Michael Wimmer mit richtiger Stürmer-Wahl? "Nein, die Mannschaft hat alles richtig gemacht"
Der FK Austria Wien gewinnt gegen den TSV Egger Glas Hartberg mit 3:1. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
In erster Linie war es anstrengend, aber trotzdem sehr schön. Es freut mich sehr, hier angekommen zu sein und es hat sehr viel Spaß gemacht
FK Austria Wien – TSV Egger Glas Hartberg 3:1 (1:1)
Schiedsrichter: Alan Kijas
Michael Wimmer (Trainer FK Austria Wien):
…über die verbesserte Chancenauswertung: „Wir haben einfach weiter die Abläufe vorne trainiert und sind drangeblieben. Wir haben es aber auch nicht allzu viel thematisiert, damit es nicht zu sehr im Kopf drin ist. Im Endeffekt geht es darum, dass die Jungs vertrauen haben. Die drei Jungs da vorne haben das heute supergut gemacht, von daher freut es mich, dass jeder einzelne getroffen hat. Jetzt bleiben wir am Boden und machen einfach weiter.“
…auf die Frage, ob er mit der Wahl seiner Stürmer heute alles richtig gemacht hat: „Nein, die Mannschaft hat alles richtig gemacht. Der Gedanke ist da nicht gegen irgendeinen Spieler, in dem Fall war der Gedanke einfach für Romeo. Er hat es in der Vorbereitung richtig gut gemacht, er hat physisch zugelegt und bewegt sich sehr gut in den Halbpositionen, was genau das ist, was ich haben will. Klar hatte er am Anfang ein oder zwei Dinge, die nicht so funktioniert haben, aber er traut sich die Kugel anzunehmen und hat einen richtig guten Abschluss, was er beim 3:1 unter Beweis gestellt hat. Fitz wollte ich einfach eine Rolle geben, wo er mehr Freiheit hat. Er ist einfach sehr kreativ, hat begnadete Bälle und das funktioniert richtig gut. Das war der Gedanke und dass es funktioniert hat, ist immer Sache der Mannschaft. Es freut mich, dass es geklappt hat.“
…über Frans Krätzig: „Er hat jetzt vier Mal mit uns trainiert, ist aber ein super Junge, der sehr bodenständig ist und gleich in der Mannschaft aufgenommen wurde. Dass er ein guter Kicker ist, wusste ich davor schon, ich kannte ihn ja auch ein bisschen. Dass er nicht so lange braucht, um sich irgendwo hineinzufinden, hat er unter Beweis gestellt. Spieler, die ein gutes Spielverständnis haben und einfach Kicker sind, finden sich einfach relativ schnell zurecht. Er tut unserem Spiel gut und jetzt müssen wir schauen, dass wir ihn langsam an die 90 Minuten ran bekommen. Er ist auch absolut ein Spieler, der die anderen um ihn herum einfach besser macht. Man sieht es auch an seinem Auftritt jetzt, er ist sehr, sehr bodenständig und charakterlich top. Das ist das Wichtigste. Er bringt eine extreme Ballsicherheit mit, wodurch wir im Aufbauspiel Lösungen über ihn finden können. Mit seiner Aktivität am Platz bringt er uns einfach in Positionen, wo wir ins Zentrum verlagern können. Er bringt auch einige Optionen mit. Wir werden jetzt von Spiel zu Spiel weiterarbeiten und dann schauen wir.“
…über die Punktevorgabe und die kommenden Spiele: „Ich habe eh schon gesagt, was ich von den Zahlen halte. Ich habe gesagt, wir wollen jedes Spiel maximal performen und an unsere Leistungsgrenze kommen. Wir brauchen gute Leistungen. Wir haben gegen eine sehr gute Hartberger Mannschaft, die richtig guten Fußball spielt, heute einen guten Schritt gemacht. Jetzt wollen wir uns optimal auf Altach vorbereiten, das ist das wichtigste Spiel. Wie viele Punkte danach noch sind, ist eigentlich ganz egal. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen alles raushauen. Wenn wir das schaffen, haben wir die Möglichkeit, wenn nicht, dann nicht.“
Dominik Fitz (Spieler FK Austria Wien):
