Kritik an St. Pölten: "... solange sie nicht mit zwei Promille aus dem Schweizerhaus kommt"
Der Saisonstart der SKN St. Pölten in der 2. Liga verlief alles andere als nach Wunsch, nur ein Punkt steht nach fünf Spielen auf der Habenseite. Sportvorstand Thomas Nentwich stellt sich der Kritik.
"Unser Weg ist momentan nicht gut. Das wissen wir. Aber ich bin von der Arbeit unserer Trainer überzeugt", erklärt Thomas Nentwich im Interview mit der 'NÖN' und gibt dem Trainerduo Helm/Pogatetz eine Jobgarantie. Man müsse sich eine Spielklasse weiter unten erst zurecht finden, dass es so schwer werden würde, überrascht den Vorstand aber. Das Absteigerschicksal teilt der SKN St. Pölten aber mit weitaus prominenteren Namen: "Ich könnte jetzt nach Deutschland schauen und sagen, dass es Schalke oder Bremen auch nicht viel besser geht als uns. Ich bin mir aber genauso sicher, dass es dort bald besser laufen wird, und es wird bei uns bald besser."
"Kritik muss man aushalten"
Logischerweise gibt es nun von vielen Seiten Kritik an den Wölfen, einem Umstand, dem man sich stellt, mit einer Einschränkung: "Diese Kritik müssen wir jetzt aushalten. Und ich habe auch kein Problem damit, solange sie nicht mit zwei Promille aus dem Schweizerhaus kommt." Damit spielt er auf ein von Frenkie Schinkels gepostetes Video im Frühjahr an. Nun müsse man sich sammeln und nächste Saison den Aufstieg in Angriff nehmen. Einige Themen werden bleiben, etwa, dass es nach dem Abstieg vonseiten der Kritiker hieß, es müsse sich viel mehr im Verein ändern, letztlich betraf das aber nur das Trainerteam und den Kader: "Wenn es ums Kritisieren geht, dann gibt es viele. Wenn es aber dann konkret darum geht, wirklich Verantwortung zu übernehmen, dann wird es ganz schnell ziemlich still."
Allerdings sagt Nentwich, dass in den kommenden Monaten Bewegung auch in anderen Bereichen reinkommen könnte.