Robin Dutt: "In dieser Liga ist alles möglich"
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Robin Dutt: "In dieser Liga ist alles möglich"

WSG Tirol fertigt RZ Pellets WAC mit 5:1 ab. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 15. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

Der Trainer hat recht. Es ist unser Job immer professionell zu sein und dafür leben wir

Giacomo Vrioni über die Kritik seines Trainers

Wenn der Gegner wie heute einen guten Tag hat, wie Tirol heute, dann bekommst du deine Probleme

Robin Dutt

WSG Tirol – RZ Pellets WAC 5:1 (2:1)
Schiedsrichter: Rene Eisner

Thomas Silberberger (Trainer WSG Tirol):
…nach dem Spiel: „Am Ende des Tages war der Sieg eine Spur zu hoch. Der WAC ist beeindruckend zurückgekommen nach dem 2:0. Bei uns sind nach dem vermeintlichen 3:2 alle Dämme gebrochen. Die Mannschaft ist aus sich herausgekommen. Ich habe vieles gesehen, was ich ihnen in der Länderspielpause vorgeworfen habe. Wir haben aber auch vieles gesehen, was wir nicht mehr gemacht haben. Von dem her war es ein cooler Gesamtauftritt der Mannschaft.“

…über das Brainstorming mit seiner Mannschaft in der Länderspielpause: „Brainstorming war es in dem Sinne weniger. Ich habe knallhart die Fakten angesprochen und kein Brainstorming gebraucht. Ich habe die Mannschaft dazu ermahnt die Einstellung so zu wählen, wie es für einen Profi gehört. Fakt ist, wir haben extrem viele Spieler, die letztes Jahr bei ihrem Ex-Verein keine Rolle gespielt haben. Jetzt müssen sie sich bewusst sein, dass sie bei uns wichtige Spieler sind. Wenn das nicht stattfindet, werden wir immer über dieselben Themen stolpern und die rote Laterne in Tirol innehaben.“

…vor dem Spiel über gute Auftritte, aber die fehlenden Erfolge: „Wir müssen die einfachsten Dinge konzentriert angehen. Dann passt es wie die Faust aufs Auge, da schießt du beim LASK Spiel einen Elfer, der nicht einmal als Rückpass durchgeht. Dann gehst du am Ende klar als Verlierer vom Platz. Am Ende des Tages bekommst du nur Lob, weil der Auftritt ok war. Ich brauche kein Lob, ich brauche Punkte.“

…über die Rückkehr von Giacomo Vrioni: „Die Tore, die er gemacht hat, haben uns alle Punkte gebracht. Von dem her ist er ein wichtiger Spieler. Auch er muss sich bewusst sein, dass er eine Führungskraft sein muss und nicht nur ein Mitbringsel von Juventus Turin ist. Er hat in der Länderspielpause sehr gut gearbeitet und er ist bereit heute.“

Valentino Müller (WSG Tirol):
…nach dem Spiel über seinen Treffer: „Der erste Kontakt war gar nicht perfekt. Aber dann habe ich mir gedacht „einfach nur mehr auf’s Tor hauen“ und dass es dann so ein Treffer ist, ist unglaublich. Ich habe mich richtig gefreut natürlich, es war ein gelungenes Spiel.“

…nach dem Spiel: „Wir haben unsere Chancen gut fertig gespielt und waren im letzten Drittel kaltschnäuziger. Dann können wir auch mal 5:1 gegen den WAC gewinnen.“

…nach dem Spiel über die klaren Ansagen von Thomas Silberberger: „Es wurde Klartext geredet. Ein Schwerpunkt war auf jeden Fall, dass wir im letzten Drittel unsere Chancen einfach fertig spielen. Wir haben viele vielversprechende Aktionen, spielen es aber nicht gut zu Ende. Heute ist uns das zum Glück sehr gut gelungen.“

Giacomo Vrioni (WSG Tirol):
…nach dem Spiel: „Wir haben gegen eine gute Mannschaft hervorragend gespielt, nachdem sie fünfmal gewonnen haben. Wir haben das umgesetzt, was der Trainer wollte. Ich bin glücklich mit meiner Leistung, aber glücklicher bin ich mit dem Sieg.“

