.“

...über das Saisonziel Top-Sechs: „Wir wollen es schaffen, können es schaffen, aber ob wir es schaffen, hängt noch in den Sternen. Wir wollen in den nächsten drei Spielen noch so viele Punkte holen, wie es geht.“

...über die wirtschaftliche Situation bei Austria Wien: „Natürlich bekommt man das mit, aber ich kann nur dazu sagen, dass ich mich dazu nicht äußern kann. Ich bin Spieler und das Wichtigste ist der Verein. Die neuen Leute, die im Sommer gekommen sind, machen einen sehr guten Job – vom Trainer bis zum Sportdirektor, bis zu Herrn Krisch. Ich hoffe, dass das bald alles geregelt ist.“

"12 Jahre waren zu lang und ich bin froh, dass ich daheim bin" - Djuricin über seine Auslandserfahrung

...über das kommende Wiener Derby: „Mein erstes Wiener Derby hatte ich ohne Zuschauer. Es war eine Katastrophe und auch ein schlechtes Spiel von beiden Mannschaften. Es tut weh. Ich bin zwar Austrianer, aber von den Rapid Fans wissen wir, was sie für eine Stimmung machen können. Es ist das wichtigste Spiel in Österreich und dass Zuschauer nicht mehr kommen dürfen, ist extrem traurig. Die Fans sind alles, die braucht man einfach, es ist Leidenschaft pur. Aber die Gesundheit geht vor und wir müssen das respektieren.“

...über seinen Genesungsprozess: „Mir geht’s schon besser. Ich habe mein Training schon gesteigert und hoffe, dass ich nächste Woche einsteigen kann und hoffentlich sieht man mich am Sonntag gegen Sturm Graz.“

...darüber, wieder in Wien zu leben und zu spielen: „Es war eine lange Zeit, dass ich nicht in Wien war. Für mich und meine Familie ist es sehr schön, dass wir nach Hause gekommen sind. Ich bin glücklich, bin bei der Austria, wo ich immer spielen wollte als Erwachsener. Ich freue mich und bin stolz für Austria zu spielen.“

...über die Lerneffekte seiner Auslandserfahrung: „Verschiedene Sachen, Mentalität im Training, Ehrgeiz, in England konnte ich gutes Englisch lernen. Am Schluss in Karlsruhe ist es am Platz nicht so gut gelaufen und es war die Zeit, dass ich nach Hause komme. 12 Jahre waren zu lang und ich bin froh, dass ich daheim bin.“

...über Unterschiede und Parallelen zur 2. Deutschen Liga: „Die Zuschauer. Deutschland ist viel größer, eine andere Intensität und Mentalität schon im Training, ausgenommen Salzburg, obwohl wir es bei der Austria auch gut machen. Das sind Maschinen, die Liga ist richtig schwer zu bespielen. Es kann jeder jeden schlagen. Das ist in Österreich auch so, aber es ist ein anderes Spiel.“

...über seinen Vater als Trainer bei Rapid: „Er war erstmalig Trainer als Profi, er war davor Trainer in der Regionalliga. Er wurde ins kalte Wasser geworfen, aber es hat ihm viel Spaß gemacht. Er hat mir nie geglaubt, als ich ihm gesagt habe: ‚Du wirst sicher einmal Profitrainer‘. Er war nicht lange Profi (als Spieler, Anm.), das darf man auch nicht vergessen. Er hatte nie diese Erfahrung. Er hat es trotzdem in Ordnung gemacht.“

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