Designierter ÖFB-Präsident: „Müssen uns nach Alternativen nach Foda umschauen“
Der designierte ÖFB-Präsident Gerhard Milletich geht in seinem ersten Interview deutlich auf Distanz zum aktuellen Teamchef Franco Foda.
Gegenüber der Kronen Zeitung nimmt Gerhard Milletich auch Stellung zur aktuellen Diskussion um die Leistungen des Nationalteams und meint: „Höflich gesagt sind die Ergebnisse derzeit schlecht, so kann es nicht bleiben“, so der 65-Jährige. „Ich bin gegen einen Schnellschuss, kann erst ab 17. Oktober eingreifen - aber Sie können sicher sein, dass mein erster Termin ein Gespräch mit Franco Foda ist. Parallel dazu werde ich Sportdirektor Peter Schöttel und die ÖFB-Sportkommission bitten, sich am Markt nach Alternativen umzusehen. Das müssen wir tun.“
Als mehr oder wenige fixe Entscheidung zu einer Ablöse von Foda will Milletich diese Entscheidung jedoch nicht deuten: „Das habe ich nicht gesagt - es geht darum, zu schauen, wer am Markt zu haben ist. Ich war lange Obmann bei Parndorf, weiß, wie der Hase läuft, wenn es nicht passt.“
„Frischer Wind alleine reicht nicht“
Zur Kritik an seiner Person, er sei ein „Apparitschik“ meint Milletich: „Erfahrung ist in diesem Geschäft kein Fehler, hinzu kommt, dass ich durch meinen erfolgreich funktionierenden Verlag auch Wirtschaftskompetenz zeigen kann. Und wenn man langfristig erfolgreich arbeitet, ist das auch ein Markenzeichen. Frischer Wind alleine reicht oft nicht, wenn man nicht weiß, wie es geht.