…nimmt es mit Humor, dass sein Treffer als Eigentor von Alexander Kofler gewertet wird: „Es zählt nicht für mich? Wirklich? Nein, ihr macht doch Spaß, oder?“

…über die Kritik von Thomas Silberberger in den vergangenen Wochen: „Der Trainer hat recht. Es ist unser Job immer professionell zu sein und dafür leben wir. Ich habe bei Juventus ein Jahr lang mit dem A-Team trainiert und das hat mir sehr geholfen. Deshalb weiß ich, was es heißt, Fußballprofi zu sein. Deswegen weiß ich auch, was er verlangt und was er möchte. Wir müssen so wie heute weitermachen und weiterhin 100 Prozent jedes Spiel geben.“

Thomas Sabitzer (WSG Tirol):
…nach dem Spiel: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute eine richtig geile Partie abgeliefert. Wir haben die Tore einfach gemacht und so steht es am Ende verdient 5:1 für uns.“

Ferdinand Oswald (WSG Tirol):
…über seine Verletzung und das Spiel: „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Ich war unglaublich froh, als ich die Diagnose erhalten habe, dass es doch kein Kreuzbandriss war, sondern nur eine kleinere Verletzung. Es hat wehgetan, der Mannschaft in den letzten fünf Wochen nicht helfen zu können. Heute haben wir uns das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

Robin Dutt (Trainer RZ Pellets WAC):
…nach dem Spiel: „Wenn wir nur nach den Ursachen suchen, sehen wir viel in der Arbeit gegen den Ball. Beim Chancenabschluss waren wir nicht effektiv, da hat der Gegner gut umgeschaltet und so haben wir sie stark gemacht.“

…über das Spiel: „Unsere Siege waren größtenteils sehr eng in letzter Zeit. In dieser Liga brauchst du eine absolut gute Tagesform. Wenn der Gegner wie heute einen guten Tag hat, wie Tirol heute, dann bekommst du deine Probleme. Ich hoffe, dass wir aus dieser Lektion lernen und nächste Woche da weitermachen, wo wir vor zwei Wochen aufgehört haben.“

…zieht Lehren aus der Niederlage: „Es ist kein Gegner nicht machbar und es ist kein Gegner machbar. Du kannst gegen Rapid 4:1 gewinnen und gegen Tirol 1:5 verlieren, wie man sieht. Das was uns stark gemacht hat war ein zielstrebiges Spiel nach vorne und schnelles Umschalten. Heute konnte Tirol zum Teil abschließen, ohne dass sie Druck hatten, das ist das Problem.“

…schwärmt von Präsident Dietmar Riegler: „Ich hatte immer ein gutes Gefühl und ich glaube, dass der WAC für einen Trainer ein gutes Pflaster ist. Der Präsident führt diesen Verein mit einer außergewöhnlichen Mischung an Professionalität und Menschlichkeit. Er bringt dem Trainer und dem Team Vertrauen entgegen und dann ist es einfach seine Arbeit zu machen. Wir haben innerhalb vom Staff und der Mannschaft schnell eine gute Beziehung aufgebaut und das trägt dazu bei, einen guten Weg zu gehen.“

…über die vermeintliche Favoritenrolle gegen die WSG Tirol: „Wenn man sich gestern die Liga anschaut, da spielt die Admira bei Salzburg unentschieden. Mein Staff wollte es mir gestern vor dem Spiel nicht glauben, als ich da auf ein X gesetzt habe, weil in dieser Liga alles möglich ist. Es gibt keine machbaren Gegner, es gibt nur schwere Gegner.“

…vor dem Spiel auf die Frage, ob der WAC Meister werden kann: „Das halte ich für nicht vorstellbar, wenn Salzburg einigeraßen seine Leistungen abruft. Dann kann weder der WAC, noch Rapid Meister werden. Man hat im Fußball schon viel erlebt. Aber beim WAC jetzt davon zu träumen, dann überschätzen wir uns und setzen auch die falschen Akzente.“

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