…über das Spiel: „Wir hatten in der ersten Halbzeit schon eine oder zwei Situationen, in der wir einen hohen Ballgewinn hatten und den nicht gut zu Ende gespielt haben. Wir haben von der ersten Minute gewusst, dass sie von hinten rausspielen werden und wollten da Druck aufbauen. Gott sei Dank ist uns das dann gelungen.“
…auf die Frage, wieso die Chancenverwertung in diesem Spiel so gut war: „Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt, haben auch hart an uns gearbeitet. Speziell die Abschlüsse haben wir viel mehr geübt und das sieht man dann am Ende des Tages.“
Romeo Vucic (Spieler FK Austria Wien):
…darüber, dass er heute den Vorzug gegenüber Andreas Gruber erhalten hat: „Es bedeutet mir natürlich unglaublich viel, dieses Vertrauen mit einem Tor zurückgeben zu können. Zu Hause ein so Tor vor unserer Kurve zu machen, ist für mich nicht mit Worten zu beschreiben.“
Muharem Huskovic (Spieler FK Austria Wien):
…über die schlechte Chancenauswertung der Wiener Austria vor diesem Spiel: „Ich glaube, das stand jetzt die ganze Zeit im Vordergrund. Wir schießen zu wenige Tore, die Stürmer sind schuld. Ich glaube aber, heute haben es alle drei gezeigt, dass wir es können. Das ging natürlich auch nur, weil wir als Mannschaft gemeinsam gespielt und alles gegeben haben. Wir werden das aber sicher auch in den nächsten Spielen bestätigen.“
…über Frans Krätzig: „Ich finde, er hat das Spiel super gemacht. Er hat Gas gegeben, den Raum super besetzt und wenn er so weitermacht, wird er uns weiterhin sehr viel helfen können.“
Frans Krätzig (Spieler FK Austria Wien):
…über sein erstes Spiel für Austria Wien: „In erster Linie war es anstrengend, aber trotzdem sehr schön. Es freut mich sehr, hier angekommen zu sein und es hat sehr viel Spaß gemacht.“
…auf die Frage, ob er sich auch etwas mitnehmen möchte von der Mannschaft: „Ich glaube, es ist eine Win-win-Situation für beide. Natürlich will ich spielen, das ist klar, aber ich glaube, ich bringe etwas mit, womit ich der Mannschaft helfen kann. Das ist ein gutes Zusammenspiel zwischen zwei Parteien und mit der Austria klappt es sehr gut im Moment.“
Markus Schopp (Trainer TSV Egger Glas Hartberg):
…über das Spiel: „Es gibt heute einen verdienten Sieger aus Wien. Sie haben es geschafft, aus ihren wenigen Möglichkeiten Tore zu machen, während wir aus unseren vielen Möglichkeiten keine Tore gemacht haben. Am Ende des Tages geht es darum, wer die Tore macht. Da waren wir heute leider nicht dort, wo wir sein sollten, aber ansonsten haben wir schon ganz viele Themen richtig gemacht, die mir gut gefallen haben. Ich glaube, das Spiel kann nach 20 Minuten entschieden sein, wenn wir unsere Chancen und Umschaltmöglichkeiten nutzen. Das tun wir nicht und dann lassen wir den Gegner zu einfach zu Torchancen kommen. Da müssen wir einfach noch entschlossener und klarer in den Zweikämpfen sein. Wir haben es heute selbst aus der Hand gegeben, uns mit drei Punkten zu belohnen. Ich weiß aber auch, was wir sehr gut gemacht haben.“
…über die Gegentore: „Alle drei Tore ärgern mich sehr. Das erste Tor ist eine Spielverlagerung, die so nie zustande kommen darf, in der Box haben wir ganz schlecht verteidigt. Beim zweiten kann man sagen, dass es ein komplett individueller Fehler war, aber wenn man sich die Details ansieht, an denen wir arbeiten, gibt es da ganz klare Gründe, wieso das passiert ist. Das sollte und darf in dieser Situation schon gar nicht passieren. Das dritte Tor passierte einfach in einer kurzen Phase nach dem 2:1, wo ein paar nicht wirklich am Platz waren. Wenn man sich ansieht, wie wir uns, speziell vor dem dritten Tor, in den Zweikämpfen verhalten haben, dann darf das auch nicht passieren. Das wissen die Jungs eh am besten, weil sie superkritisch mit ihrer eigenen Leistung sind.“