Klaus Schmidt: "Das hat uns den Stecker gezogen"
Cashpoint SCR Altach unterliegt dem TSV Egger Glas Hartberg mit 0:1. Die wichtigsten Stimmen der Altacher zur Partie des 29. Spieltags der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.
Das Gegentor hat uns aus der Bahn geworfen. Es hat uns den Stecker gezogen. Danach waren wir wie gelähmt.
Cashpoint SCR Altach – TSV Egger Glas Hartberg 0:1 (0:1)
Schiedsrichter: Walter Altmann
Klaus Schmidt (Trainer Cashpoint SCR Altach):
…über das Spiel: „Wir sind nicht so schlecht ins Spiel gekommen. Das Gegentor hat uns aus der Bahn geworfen. Es hat uns den Stecker gezogen. Danach waren wir wie gelähmt. Speziell in der ersten Halbzeit waren wir extrem verhalten. Hartberg hat das Nötigste gemacht. Sie haben die Führung souverän aufgrund des geringen Drucks von uns nach Hause gespielt. Wir haben Hartberg erst in den letzten zehn Minuten unter Druck setzen können und das war natürlich zu wenig.“
…über die Körpersprache der Altacher: „Wenn man natürlich in so einer Situation ist wie wir, dann geht in jedem Spieler auch in einer gewissen Art und Weise der Respekt und die Angst um. Heute hat sie uns nicht beflügelt, sondern gelähmt und deswegen sind wir auch so aufgetreten. Die Mannschaft hat sich vielleicht von dem ein oder anderen Spieler anstecken lassen, von der Körpersprache. So kann man dann in einem Do-or-Die Game nicht bestehen.“
…über das bevorstehende Duell mit Ried: „Wir wissen noch nicht, was es für eine Partie wird. Wenn man Ried in den letzten Wochen anschaut, sind sie bis auf die Zähne bewaffnet bereit bis zur letzten Sekunde alles zu investieren. Wir haben das in den meisten Partien auch gezeigt, heute jedoch nicht. Ich hoffe, dass wir den Regler finden, der das heute vergessen lässt.“
…im Vorfeld über die Situation in Altach: „Wir sind in Altach in einer Situation, wo wir alle sehr eng zusammenrücken müssen und wo jeder seine positiven Attribute in diese schwierige Situation hineinlegen muss. Jeder macht da das seine. Dazu gehören Georg Festetics, Klaus Schmidt, die fitten Kaderspieler und auch die Kaderspieler, die momentan körperlich nicht auf der Höhe sind. Jeder trägt seinen Beitrag dazu bei.“
…im Vorfeld über das Startelfdebüt von Pape-Alioune Ndiaye: „Er hat seitdem ich hier bin in jedem Training 120% gegeben. Er hat sich für mich absolut top präsentiert. Es ist so, dass Nosa Iyobosa Edokpolor etwas müde ist und ein wenig mit seiner Form kämpft. Es ist eine klare Situation, dass ein Spieler, der sich im Training aufdrängt, bei mir dann die Möglichkeit hat, zu spielen. Ob das in Runde 29 oder in Runde 32 ist, hat für mich keine große Aussage.“
…im Vorfeld über die Rolle von Jan Zwischenbrugger: „Jan hat eine riesige Erfahrung. Er spielt die letzten zehn Jahre in Altach. Er brennt darauf, etwas dazu beitragen zu können, dass wir unser großes Ziel erreichen. Er weiß ganz genau, was hier dranhängt. Es gibt sehr viel, was er einbringen kann. Solange ihn die Beine tragen, wird er heute sein Bestes geben. Ich hoffe, dass auch etwas dabei rauskommt.“
…im Vorfeld in Bezugnahme auf ein Interview vor zwei Wochen von Georg Festetics: „Ich kenne die Laden in der Kabine der Spieler und der Trainerkabine. Da bin ich momentan mehr oder weniger Tag und Nacht. Da kann mir keiner irgendetwas verstecken oder einlegen. Das ist auch mein ganzer Fokus. Ich möchte mich jetzt nicht dazu hinreißen lassen, was im Sommer passieren wird und welche Kadersituation man hierstehen wird und ob Georg Festetics mit der Ersten oder Zweiten Liga rechnet. Ich bin geholt worden, um mitzuhelfen, Altach in der Bundesliga zu halten. Wenn das gelingt, dann ist etwas Großartiges passiert. Die umgekehrte Situation ist für mich auch verständlich, dass Georg Festetics das nicht großartig breittreten wird. Ich gehe davon aus, dass er Ideen und Pläne hat, aber mein und unser Fokus ist ins Positive zu sehen.“
