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Der Kampf um die Meistergruppe wird brutal [Momentum am Montag]

Die erste Runde der Bundesliga ist gespielt und es deutet sich an, dass es ein noch engeres Gerangel um die Meistergruppe geben wird.

+ + 90minuten.at Exklusiv – Von Georg Sander + + 

 

Das Wochenende mit der ersten Bundesliga-Runde ist unser Momentum am Montag,

Dass Red Bull Salzburg am Weg zum zehnten Titel in Folge kaum aufzuhalten sein wird, hat man am Freitag live sogar im ORF sehen können: Die Verteidigung noch fahrig und anfällig, vermochte die Wiener Austria kein Kapital aus der Misere zu schlagen und ging dank Pressings, Plan und individueller Klasse des Serienmeisters verdient mit 0:3 als Verlierer vom Platz. Allerdings ist das keine große Überraschung, um ehrlich zu sein. Dahinter, das zeigten die restlichen Spiele, wird es sehr eng werden.

 

Enge Kisten

Bereits in der Premierensaison 2017/18 lagen nach 22 Runden fünf Teams nur um drei Punkte getrennt rund um den berühmten Strich, im Jahr darauf fehlten den siebtplatzierten Veilchen hingegen vier Punkte. 20/21 kam es zu einem engen Match zwischen der WSG und dem TSV, letztes Jahr enteilte Rapid den siebtplatzierten Riedern, denen nur Minuten auf die Klagenfurter und somit die Meistergruppe fehlten, um nur zwei Punkte. Nachdem mit Rapid, Austria (2x) und dem LASK bislang jedes Jahr noch ein „Großer“ unten bei den sogenannten „Kleinen“ mitspielte, könnte es dieses Jahr noch um einiges enger werden.

Bis zur Tabellenteilung nach 22 Spieltagen zählt demzufolge jeder Punkt, drei Mal reichten 30 Punkte, einmal 29, um im lukrativen Kampf um Europa inklusive Spielen gegen die nationale Spitze im Frühjahr mit dabei zu sein. Den Modus kann man gut, schlecht, leiwand oder deppad finden, im Moment ist er so. Insofern ist der Punktschnitt von 1,36, der eben die 30 Zähler bringt, vollkommen wichtig und das wird nicht einfach, haben doch kaum Teams einen richtig schwachen Eindruck hinterlassen.

 

Guter Start, schlechter Start

Dass Salzburg dominieren wird, ist fast so sicher wie das Amen im Gebet. Sieht man sich die Leistungen der ersten Runde an und die somit erste Umsetzung dessen, was in der Vorbereitung getan wurde, dann scheinen Altach, die WSG Tirol und Klagenfurt noch einiges an Arbeit zu haben und es würde nicht wundern, wenn diese drei Teams nicht in die Verlosung um die Top6 einsteigen. Der Rest wird aber spannend. Der LASK hat sich mit Didi Kühbauer einiges einfallen lassen und sich gut verstärkt, in Hartberg durfte Klaus Schmidt endlich nicht nur Feuerwehr spielen, sondern auch den Sommer gestalten, da schlummert Potenzial. Lustenau hat die Euphorie des Aufsteigers.

Sturm und die Austria, 2021/22 Zweiter und Dritter, sind mit einem Dämpfer in die Saison gestartet, haben aber eine Grundlage, die für die Meistergruppe reichen wird. Ried wusste in Hütteldorf zu überzeugen. Die Rapidler mühen sich gegenwärtig noch durch die Spiele, konnten aber voll anschreiben und die größtenteils neu zusammengestellte Mannschaft hat wohl mehr Qualität als jene letztes Jahr. Und der WAC? Dürfte sich klug auf das Jahr 1 nach Michael Liendl eingestellt haben.

Was heißt das alles? Die Kiste könnte in dieser Saison noch enger werden, als sie es in den letzten Jahren war. Das liegt an der kontinuierlichen Arbeit bei vielen Klubs, sei es am Spielersektor oder auf Betreuerebene. Für die Fans heißt das: Spannung und Nervenkitzel – und das ist angesichts der Red Bull'schen Abomeisterschaft auch nicht so schlecht.

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