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Euro-Jobgarantie für ÖFB-Teamchef Foda

ÖFB-Präsident Leo Windtner möchte nach dem verpatzten Start in die WM-Quali hinsichtlich der Europameisterschaft keine Teamchefdiskussion aufkeimen lassen. Franco Foda selbst will Dinge ändern und blickt nach vorne.

Allgemeines Wundenlecken ist beim ÖFB nach dem enttäuschenden Auftakt in die WM-Quali angesagt. Während die Spieler nach vorne blicken (>> Nach Dänemark-Klatsche: Spieler wollen abhaken und weitermachen) muss sich der Teamchef Franco Foda viel Kritik anhören, von sehr vielen Seiten. Die 90minuten.at-Analyse der drei Spiele ergibt: Fehlendes Gegenpressing, fragwürdige Aufstellungen und ungewohnte Positionen. Wenige Monate vor der Europameisterschaft ist ein Teamchefwechsel für Fußballbund-Präsident Leo Windtner aber kein Thema, wie er gegenüber der 'APA' betont: "Eine Teamchef-Diskussion ist komplett unangebracht zu diesem Zeitpunkt. Der Teamchef hat die Qualifikation für die EURO geschafft, daher werden wir auch mit ihm in die EM gehen." Fodas Vertrag läuft bis zum Ende der WM-Quali im November, eine gute Euro wird es wohl brauchen, darauf pocht auch der Präsident "Jetzt heißt es, die Lehren zu ziehen, abzuhaken und sich voll auf die EM-Vorbereitung zu konzentrieren."

 

Dinge ändern

Franco Foda selbst gibt sich am Donnerstag selbstkritisch und kündigt Änderungen an. "Bei der Europameisterschaft werden wir ein anderes Bild abgeben. Davon bin ich überzeugt", wird der Teamchef bei 'Laola1.at' zitiert. Sein großes Zielist es, besser zu sein als 2016. Zur Erinnerung: Unter Marcel Koller war Fußballösterreich sehr euphorisch, nach einer Auftaktniederlage gegen Ungarn und einem Remis gegen Polen folgte das Out nach einer Niederlage gegen Island. Foda brauche nun "zwei Nächte", um seine Emotionen zu ordnen und sagt: "Nach so einer Niederlage muss man einige Dinge überdenken. Das werde ich auch tun. Dann werden wir auch das eine oder andere korrigieren."

Wichtig wird es auch sein, das richtige Personal zu finden. Der Stichtag für den Kader ist vor den letzten Tests. Die Marschroute: "Man hat gegen Dänemark gesehen, dass Tempo, Dynamik oder Athletik auf dem höchsten Level eine große Rolle spielen. Da war uns die dänische Mannschaft in der zweiten Halbzeit überlegen." Bei der Kabinenpredigt nach dem Spiel werde er es nicht belassen, er werde das Gespräch mit dem einen oder anderen Spieler suchen.

 

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