…im Vorfeld über das gestrige Spiel der Rieder: „Das war eine sehr emotionale Geschichte, obwohl ich versucht habe, mich rauszunehmen. Die Dramaturgie des Spiels und auch, was im Anschluss daran passiert ist, war sehr interessant zu hören. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden, weil natürlich auch, wie Coach Silberberger richtig gesagt hat, der Elfmeter eine ganz klare Sache war. Ich habe es als sehr emotional empfunden, aber dann natürlich sofort versucht, es abzuhaken. Man kann das als Trainer von Altach weder beeinflussen noch in irgendeiner Art und Weise gut oder schlecht halten. Ich habe mir um 21:00 gedacht, dass morgen meine Mannschaft spielt, worauf ich mich fokussieren muss. Seitdem es diese Regel gibt, ist es die mit vielen Wörtern bestätigte Gruppe. Sie heißt in der Öffentlichkeit Qualifikationsgruppe und so werde ich sie hier jetzt auch weiterhin benennen. In Wahrheit aber ist es etwas ganz was anderes.“
(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)
Felix Strauss (Cashpoint SCR Altach):
…über das Spiel: „Wir haben uns sehr viel vorgenommen für das Spiel. Wir sind nicht richtig reingekommen, Hartberg hat es uns sehr schwer gemacht. Es war leider überhaupt nicht unser Spiel. Es wären sehr wichtige drei Punkte gewesen. Was uns gefehlt hat, war die letzte Konsequenz, die Zweikämpfe anzunehmen und zu gewinnen. Es ist sehr schade und wir sind alle sehr enttäuscht gerade.“
…über das fehlende Selbstvertrauen und das bevorstehende Duell mit Ried: „Man glaubt, dass es einfach ist, wenn man sagt, dass wir die Chance haben. Andererseits hat man gesehen, dass es auch anders geht, wie heute. Wenn nicht viel zusammenläuft, woher soll das Selbstvertrauen dann kommen. Es ist ganz schwierig. Trotzdem müssen wir den Kopf jetzt oben behalten. Es ist noch nichts passiert. Nächste Woche geht es nach Ried. Da sind drei sehr wichtige Punkte zu holen. Es kommt dann auf jeden Zentimeter dann drauf an, wer die Zweikämpfe gewinnt und sich die Eins gegen Eins Duelle holt. Es ist ein Fight bis zum Schluss.“
Lukas Jäger (Cashpoint SCR Altach):
…in der Halbzeitpause über das Spiel: „Hartberg ist in den Umschaltsituationen sehr gefährlich. Ein Gegentor durch einen Standard passiert uns in letzter Zeit leider zu oft. Wir müssen jetzt in der zweiten Halbzeit schauen, dass wir öfters über die Seiten kommen und auch die Bälle ins Zentrum spielen. Man merkt natürlich, dass das Selbstvertrauen jetzt nicht riesengroß ist. Da muss man sich jede Chance hart erarbeiten, sehr viel investieren und die Zweikämpfe gewinnen. Wir haben noch 45 Minuten Zeit. Ich hoffe, dass wir eine gute zweite Hälfte sehen. Es ist alles noch drinnen.“
…über seinen Ausfall: „Man schaut natürlich nicht so gerne zu. Da ist man fast noch ein bisschen nervöser, weil man nichts aktiv beitragen kann. Ich drücke den Jungs einfach die Daumen, dass wir noch etwas mitnehmen.“
…über die Situation bei den Altachern: „Wir haben heute die riesige Chance, dass wir uns von hinten ein bisschen absetzen. Das ist immer noch möglich. Sollte das nicht gelingen, wissen wir, dass wir nächste Woche ein sehr wichtiges Spiel gegen Ried haben.“
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