Franco Foda: "Ich spüre keinen Druck"
Die Zukunft von Franco Foda ist noch immer ungewiss. Im nächsten Lehrgang könnte der Teamchef das ÖFB-Präsidium wieder von sich überzeugen.
Aber darüber hinaus wollen wir auch wieder gut Fußball spielen
Im November bestreitet das österreichische Nationalteam zwei Spiele in der WM-Qualifikation. Im Klagenfurter Wörthersee-Stadion kommt es zu den Duellen gegen Israel und Moldau. Dabei sitzt Franco Foda weiterhin auf der Trainerbank.
Für Neo-ÖFB-Präsident Gerhard Milletich wäre es nicht möglich gewesen, so kurzfristig einen neuen Teamchef zu benennen. Nach einem Verbleib über 2021 klang das nicht.
Der Teamchef habe die Auftritte von Milletich größtenteils mitbekommen und meinte: "Ich habe nicht alle Interviews verfolgt, aber natürlich habe ich auch einige Aussagen zur Kenntnis genommen. Letztendlich geht es aber nicht um meine Person. Ich habe nach wie vor viel Spaß und Freude, ich werde die Mannschaft wieder bestens vorbereiten auf die beiden Spiele und wünsche mir natürlich zwei Siege - das ist unser Ziel. Alles andere kann ich nicht beeinflussen."
Wie weit Foda den Weg über das Nations League-Playoff zur WM 2022 mitgehen wird, steht noch in den Sternen. Zumindest lässt er es sich nicht anmerken: "Ich kann nicht in die Zukunft blicken. Was ich machen kann, ist, die Gegenwart positiv zu beeinflussen. Ich kann einige Veränderungen vornehmen bei der Mannschaft, bei der Aufstellung. Das sind meine Überlegungen. Alles andere wird man dann nach den beiden Spielen sehen." Und an einen Turnaround glaubt er weiterhin: "Ich spüre auch keinen besonderen Druck, im Gegenteil. Wir werden so wie immer an die Sache herangehen. Wir freuen uns auf den Lehrgang, weil noch zwei wichtige Spiele auf dem Programm stehen, die wir unbedingt gewinnen wollen, damit wir wieder in eine positive Richtung tendieren und ein gutes Gefühl für die Playoff-Spiele im nächsten Jahr haben." Daraufhin fügte er noch hinzu: "Ansonsten wurde alles gesagt. Ich habe einen laufenden Vertrag, den werde ich erfüllen. Alles andere ist dann nicht mein Thema."
Für den kommenden Lehrgang setzte sich Foda und das ÖFB-Team klare Ziele: "Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen beide Spiele unbedingt gewinnen, wollen sechs Punkte holen. Dafür werden wir alles tun. Wir sind alle gefragt, wir haben für uns alle zwei wichtige Länderspiele. Wir müssen hochmotiviert in beide Spiele gehen, um mit einem guten Gefühl ins nächste Jahr zu gehen, wo dann die Playoff-Spiele warten. Deshalb sind die zwei Spiele wieder extrem wichtig, damit wir Positives mitnehmen können. Das erwarte ich auch von jedem einzelnen Spieler, von der Mannschaft, von allen, die dabei sind."
Zum Schluss meinte der Teamchef noch: "Generell ist immer das Wichtigste, dass man Spiele gewinnt. Das hat oberste Priorität. Aber darüber hinaus wollen wir auch wieder gut Fußball spielen, dass jeder einzelne Spieler seine Qualitäten auf den Platz bringt, wir gemeinsam als Team auftreten, eine defensive Stabilität haben, ein hohes Spieltempo an den Tag legen, Kreativität im Offensivbereich haben und Tore erzielen. Das muss der Auftrag sein und die Aufgabe an jeden einzelnen Spieler. Wir können nur gemeinsam aus dieser Situation herauskommen, nur als Einheit. Dementsprechend müssen wir uns auch verhalten und präsentieren."