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Thomas Silberberger: "Ich bin lieber vorne an der Spitze"

WSG Tirol-Trainer Thomas Silberberger war zu Gast beim Sky Sport Austria Podcast „DAB|Der Audiobeweis“. Dort spricht er über den Saisonstart, seine Zukunft und was er sich von dieser Saison erwartet.

Thomas Silberberger (Trainer WSG Tirol):
…über das 1:1-Unentschieden gegen den LASK: „Unmittelbar nach Spielschluss war die Erleichterung groß. Der LASK war schon die bessere Mannschaft, so ehrlich muss man sein. Aber die Mannschaft ist endlich so aufgetreten, wie wir uns das vorstellen und erwartet haben. Im Endeffekt haben wir einen Auftritt über 60 Minuten so hingelegt, dass man in der Bundesliga bestehen kann.“
 
…über die Kaderplanung: „Jedes Jahr beginnst du irgendwo bei null. Auch wenn du glaubst, dass du schon verschiedene Abläufe drinnen hast. Wir bauen ja jedes Jahr um. Wer sich mit uns auseinander setzt, der wird sehen, dass aus unserem 25-Mann-Kader neun Spieler durch die zweite Mannschaft gegangen sind. Und unsere zweite Mannschaft spielt nicht in der zweiten, sondern in der vierten Liga. Dann haben wir drei Spieler, die absolute Stammspieler bei ihren Ex-Vereinen waren. Dann bleiben 13 Spieler über, die bei ihren Ex-Vereinen eine Nebenrolle oder eine Statistenrolle eingenommen haben. Aus diesen probieren wir dann jährlich, eine funktionierende Mannschaft zu machen.“
 
…über seinen ehemaligen Spieler Raffael Behounek: „Wir haben drei Jahre Behounek in der Kabine gehabt, da hat fast nur er geredet. Am Platz war er sehr wichtig. Er hat alles kommentiert, was teilweise auch zu viel war.“

"Ich behaupte von mir selber, meine größten Stärken sind Leadership und die Sozialkompetenz. Auf fachlicher Ebene gibt es so viele gute Trainer, da hebe ich mich sicher nicht ab. " - Thomas Silberberger

…über seine persönliche Stärke: „Ich behaupte von mir selber, meine größten Stärken sind Leadership und die Sozialkompetenz. Auf fachlicher Ebene gibt es so viele gute Trainer, da hebe ich mich sicher nicht ab. Sonst könntest du nicht die elfte Saison Trainer sein, wenn du bei Leadership und Sozialkompetenz einen Nachteil hast. Diese zwei Werkzeuge bediene ich sehr gerne, und mit diesen kann ich mit der Mannschaft sehr gut arbeiten.“
 
…über Torhüter Adam Stejskal: „Er ist super ausgebildet. Er hat vom ersten Tag an hinten die Führung übernommen und teilt die Spieler gut ein. Eine absolute Win-Win-Situation. Sowohl für die WSG Tirol, weil wir da jetzt auf lange Sicht einen exzellenten, jungen Torhüter haben. Und auch für den Adam selber, weil er jetzt in der Bundesliga spielt und Einsatzminuten bekommt.“
 
…über seine Zukunft: „Meine Lebensplanung geht schon so dahin, dass ich irgendwann mit 60 einmal sage, dass ich den Bleistift wegwerfe. Ich will schon noch mindestens zehn Jahre Trainer sein. Mit Gewalt muss ich nicht wo anders hin. Da muss schon ein Ausrufezeichen sein, dass ich sage, ja das ist jetzt ein Top-Verein. Als Akademie-Leiter sehe ich mich nicht. Ich bin lieber vorne an der Spitze.“
 
…über die Spielanlage der WSG: „Die Spielanlage ist bei uns nicht in Stein gemeiselt. Wir adaptieren sich da laufend. Das hängt auch immer davon ab, welche Spieler zu uns stoßen. Wir haben schon noch viele Sachen, die wir verbessern und lernen müssen. Wenn der Druck bei uns zu groß wird, haben wir da ein klares Exit-Szenario. Das haben wir eintrainiert. Dann gibt es einen langen Ball auf die letzte Kette des Gegners.“
 
…über das kommende Duell mit SK Rapid Wien: „Wir erwarten schon, dass Rapid rotiert. Aber wir müssen nach Hütteldorf fahren und alles Mögliche investieren. Wenn wir das nicht tun, sind wir von Haus aus chancenlos. Unabhängig davon, ob vorne ein Burgstaller spielt oder nicht.“
 
…über das Conference League-Playoff zwischen Rapid Wien und AC Fiorentina: „Wenn Rapid einen guten Tag hat, traue ich ihnen vieles zu. Sie haben den Vorteil, dass sie schon sechs bis acht Pflichtspiele haben, und die Fiorentina hat am Sonntag mit der Serie A begonnen. Das Heimpublikum in Wien Hütteldorf ist auch einzigartig, dass ist der 12. Mann. Deswegen glaube ich schon, dass sich Rapid eine super Ausgangsposition für das Rückspiel herausspielt. Ich glaube, dass Rapid 2:1 gewinnt.“
 
…über den kommenden Abstiegskampf in dieser Saison: „Da sind wir jährlich darauf eingestellt. Die Phase, die wir jetzt am Anfang der Saison gehabt haben, die haben wir jedes Jahr gehabt. Ich vermute, dass heuer extrem oft hinten die rote Laterne gewechselt wird. Unser größter Vorteil in Wattens ist sicher, dass wir in sich ruhend sind.“
 
…über Transfers und Stürmer-Neuzugang Mahamadou Diarra: „Das Transferfenster ist für uns beendet. Mahamadou Diarra reist heute Abend in Österreich ein. Da haben wir einen Spieler, wo wir extrem viel Potenzial sehen. Das ist eine ähnliche Geschichte wie damals mit Kelvin Yeboah. Diarra hat jetzt drei Tage bei uns mittrainiert. Alle haben gesagt, dass der Junge ein enormes Potenzial hat.“

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