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Klagenfurt nach nächster Roten: "Irgendwie sind wir das schon gewohnt"

SK Austria Klagenfurt gewinnt gegen WSG Tirol mit 2:1. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 6. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

SK Austria Klagenfurt – WSG Tirol, 2:1 (2:1)
Schiedsrichter: Josef Spurny

Peter Pacult (Trainer Klagenfurt)
…vor dem Spiel über Alex Timossi Andersson: „Wenn er weiter an sich arbeitet, wenn er weiterhin dranbleibt, kann aus dem Burschen schon etwas werden.“

…über die Nachspielzeit: „Insgesamt, wenn ich mir anschaue, was wir für Nachspielzeiten hatten, dann haben wir schon eine Halbzeit mehr gespielt als alle anderen Mannschaften. Heute wieder 7 Minuten Nachspielzeit, damals waren es 8 Minuten. Schon langsam werden die Nachspielzeiten gefährlich für uns. Ich weiß aber nicht woher diese 7 Minuten kommen.“

…über den Sieg: „Wir haben nach dem Treffer von der WSG eine gute Reaktion gezeigt. Ausgleich und dann eben der korrekte Elfmeter zum 2:1. In der zweiten Halbzeit, nach dem Ausschluss, haben wir uns nur noch gewehrt mit Händen und Füßen. Das hat die Mannschaft hervorragend gemacht. Tirol hatte in dieser Phase nicht eine Torchance gehabt. Wir haben da überhaupt nichts zugelassen. Kompliment an die Mannschaft.“

"Wir trainieren es in der Woche mittlerweile schon mit einem Mann weniger. Aber Spaß beiseite, in Klagenfurt hat es schon viele spektakuläre Spiele gegeben. Das gehört zum Fußball." - Patrick Greil

…wie stolz er auf seiner Mannschaft ist: „Wir sind Aufsteiger und wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten. Wir können nicht wie in der zweiten Liga versuchen das Spiel selber zu machen. Wir müssen da auf andere Tugenden zurückgreifen, die uns den ein oder anderen Punkt bringt.“

Patrick Greil (Klagenfurt)
…über die Partie: „Wir haben bis zum Schluss gekämpft. Natürlich war es dann mit einem Mann weniger schwierig, dass wir dann auch was im Spiel machen. Ich finde, wir haben aber nicht viel zugelassen in der zweiten Halbzeit. Wir sind dann hinten drinnen gepickt. Aber irgendwie sind wir das schon gewohnt. Wir spielen schon langsam besser mit einem Mann weniger. Grundsätzlich hat es schon gepasst, dass wir gewonnen haben.“

…über die fünfte rote Karte in der Saison von Klagenfurt: „Wir trainieren es in der Woche mittlerweile schon mit einem Mann weniger. Aber Spaß beiseite, in Klagenfurt hat es schon viele spektakuläre Spiele gegeben. Das gehört zum Fußball. Wir sollten aber auf alle Fälle schauen, dass wir es abstellen.“

…über die 97minütige Regenunterbrechung: „Ich habe die Situation zum ersten Mal gehabt in meiner Karriere. Mein Gefühl hat mir gesagt, dass das Spiel zu Ende ist. Aber man bleibt natürlich auf Spannung. Es ist aber schwierig diese Spannung aufrechtzuerhalten. Ich bin dann schon ein wenig eingegangen, aber dann wärmt man sich auf und dann geht das schon.“

Alex Timossi Andersson (Klagenfurt)
…in einem Videobeitrag, über sein Tempo: „Ich war einfach schon immer schnell, weiß gar nicht woher das kommt. Ich war immer schneller als die anderen, das sieht man jetzt auch in den höchsten Ligen.“

…in einem Videobeitrag, über seinen Werdegang: „Ich kam von einem kleinen schwedischen Klub aus der zweiten Liga. Es war schon sehr beeindruckend das erste Mal mit den Bayern-Profis, mit den Superstars, in der Vorbereitung zu trainieren. Ein Traum der wahr wurde. Seitdem geht es darum hart zu arbeiten.“

"Das wird immer nur mit den Vereinen abgesprochen. Da gibt es für uns als Schiedsrichter keine klaren Richtlinien. Ich möchte da keine Verletzung riskieren.“" - Josef Spurny

