CL-Reform um Superliga zu verhindern?

Zehn Spieltage, ein komplexes Ligensystem, insgesamt 36 Mannschaften: Die Champions League wird ab 2024/25 wohl ganz anders aussehen. Treibende Kraft sind die Topklubs.

Mit jeder Reform bekommen die großen Ligen mehr. Das wird auch bei der kommenden Champions League-Reform der Fall sein. Bei der letzten gab es mehr fixe Startplätze, nun mit 36 statt 32 Teams insgesamt mehr Starter. Details der Pläne gibt es hier. Nun wurde bekannt, was viele schon vermutet hatten: Die immer wieder aufkeimenden Drohungen von den ganz großen Klubs, eine geschlossene Superliga zu machen. Das UEFA-Exekutivkomitee muss sich nun im Lichte dessen damit befassen. Klar scheint: Mehr Spieltage bringen mehr Geld.

Treibende Kraft hinter der vergrößerten Königsklasse ist die Clubvereinigung ECA, die Ligen müssen sich dem Druck wohl beugen. "Wir müssen ehrlich sein und sagen, dass die Clubs mehr Einfluss haben”, sagte Lars-Christer Olsson von der Vereinigung European Leagues jüngst. Argumentiert werde von den Reformern damit, dass die bisherigen Vierergruppen die immer gleichen Duelle bringe. Auch Fangruppen haben laut Agenturmeldungen Probleme mit jedwegen Plänen. Die Initiative “ProFans” bezeichnete die beabsichtigten Änderungen am Montag als “einen Schlag ins Gesicht der Fans – und zwar europaweit”. Die Folge werde sein, “dass noch mehr Spiele fan-unfreundliche Anspielzeiten erhalten werden und dass es mehr englische Wochen geben wird”, schrieb die Organisation. 

 

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