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Designierter ÖFB-Präsident Milletich wegen angeblicher Scheinanstellung unter Druck

Am 17. Oktober soll Gerhard Milletich, Ex-Parndorf-Präsident und seit 2012 Präsident des burgenländischen Fußballverbandes BFV zum neuen ÖFB-Präsidenten gewählt werden. Die Vergangenheit beim Fußballklub sorgt nun offenbar für ein Umdenken bei so manchem Landesverbandspräsidenten.

Hat Gerhard Milletich in seiner Funktion als Parndorf-Präsident Kurzzeittrainer Andreas Heraf mittels Scheinanstellung bei seinem Verlag beschäftigt? Diese Frage beschäftigt die Landesverbandspräsidenten. "Konkret kann ich zu dieser Thematik nichts sagen, aber Sie sind bereits der dritte Journalist, der mich zu diesem Vorwurf kontaktiert", sagt SFV-Präsident Herbert Hübel am Dienstag auf Anfrage der 'Salzburger Nachrichten', "Sollte dieses Gerücht aber tatsächlich der Wahrheit entsprechen, dann wird sich Salzburg genau überlegen, ob es für Gerhard Milletich als Präsident stimmen kann."

 

Reines Gewissen

Worum geht es konkret? Als Präsident des SC/ESV Parndorf soll Milletich Heraf im Jahr 2006 eben bei seinem Verlag, nicht beim Verein angemeldet haben. Der designierte ÖFB-Präsident erklärt dazu: " Es ist in meiner Parndorf-Zeit aber alles korrekt abgelaufen. Die Anstellung von Trainer Andreas Heraf bei meinem Verlag war nach damaligem Recht legal. Diese Praxis war früher auch bei anderen Vereinen in Österreich üblich. Heute wäre es nicht mehr möglich, weil sich 2016 die Rechtslage geändert hat. Ich habe mir also nichts vorzuwerfen und habe ein reines Gewissen."

Die neun Landespräsidenten haben je eine Stimme, die Bundesliga vier. Milletich reicht eine einfache Mehrheit, um als neuer ÖFB-Präsident festzustehen.

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