Vor Trennung von Didi Kühbauer: LASK führte Gespräche mit René Aufhauser [Exklusiv]
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Vor Trennung von Didi Kühbauer: LASK führte Gespräche mit René Aufhauser [Exklusiv]

Am Dienstag gab der LASK die Trennung von Didi Kühbauer bekannt, sein Nachfolger wird Thomas Sageder. 90minuten.at hat erfahren: Mit zumindest einem weiteren Kandidaten wurden Gespräche geführt,.

+ + 90minuten.at PLUS - Von Daniel Sauer + +

 

"Wir stehen selbstverständlich in engem Austausch und arbeiten gemeinsam daran, das sportlich Beste für den LASK zu erreichen. Für Didi hat bei der Verpflichtung ganz klar seine Vita als Trainer gesprochen. Als er Ende letzter Saison zu uns gekommen ist, konnte er sich im Saisonfinish schon ein erstes Bild von der Mannschaft machen und hat dann den vorhin erwähnten Umbruch gemeinsam mit dem restlichen Trainerteam sehr gut bewältigt". So positiv lautete das Zwischenfazit von Radovan Vujanović - Sportgeschäftsführer der Linzer - zu Trainer Didi Kühbauer im vergangenen Februar gegenüber 90minuten.at. Kühbauer selbst sprach nach dem letzten Ligaspiel in Graz gegenüber 'Sky' von einer "gelungenen Saison". In der Endabrechnung belegt der LASK ungefährdet den dritten Tabellenplatz, dazu kommt ein Cup-Halbfinale. Dementsprechend überraschend kam am Dienstag die Nachricht vom Trainerwechsel. 

Überrascht dürfte auch Kühbauer selbst gewesen sein. Laut einem Bericht der 'Krone' wurde der 52-Jährige aus dem Urlaub nach Linz zurückbeordert, wo ihm Vujanović die Entscheidung letztlich mitteilte. Begründet wurde der Schritt mit "Auffassungsunterschieden bei der Kaderplanung". Eine Anfrage von 90minuten.at zum Zeitpunkt und den Ablauf dieser Gespräche, wollte der LASK nicht beantworten. 

 

Nachfolger Sageder - Wen hat der LASK noch gefragt?

Gleichzeitig mit der Trennung von Kühbauer wurde auch ein Nachfolger bekanntgegeben: Thomas Sageder wird ab Sommer übernehmen. Der 39-Jährige war zuletzt als Co-Trainer in Liefering tätig, in der Vergangenheit arbeitete er unter anderem im Nachwuchs von Red Bull Salzburg und als Oliver Glasners Assistent in Wolfsburg. Sageder war allerdings nicht der einzige Kandidat des LASK: Wie 90minuten.at in Erfahrung bringen konnte, wurden auch Gespräche mit einem ehemaligen Spieler der "Schwarz-Weißen" geführt - René Aufhauser. Zwischen 2010 und 2012 absolvierte Aufhauser 86 Pflichtspiele für den LASK, seine Trainerkarriere fand bekanntlich bisher in verschiedenen Funktionen bei RB Salzburg und als Cheftrainer in Liefering statt. Nach einer Auszeit erklärte er sich vor kurzem im Exklusiv-Interview wieder bereit für eine neue Aufgabe, sofern die Bedingungen stimmen: "Das Familiäre muss mitspielen, die Art und Weise Fußball zu spielen ist wichtig, die Chemie muss stimmen", erklärte der 46-Jährige. 

Beim LASK wäre das wohl der Fall gewesen. Auf Nachfrage erklärt Aufhauser gegenüber 90minuten.at: "Ja, es hat Gespräche mit dem LASK gegeben". In diese war neben Radovan Vujanović auch Präsident Siegmund Gruber eingebunden. "Ich wäre sehr gerne Cheftrainer beim Lask geworden, ich hatte auch ein gutes Gefühl bei unseren Treffen", so Aufhauser. "Leider hat es nicht geklappt, ich hab die Entscheidung des Lask aus den Medien entnommen". Auch zu diesem Punkt gab es seitens des LASK keinen näheren Kommentar. Verwiesen wurde auf die Presseaussendung und Sageders Präsentation beim Trainingsstart am 23. Juni. Aufhauser selbst kündigt an: "Ich werde weiter auf Angebote warten und geduldig bleiben". 

 

Hier lest ihr das Interview mit René Aufhauser aus dem Mai:

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