Die 7 … Ersatz-Schlagers (3)
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Die 7 … Ersatz-Schlagers (3)

Alexander Schlager hat sich in Salzburg trotz seines für Red Bull-Verhältnisse hohen Alters durchgesetzt und zaubert in der Champions League. Was passiert, wenn was passiert? 90minuten.at stellt Ersatzmänner vor.

Osman Hadzikic (Velez Mostar)

Osman Hadzikic (Velez Mostar)
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Danach wird die rot-weiß-rote Tormannsuppe aber wirklich dünn. Immerhin hätte man mit Osman Hadzikic noch einen ehemaligen U19- und U21-Teamkeeper im Talon. Der bei der Austria ausgebildete Schlussmann kickt zwar "nur" bei Velez Mostar, hat aber in seiner Karriere Steherqualitäten bewiesen. Von 2015 an hatte er immer mehr oder weniger lange Phasen des Einserdaseins, konnte sich bei den Veilchen aber letztlich nie wirklich durchsetzen. Zuletzt war Patrick Pentz dann sein Hauptkonkurrent. 2018 ließ er es schließlich sein und suchte sich einen neuen Verein. Er heuerte im Jänner 2019 beim FC Zürich an, hütete aber die Bank statt das Tor. Es folgte eine Leihe zu Inter Zapresic, der Klub stieg Ende der Saison 2020 aber recht sang- und klanglos in die 2. kroatische Liga ab. Der heute 27-Jährige begab sich wieder auf Klubsuche und unterschrieb bei der Admira. In zwei Jahren Südstadt kam der Klosterneuburger aber nur zu fünf Einsätzen in der Ostliga. Im Sommer 2022 ging es wieder auf Klubsuche. Im Jänner 2023 fand er mit Velez Mostar einen Klub in höheren Gefilden. Der U19-EM-Teilnehmer von 2019 brauchte ein paar Wochen, seit März 2023 steht er aber im Kasten, verpasste nur ein Spiel.

Nicolas Kristof/Florian Stritzel (Elversberg/Wiesbaden)

Nicolas Kristof/Florian Stritzel (Elversberg/Wiesbaden)
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Wem es bis hierhin noch nicht steil genug ist, kann in die 2. deutsche Bundesliga blicken. Und damit meinen wir nicht den 38-jährigen Bregenzer Michael Langer, der bei Schalke unter Vertrag steht und diese Saison sogar zwei Spiele absolviert hat. Da wäre zunächst einmal Wiesbadens Keeper Florian Stritzel. Der nahm die österreichische Staatsbürgerschaft mit Anfang 20 an, sein steirische Vater lernte die ostdeutsche Mutter beim Urlauben in Ungarn kennen. Stritzel selbst ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen, kicke ab 2009 in der HSV-Jugend, der ehemalige DFB-Nachwuchstormann ging 2014 aber zum Karslruher SC, 2017 zu Darmstadt und vor zwei Jahren im Sommer schließlich zu Wehen Wiesbaden. In die zweite Bundesliga stieg er aber erst nach der Relegation auf, ist derzeit eben Stammtormann.

Etwas besser läuft es für Nicolas Kristof bei Elversberg. Mit 23 Jahren deutlich jünger als der 29-Jährige Stritzel, hütet er das Tor beim Aufsteiger. 2015 tat er dies beim U16-Nationalteam. Bei Hoffenheim und Sandhausen ausgebildet, ging er 2019 zu Walldorf in die Regionalliga Südwest, 2021 wechselte er zu Elversberg. 2021/22 ging es von der Regionalliga in die 3. Liga, der Durchmarsch gelang. Kristof verpasste 2022/23 lediglich zwei Spiele verletzt und ist nun in relativ jungen Jahren 2. Bundesliga-Tormann. Kristof hat übrigens lediglich österreichische Wurzeln, aber das wäre ja egal.

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