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Die 7 ... teuersten Bundesliga-Neuzugänge (3)

"Österreichs Bundesliga hat einen neuen Rekordtransfer", diesen Satz konnte man in den letzten Jahren so oder so ähnlich öfter lesen. Das Geld sitzt vor allem in Salzburg locker, 90minuten.at stellt die sieben teuersten Einkäufe der Bundesligageschichte vor.

Platz 2: Brenden Aaronson – 12.700.000 Euro

Ein etablierter MLS-Spieler kostet Geld, wenn er zudem erst 20 Jahre alt ist und für das US-Nationalteam spielt, letztendlich sogar kolportierte 12 Millionen Euro. Für ca. 7 Millionen kam Brenden Aaronson von Philadelphia Union 2021 nach Österreich und fand unter Jesse Marsch optimale Bedingungen vor, um sich in Europa zu etablieren. Die Bilanz kann sich eineinhalb Jahre später sehen lassen: 66 Spiele,13 Tore, 15 Vorlagen. Statt gegen Hartberg spielt er in knapp einer Woche gegen die Wolverhampton Wanderers, seit diesem Sommer trägt er das Trikot von Leeds United. Aaronson trifft dort gleich mehrere bekannte Gesichter: Trainer Marsch, dessen Co Franky Schiemer, Nationalteamkollege Tyler Adams, Rasmus Kristensen - vielleicht gesellt sich mit René Marić demnächst ein weiteres Mitglied des Red Bull Universum dazu. Salzburg wollte dem "expliziten Wechselwunsch" unter "besonderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" zustimmen, erhält im Gegenzug geschätzte 25 Millionen Pfund bzw. 30 Millionen Euro, durch den Weiterkauf wandern zusätzliche 5 Millionen in Richtung Philadelphia.

Platz 1: Lucas Gourna-Douath – 13.000.000 Euro

Im Gegensatz zu Strahinja Pavlović lässt das Debüt des neuen Rekordtransfers Lucas Gourna-Douath noch auf sich warten, aktuell laboriert er an einer Bänderverletzung im Knöchel. Während Salzburg sich in Geduld übt, können wir an dieser Stelle einen Blick auf die bisherige Karriere des 18-jährigen Mittelfeldspielers werfen, zumal er weniger bekannt ist als die Herren Haaland, Adeyemi, Wöber und so weiter. Immer wieder wird Gourna-Douath als Camara-Nachfolger bezeichnet – um diese Rolle füllen zu können, müsste dieser den Verein zuerst verlassen, abgesehen davon ist der Vergleich aber naheliegend. Auch die Charakterisierung als „Box to Box“ Spieler trifft einigermaßen zu, auch wenn sich die Produktivität vor dem gegnerischen Strafraum noch in Grenzen hält – sein Verein, AS St.Etienne, ist aber auch aus der Ligue 1 abgestiegen, soviel sei angemerkt.

Vor allem in der Defensive sollte Gourna-Douath sich schnell zurechtfinden, er ist ein guter Zweikämpfer und arbeitet aktiv gegen den Ball. In der Offensive dürfen sich Fans vorerst nicht zu viel erwarten: 0,6 Schüsse pro Spiel, unter 10 Ballkontakte im Angriffsdrittel pro Spiel, keine Assists und nur wenig Kreativität. Kann noch werden, aber selbst wenn nicht sollte er sich im Team von Matthias Jaissle gut zurechtfinden. Salzburg ließ verlauten, dass sie den Spieler langsam an die Mannschaft heranführen wollen, wozu sie jetzt verletzungsbedingt ohnehin gezwungen werden. Trotz seiner Jugend bringt Gourna-Douath Erfahrung aus 61 Einsätzen in der Ligue 1 mit, sein Vertrag bei den ‚Bullen‘ läuft bis 2027.

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