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Luka Sur: "... dann wäre es besser, weiterzuziehen"

Die Vertreter des strategischen Partners der Wiener Austria weisen in einem Interview die Verfehlungen von sich und sprechen über eine mögliche Auflösung des Vertrages.

Im März präsentierte FK Austria Wien einen neuen strategischen Partner. Dieser sollte helfen die finanziellen Probleme der Veilchen zu lösen. Nun scheint die Lage jedoch prekärer denn je, eine Klage steht im Raum und Insignia besteht weiterhin auf die Darstellung, dass sie nicht dazu verpflichtet sind, sieben Millionen Euro zu zahlen. Die Vertreter von Insignia sprachen in einem Interview mit der Tageszeitung Kurier und sprechen über eine mögliche Vertragsauflösung.

 

Die wichtigsten Aussagen aus dem Kurier-Interview:

 

Der Vertrag zwischen der Austria und Insignia könnte im Jänner 2022 auslaufen. Was ist Ihre Intention?

Luka Sur: Es hängt aktuell alles in der Luft. Ich kann gar keine definitive Antwort geben, weil die Lage so unklar ist. Wir bleiben aber dabei, dass wir das Projekt immer noch wollen, wir sitzen am Tisch. Es wäre eine Schande, jetzt zu gehen. Wir wollen den Klub nach wie vor verbessern und voranbringen. Aber am Ende ist Fußball heutzutage auch immer Business, in dem es gute Deals gibt – und auch schlechte. Wenn wir nicht zusammenfinden, muss man weiterziehen. Ich will jedenfalls eine gute Lösung finden. Ich kann aber nicht vorhersagen, was geschehen wird.

Gibt es derzeit eine direkte Kommunikation?

Aleksandar Bursac: Soweit ich weiß, kommunizieren derzeit zwar auch die Anwälte beider Parteien miteinander, aber es gibt auch eine Kommunikation auf Top-Level zwischen Insignia und dem Klub. Wir kamen nach Wien, um zu unterstützen. Die Austria braucht dringend externes Geld, um finanziell und auch sportlich erfolgreich zu sein. Dabei wollen wir helfen. Wir sollten das große Ganze im Blick haben und uns nicht in Details verlieren. Wir wollen den Verein unterstützen und in die schwarzen Zahlen bringen, dann, und nur dann, kann man anfangen, über ein profitables Geschäftsmodell zu diskutieren. Bis dahin braucht es natürlich harte Teamarbeit und Engagement von allen.

Bei der Präsentation hieß es, Insignia bringt Sponsoren und mischt sich nicht ins Sportliche ein. Jetzt wollen Sie Spieler bringen, um sportlich besser zu werden. Erst dann würde der Verein attraktiv werden. Ein Wechsel in der Ansicht?

Aleksandar Bursac: Nein, kein Wechsel. Wir haben ein großes Netzwerk im Fußball. Ich brachte einst Nacer Barazite zur Austria. Ja, ich habe eine Spieleragentur, aber auch ein anderes Unternehmen. Wenn wir Spieler bringen, dann profitieren nicht wir, sondern die Austria. Das Geld wäre vorhanden gewesen aus Sponsorengeldern.

Wann kommt der Punkt, wo Sie nicht mehr weitermachen wollen mit der Partnerschaft?

Luka Sur: Wenn die Dinge so weitergehen wie jetzt und die Austria nicht wirklich mit uns zusammenarbeiten will, dann wäre es besser, weiterzuziehen. Aber wie gesagt, derzeit hängt alles in der Luft.

 

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