U21: Sportliche Wiedergutmachung und Zeichen gegen Rassismus
Foto © GEPA

U21: Sportliche Wiedergutmachung und Zeichen gegen Rassismus

Das U21-Nationalteam (JG 2000) will nach der bitteren 1:3-Niederlage in Norwegen morgen im vom ADMIRAL präsentierten Heimspiel der EURO-Quali ein Zeichen setzen. Die Auswahl von Teamchef Werner Gregoritsch empfängt um 18:00 Uhr (live ORF Sport+) Aserbaidschan in der josko ARENA in Ried. (Text: Aussendung ÖFB)

So ein Verhalten ist ein absolutes No-Go, das ist wirklich menschenverachtend - ganz egal, wer davon betroffen ist.

Gregoritsch über Rassismus gegenüber Aiwu

Mit einem Sieg und einer Niederlage aus zwei Quali-Spielen steht die ÖFB-U21 bereits etwas unter Druck, um nicht frühzeitig den Anschluss in der Qualifikation für die UEFA U21 EURO 2023 zu verlieren. Das weiß auch Teamchef Werner Gregoritsch. "Wie schon zum Quali-Start gegen Estland wartet eine Partie auf uns, wo jeder erwartet, dass wir gewinnen. Aber es wird sicher nicht so leicht, wie sich das viele vorstellen", so der Teamchef. Und weiter: "Meine Mannschaft muss nach der Niederlage in Norwegen ein Zeichen setzen. Ich will sehen, dass jeder einzelne Spieler das Norwegen-Spiel vergessen machen möchte. Niederlagen passieren, sind schmerzhaft, aber wichtig ist, dass man danach wieder aufsteht und voll angreift."

Mittelfeldmotor Nicolas Seiwald sieht das ähnlich: "Wir waren in Norwegen nicht die schlechtere Mannschaft, haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Darauf müssen wir aufbauen. Am Dienstag wartet ein Heimspiel auf uns, da wollen wir von Beginn an zeigen, dass bei uns nichts zu holen ist."



Aserbaidschan reist mit Niederlage an

Aserbaidschan reist mit einer 0:2-Niederlage in Kroatien in das Innviertel. Bereits nach 25 Minuten führten die Kroaten mit 2:0 – dabei blieb es bis zum Schluss. Aber: Aus dem Spiel heraus ließ Aserbaidschan keinen Gegentreffer zu. Einer fiel durch einen direkt verwandelten Freistoß, das zweite Tor resultierte aus einem Einwurf. "Aserbaidschan wird sehr tief verteidigen und auf Umschaltmomente hoffen. Wir müssen geduldig spielen und den Abwehrriegel durchbrechen. Dabei dürfen wir aber auch die Absicherung nicht vernachlässigen. Die Qualität, um das durchzuziehen haben wir. Aber eines ist auch klar, wir werden nur erfolgreich sein, wenn jeder Spieler bereit ist, mitzumachen", so der Teamchef.

Nach zwei Spielen hält die ÖFB-Auswahl bei drei Zählern. Angeführt wird die Gruppe aktuell von Finnland. Der Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die 2023 in Rumänien und Georgien stattfindet. Die übrigen Gruppenzweiten ermitteln die restlichen EURO-Starter in Playoffs. Die nächsten Gegner des U21-Teams bis Jahresende heißen: Estland (A/08.10.), Finnland (A/12.10.), Aserbaidschan (A/12.11.) und Kroatien (H/16.11.).



ÖFB setzt Zeichen gegen Rassismus

U21-Teamspieler Emanuel Aiwu wurde in der vergangenen Woche auf seinen Social-Media-Kanälen wiederholt rassistisch beleidigt. Solch ein menschenverachtendes Verhalten hat in unserer Welt keinen Platz und wir verurteilen es zutiefst – egal, wen es betrifft! Der ÖFB steht klar und deutlich für Vielfalt, Toleranz und ein respektvolles Miteinander. Die Anonymität im Internet darf nicht als Deckmantel für Anfeindungen und Hetze dienen. Die ganze U21-Familie, der ÖFB, unsere Partner und natürlich unsere wahren Fans stehen hinter dir, Manu! Denn wir sind #GemeinsamÖsterreich!

"So ein Verhalten ist ein absolutes No-Go, das ist wirklich menschenverachtend - ganz egal, wer davon betroffen ist. In dem speziellen Fall trifft es einen Sportler, der seit Jahren absolute Top-Leistungen für Österreich erbringt. Mir fehlt dafür jedes Verständnis und ich finde es wichtig, dass wir als ÖFB auch ein klares Zeichen gegen diesen Hass setzen. Niemand sollte dem ausgeliefert sein", so Werner Gregoritsch.

90minuten.at-exklusiv