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Super League "Wendepunkt": Mehr Kontrolle für Fußball

Den Überlegungen für eine Super League folgend hat sich die britische Politik damit befasst und möchte eine Kontrollinstanz einführen.

Die Pläne für eine Super League sorgten Europa-weit für Aufsehen, die britische Regierung führte in der Folge eine Umfrage unter allen Beteiligten durch. "Wir sind an einem Wendepunkt für den Fußball in diesem Land", erklärt nun die Sportministerin Nadine Dorries. Der Bericht empfiehlt die Einführung einer Behörde (IREF - independent regulator for English football), die sich mit Finanzkontrollen befasst und neue Tests und Voraussetzungen für Inhaber und Direktoren einführt. Die Übernahme von Newcastle United durch ein Konsortium, an dem der staatliche Investmentfonds Saudi-Arabiens 80 Prozent hält, sorgt für Kritik an den bestehenden Kontrollen.

Doch es soll noch weiter gehen. Ein "Schattenvorstand", besetzt mit Fans, soll Mitspracherecht bei Änderungen der Vereinsfarben, des Wappens oder des Namens einräumen, um das Erbe der Vereine zu schützen. Weitere Empfehlungen in dem Bericht sind: verpflichtende Pläne für Gleichstellung, Diversität und Inklusion oder mehr finanzielle Unterstützung für Klubs der unterklassigen Ligen durch die Vereine der Premier League. Angedacht wäre in dem letzten Punkt eine Solidarabgabe, wenn Spitzenklubs Spieler aus dem Ausland holen. 

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