ÖFB-Frauen: Irene Fuhrmann muss auf Abwehr-Trio verzichten

Vor dem Testspiel gegen Italien am kommenden Montag muss die Teamchefin ihre Abwehr aufgrund von Verletzungen kräftig umbauen. (Text: Aussendung ÖFB)

Das Frauen-Nationalteam trifft am Montag-Nachmittag im südburgenländischen Bad Tatzmannsdorf zusammen, um sich auf das freundschaftliche Länderspiel gegen Italien (14. Juni, 16:30, Wiener Neustadt) vorzubereiten.
Es ist der dritte Lehrgang des Länderspieljahres 2021 und der letzte vor der im Herbst beginnenden Qualifikation für den FIFA Women's World Cup 2023, wo Österreich auf England, Nordirland, Nordmazedonien, Lettland und Luxemburg trifft.

ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann, die nunmehr seit knapp einem Jahr im Amt ist, muss einmal mehr auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Zu ÖFB-Teamkapitänin Viktoria Schnaderbeck (Arsenal WFC), die kürzlich am Knie operiert worden war und auch das sechste Länderspiel in Folge verpassen wird, gesellen sich kurzfristig noch zwei weitere Abwehrspielerinnen. Erstmals überhaupt muss Virginia Kirchberger (Eintracht Frankfurt) bereits im Vorfeld eines Lehrgangs verletzungsbedingt absagen. Die "Dauerbrennerin" verpasste nur zwei der letzten 47 Länderspiele. Auch Katharina Schiechtl (SV Werder Bremen) ist nicht fit und muss passen.

 

Abwehr-Duo des SK Sturm Graz rückt nach

"Wir haben im vergangenen Jahr immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen gehabt, diesmal betreffen sie vor allem den Defensiv-Bereich. Aber das gibt uns gleichzeitig auch wieder die Möglichkeit, Alternativen für den Ernstfall zu testen", so Fuhrmann, die mit dem Frauen-Nationalteam nach einem halben Jahr mit ausschließlich freundschaftlichen Länderspielen einem "Pflichtspiel-Marathon" – mit gleich sechs (!) WM-Qualifikationsspielen im Herbst – entgegenblickt. Beweisen dürfen sich deshalb die kurzfristig nominierten Außenverteidigerinnen Julia Mak und Stefanie Großgasteiger von Sturm Graz. Beide haben noch keinen Teameinsatz zu Buche stehen. Mak ist zum ersten Mal überhaupt Teil des Frauen-Nationalteams.

Erstmals seit dem sensationellen 0:0 gegen Frankreich am 27. Oktober 2020 sind bei einem Heimspiel des Frauen-Nationalteams wieder Fans im Stadion zugelassen. Für das freundschaftliche Länderspiel gegen die "Azzure"  werden rund 1.000 Tickets aufgelegt. "Es freut uns sehr, dass wir im letzten Länderspiel vor der Sommerpause noch einmal die Möglichkeit haben, vor unseren Fans zu spielen. Es hat sich unter anderem gegen Frankreich gezeigt, dass das Publikum in engen Spielen ein entscheidender Faktor sein kann", freut sich Fuhrmann auf lautstarke Unterstützung im Stadion.

 

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