…über die Entscheidung bei Klagenfurt bis Sommer 2022 zu verlängern: „Das zweite Team der Bayern ist in die vierte Liga abgestiegen. Ich dachte mir, wenn ich in Klagenfurt bleibe, dann spiele ich in der österreichischen Bundesliga. Das ist bestimmt besser für meine Entwicklung. Wie man jetzt sieht, ist es perfekt für mich. Ich bin in jedem Spiel zum Einsatz gekommen. Der Coach vertraut mir wirklich sehr und das ist das wichtigste für einen jungen Spieler.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG)
…vor dem Spiel über Peter Pacult: „Ich bin froh, dass die Austria wieder da ist und ich bin froh, dass Peter Pacult wieder an der Seitenlinie steht. Ich finde er kommt öffentlich nicht so rüber, wie er tatsächlich ist. Er ist einer der letzten österreichischen Meistertrainer.“

…über seine Zukunftspläne: „Wenn mir die Ziele ausgehen, dann bin ich eh fehl am Platz bei meinem Beruf. Ich bin dem Verein aber unendlich dankbar, dass wir den Weg gemeinsam bestritten haben. In Österreich haben wir nicht so viele Adressen, wo ich mich vom Standing her verbessern könnte.“

…über die Partie: „Du kannst nicht besser spielen, wie wir bis zum 1:1. Es müsste da in Wahrheit 3:0 für uns stehen. Aber das werfe ich meiner Mannschaft vor, wir können nicht probieren in der 45 Minute einen Einwurf von hinten herauszuspielen. Wenn es noch 30 Sekunden geht, dann einen langen Ball und wir formieren uns in die Pause. Das werfe ich meiner Mannschaft vor. In der zweiten Halbzeit war die Rote Karte im Endeffekt ein Nachteil für uns. Wir haben 90% Ballbesitz gehabt in dieser Phase. Wir sind aber nicht zwingend geworden. Wir haben alles probiert. Die Seitenspieler durchgewechselt, aber es ist keine einzige Flanke gekommen und drinnen waren wir mau. Fakt ist, dass Spiel darfst du niemals im Leben verlieren, dass musst du gewinnen.“

…was heute nicht funktioniert hat: „Erste Halbzeit, besser kannst du auswärts nicht spielen. Dann mit 2:1 in die Pause gehen – blöder geht es nicht mehr. Wir sind in allen Statistiken vorne, aber eine wird nicht gewertet, die ist nämlich im Kopf drinnen. Eigentlich ist es unglaublich, wenn du das siehst.“

…woran in der Länderspielpause gearbeitet wird: „Wir müssen uns jetzt aufrichten. Werden sicher einen Fitnessblock einschieben. Es wird knüppeldick mit Red Bull und dann mit Sturm Graz - da können wir uns anschnallen.“

Stefan Köck (Sportdirektor WSG)
…in der Halbzeitpause über die Partie: „Wir haben 2 - 3 Fehler gemacht und die sind beinhart bestraft worden. Wir haben in der Offensive tolle Aktionen gespielt, haben das Spiel im Griff, aber diese Fehler sind fast wie in einer Schülermannschaft. Dann gehst du mit 1:2 in die Halbzeitpause.“

…über die Mannschaft: „Es passen die Werte. Es passt über weite Strecken unsere Art des Fußballspiels. Aber am Ende steht das Ergebnis und heute ist das ein absolutes Spiegelbild, denn wir haben über 35 Minuten die Partie sowas von im Griff und müssten 3:0 führen. Dann lassen wir uns aber die Butter vom Brot nehmen.“

Josef Spurny (Schiedsrichter)
…in der Halbzeitpause über die Spielunterbrechung: „Das wird immer nur mit den Vereinen abgesprochen. Da gibt es für uns als Schiedsrichter keine klaren Richtlinien. Beide Trainer aber akzeptieren die Situation so wie sie ist. Es ist einfach vom Wetter abhängig. Von mir aus bekommen die Mannschaften, wenn wir wieder anfangen zu spielen, so viel Zeit zum Aufwärmen wie sie brauchen. Ich möchte da keine Verletzung riskieren.“

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