Das U21-Nationalteam (JG 2000) feiert in der Qualifikation zur UEFA U21 EURO 2023 einen ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg in Aserbaidschan. Dabei legt die Auswahl von Teamchef Werner Gregoritsch bereits vor dem Seitenwechsel den Grundstein für den Erfolg.
Gregoritsch verzichtet beim wichtigen Auswärtsspiel in der Bakcell Arena zunächst auf Experimente. Beginnt, anderes als bei den beiden Spielen im Oktober, wieder mit der gewohnten Dreierkette. Zudem vertraut er auf seine erfahrenen Spieler. Angeführt wird die ÖFB-Auswahl in Abwesenheit des etatmäßigen Kapitäns Flavius Daniliuc von Emanuel Aiwu.
Und der Defensiv-Spezialist ist es auch, der Österreich in Baku auf die Siegerstraße bringt. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit ohne echte Höhepunkte sorgt der Rapidler in Minute 43 für das Highlight.
An der Mittellinie bekommt Aiwu den Ball, marschiert über das halbe Feld und schlenzt die Kugel von der Strafraummarkierung herrlich ins lange Eck. Bereits beim Heimspiel gegen Aserbaidschan hatte Aiwu getroffen – damals per Ferse.
Doppelpacker Schmid
In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs verpasst Mohammed Cham den zweiten Treffer. Sein Schuss wird gerade noch von einem Abwehrspieler geblockt.
Nach dem Seitenwechsel ist die ÖFB-Auswahl zwar präsenter in den Zweikämpfen und schafft es öfter die Defensive der Hausherren vor Probleme zu stellen, doch ein zweites Tor will nicht gelingen. Mit Muharem Huskovic, Matthias Braunöder, Leonardo Ivkic und Stefan Skrbo feierten zudem gleich vier Spieler ihr U21-Debüt.
Huskovic hat auch entscheidenden Anteil am Sieg. Zunächst holt er einen Elfer raus, den Romano Schmid sicher verwandelt (71.) nur vier Minuten später leistet er den Assist zu Schmids zweitem Treffer. Bereits beim 6:0-Hinspielsieg hatte der Bremen-Legionär doppelt getroffen.
So steht am Ende der vierte Sieg ohne Gegentreffer im sechsten Qualispiel. Am kommenden Dienstag (20:30 Uhr, live ORF Sport+) wartet dann der von Raiffeisen präsentierte Quali-Schlager gegen Kroatien in der josko ARENA in Ried.
Stimmen zum Match:
Romano Schmid: "Ich bin natürlich glücklich, dass ich dem Team mit den zwei Toren helfen konnte. Wir sind nicht so gut in das Spiel gekommen. Aserbaidschan hat giftig verteidigt, aber mit der Führung wurden wir sicherer. Wir haben gesehen, dass wir auch an einem Tag, an dem wir nicht unser bestes Spiel machen, gewinnen und zu Null spielen können. Dieses Selbstvertrauen nehmen wir jetzt mit für das Kroatien-Match."
Kapitän Emanuel Aiwu: "Es war kein einfaches Spiel, der Gegner hat es defensiv sehr gut gemacht. Uns ist leider wenig eingefallen. Es freut mich sehr, dass ich das Vertrauen, das mir der Trainer geschenkt hat, mit dem wichtigen Führungstor zurückzahlen konnte. Jetzt wartet eine richtig harte Prüfung auf uns, wir müssen uns noch in einigen Bereichen verbessern, aber wir haben gezeigt, dass wir ein starkes Team haben."
Teamchef Werner Gregoritsch: "Wir haben in einer schwierigen Situation einen souveränen Auswärtssieg gefeiert. Im Hinblick auf die Quali war es ein K.O.-Spiel für uns. Es ist klar, dass noch nicht alle Abläufe gepasst haben, wir haben nur zwei gemeinsame Trainings absolviert, aber dafür haben es die Burschen sehr gut gemacht. Die Jungen, die reingekommen sind, haben mir eine unheimliche Freude gemacht. Die Etablierten haben ihre Aufgabe erfüllt, sind vorangegangen und haben das Team geführt. Jetzt heißt es an den Fehlern zu arbeiten, um gegen Kroatien ebenfalls erfolgreich zu sein."