Mario Sonnleitner: "Wir versuchen, in die Top-Sechs zu kommen"
Mario Sonnleitner sprach bei 'Talk und Tore' bei Sky unter anderem über die Saisonziele des TSV Hartberg, Dario Tadic und Kurt Russ sowie seine Rolle beim TSV.
Wenn man früher wem gesagt hat ‚Lauf!‘, dann ist er gegen die Wand gelaufen. Heute hinterfragt das ein junger Spieler: ‚Warum soll ich laufen? Ich brauche meine Werte.‘
Mario Sonnleitner (TSV Egger Glas Hartberg):
...über den ersten Heimsieg der Saison im Derby gegen SK Puntigamer Sturm Graz: „Wir haben lange danach gelechzt, den Heimsieg zu machen. Genau im Derby passt das dann. Wenn man ein Spiel zuhause gewinnt, dann am besten gleich gegen Sturm Graz. Das ist uns gestern gelungen und wir sind überglücklich.“
...über das Verhältnis zwischen Dario Tadic und Kurt Russ und das Saisonziel „Top-Sechs“: „Beide verstehen sich. Dario will immer spielen und er ist ein Killer im Strafraum und sehr wichtig für uns. Sie haben eine ganz normale Beziehung. Es geht um die Sache. Wir versuchen, in die Top-Sechs zu kommen und da muss man gemeinsame Sache machen. Wir wissen, dass wir krasser Außenseiter sind, aber wenn man die Rolle annimmt, kann man auch etwas erreichen.“
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...über seine Rolle bei TSV Egger Glas Hartberg und die Qualität der Mannschaft: „Ich versuche, den jungen Spielern Unterstützung zu geben. Viele Situationen sind ähnlich und kommen immer wieder. Du weißt, worauf man sich konzentrieren muss, da versuche ich mit meiner Erfahrung zu helfen. Wenn sie Unterstützung brauchen, können sie jederzeit zu mir kommen. Führungsspieler zu sein ist schön und gut, aber trotzdem heißt es, Leistung zu bringen. Wenn du keine Leistung bringst, wird dir keiner zuhören und du bekommst keinen Respekt. Die Mannschaft hat tolle Charaktere drinnen und Spieler, die genau wissen, worauf es ankommt. Wir haben gute Führungsspieler und man muss versuchen, das weiterzuführen.“
...über die aktuelle Situation bei SK Rapid Wien: „Ich glaube, dass der Kader gut ist bei Rapid. Es sind gute Spieler gegangen und auch gekommen. Die Qualität ist da. Natürlich gibt es Phasen im Fußball, wo es nicht wie am Schnürchen läuft. Am Anfang gab es Spieler, die weg wollten, die dann da geblieben sind. Das Wichtigste ist, dass man immer weiterarbeitet und dann kommt der Erfolg automatisch wieder.“
...über Unterschiede zwischen TSV Egger Glas Hartberg und SK Rapid Wien: „Die Infrastruktur ist eine ganz andere. Man muss noch versuchen, professioneller zu werden, aber sie machen das hervorragend. Es ist ein familiär geführter Verein und alle halten zusammen und nur so kann man es als Verein in die Bundesliga schaffen. Das haben sie in den letzten Jahren hervorragend gemacht.“
...zu seiner Sicht des Generationenunterschieds: „Man darf nicht alle über einen Kamm scheren. Sie (die jungen Spieler, Anm.) sind viel mehr Einflüssen ausgesetzt. Du siehst viel mehr, aber sie sind auch viel wissbegieriger. Du musst ihnen als Trainer erklären, wie etwas funktioniert. Wenn man früher wem gesagt hat ‚Lauf!‘, dann ist er gegen die Wand gelaufen. Heute hinterfragt das ein junger Spieler: ‚Warum soll ich laufen? Ich brauche meine Werte.‘ Die Mentalität ist anders, das ist der Unterschied.“
...über die Verzögerungen bei VAR-Entscheidungen: „Wenn klare Abseits-Entscheidungen sind, würde es mich freuen, wenn man die Fahne hebt. Ansonsten finde ich, macht es den Fußball gerechter. Ich persönlich muss mit den Metern sparen und ich muss halt immer zurücklaufen, wenn es vielleicht Abseits ist. Wenn es weiterläuft kann trotz eines Abseits ein Zweikampf entstehen, wo vielleicht noch eine Verletzung passiert.“
...über die momentane Verfassung von FC Red Bull Salzburg und Matthias Jaissle: „Der Trainer ist immer ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Die Spieler wissen genau, was zu tun ist. Er kann mit vielen verschiedenen Spielern auf mehreren Positionen spielen und das ist natürlich top. Das Werk funktioniert bei Red Bull.“