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Christoph Peschek: "Wir sind nicht Ankündigungsweltmeister" [Exklusiv-Interview]

Seit einem Jahr ist Christoph Peschek Geschäftsführer des FC Blau-Weiß Linz. Der Ex-Politiker hätte nach seiner Zeit bei Rapid auch in die Politik gehen könne, entschied sich aber für den damaligen Zweitligisten. Diesen möchte er nun stabil in die Zukunft führen. Wie, das verrät er im 90minuten.at-Exklusiv-Interview.

+ + 90minuten.at PLUS - Das Gespräch führte Georg Sohler + +

 

Christoph Peschek muss man eigentlich kaum weiter vorstellen. Er prägte den SK Rapid fast ein Jahrzehnt lang mit, war davor SPÖ-Funktionär. Nach dem Aus in Hütteldorf im August 2022 wurde spekuliert, was er tun würde. Das Engagement beim damaligen 2. Liga-Klub Blau-Weiß Linz kam für nicht wenige überraschend. Im 90minuten.at-Exklusiv-Interview spricht er unter anderem wie es dazu kam, was er aus seiner Zeit in Wien mitgenommen hat, wie einer aus dem roten Wien in Oberösterreich aufgenommen wurde - und natürlich, welche Entwkcklungsziele Blau-Weiß Linz hat. 

 

90minuten.at: Die Gerüchteküche rund um Sie war vor einem Jahr spannend – man spekulierte auf ein Politcomeback in der SPÖ. Sind Sie froh, einen Fußballklub zu leiten, vielleicht auch angesichts der Dinge, die derzeit in der Politik ablaufen?

Christoph Peschek: Ich habe mich damals sehr geehrt gefühlt, dass es aus verschiedenen Branchen Interesse an der Verpflichtung meiner Person gab. Ich bin rückblickend sehr happy über die Möglichkeit, gemeinsam mit Blau-Weiß Linz diesen Weg zu gehen. Das Jahr 2023 war für den Klub und mich ein hervorragendes.

 

90minuten.at: Wie nah dran waren Sie am Politcomeback?

Peschek: Mich haben unterschiedliche Persönlichkeiten angesprochen, die sich gut vorstellen hätten können, dass ich wieder in der Politik aktiv bin. In der Phase habe ich die Zeit genutzt, nachzudenken und habe viele Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Politik, der Wirtschaft und dem Sport geführt. Es gab zudem Anfragen aus dem Ausland, aber das Gesamtpaket hat für Linz gesprochen.

 

 

"Zwar ist der Vergleich BWL/SCR Äpfel mit Birnen, man muss die Relationen richtig bewerten, dennoch erinnert mich die Zeit jetzt an meine Anfangszeit bei Rapid." - Christoph Peschek

90minuten.at: Wie konkret war es mit dem Ausland, wieso hat es nicht geklappt?

Peschek: Dass ich mich für Blau-Weiß Linz entschieden habe, dafür waren drei Kriterien ausschlaggebend: Erstens muss es eine Aufgabe sein, bei der ich gestalten kann. Zweitens wollte ich Nähe zu meinen beiden jungen Kindern. Und drittens wollte ich eine Aufgabe, bei der ich eine emotionale Bindung aufbauen kann. Es war also keine Entscheidung gegen das Ausland oder ein anderes Projekt, das Gesamtpaket in Linz war eben sehr reizvoll. Darüber hinaus konnte ich mir die Zusammenarbeit mit Gerald Scheiblehner und dem damaligen Sportdirektor Tino Wawra sehr gut vorstellen.

 

90minuten.at: Dennoch, Rapid ist eben ungleich größer und das Verhältnis Blau-Weiß zum LASK ist ja nicht mit SCR/FAK vergleichbar, Blau-Weiß ist klare Nummer zwei.

Peschek: Wir sind nun schon in derselben Liga, aber natürlich war es eine gewisse Umstellung zur Situation in Wien. Das ist jetzt eine interessante Perspektive, aber ich denke, es ist immer besser, auf sich selber zu schauen, sich klar zu positionieren und Ziele vorzunehmen - Wir definieren uns nicht über den LASK, sondern über eigene Werte sowie Ziele und dürfen dafür viel Zuspruch erfahren. Für Blau-Weiß sprach ja auch, dass die Werte des Klubs mit meinem Wertekompass gut zusammen passen. Zwar ist der Vergleich BWL/SCR Äpfel mit Birnen, man muss die Relationen richtig bewerten, dennoch erinnert mich die Zeit jetzt an meine Anfangszeit bei Rapid. Auch damals 2013 bzw. 2015 gab es noch nicht die Personenanzahl, diese Größe des Budgets, das neue Stadion, das Trainingszentrum. Diese damaligen Erfahrungen sind für meine Zeit jetzt in Linz wertvoll.

 

90minuten.at: Apropos: Rapid kommt auch mit einer wieder neuen Führungsriege nicht in die Gänge. Wie blicken Sie aktuell nach Hütteldorf?

Peschek: Ich maße mir da kein Urteil an. Es war eine schöne Zeit, mit Erfolgen und Misserfolgen. Mein Fokus liegt auf Blau-Weiß Linz, aber ich wünsche Rapid alles Gute – außer wenn sie gegen uns spielen (lacht).

 

90minuten.at: Bei Rapid ging man auf Konfrontation zur Austria. In Richtung LASK sind von Ihnen bisher relativ wenig Giftpfeile geflogen. Wie uns erzählt wurde, wäre das auch nicht ratsam, sondern BW Linz sollte schauen, dass man mit dem LASK gut auskommt, um selbst voranzukommen. Wie sehen Sie das?

Peschek: Es gibt eine sportliche Rivalität, die auch bei den Fans gegeben ist. Aber es geht immer um ein professionelles Verhältnis. Ich habe versucht, in all meinen Funktionen den Fokus auf meinen eigenen Bereich zu richten. Wenn es da und dort mit Augenzwinkern eine Meldung gab, soll man das nicht überbewerten.

 

90minuten.at: Wie ist es für Sie persönlich in Oberösterreich? Wien ist Rot, Sie kommen aus der Stadt-SP. Linz ist zwar auch sozialdemokratisch geführt, das Land Oberösterreich könnte nicht weiter davon entfernt sein.

Peschek: Ich werde allerorts mit offenen Armen empfangen und habe Unterstützung gespürt. Ich habe mich sowohl bei Stadt-, als auch bei Landesverantwortlichen vorgestellt und unsere Ziele kommuniziert. Damit der Verein nachhaltig in der Bundesliga bleiben kann, braucht es mehr als das Stadion, Stichwort Akademie. Es ist wichtig, die Dinge in dem Zusammenhang klar und nüchtern zu sehen, objektive Notwendigkeiten anzusprechen. Bisher habe ich den Eindruck, dass mit allen Ebenen ein konstruktives Miteinander möglich ist.

 

90minuten.at: Stichwort Politik. Kann ein Verein in der Größenordnung von BW Linz existieren ohne Politik?

Peschek: Beide Stadien in Linz haben öffentliche Unterstützung erhalten. Das halte ich für sehr wichtig und richtig. Der Fußball ist identitätsstiftend, der soziale Kitt der Gesellschaft, aber gleichzeitig schafft und sichert er Arbeitsplätze. Volkswirtschaftlich betrachtet gibt er der Gesellschaft einiges zurück. Wächst ein Klub, wachsen auch Arbeitsplätze und somit Steuern und Abgaben. Insofern hoffe ich, dass es für viele Klubs, die infrastrukturelle Herausforderungen zu bewältigen haben, Schritte nach vorne gibt und die Politik dabei unterstützt.

"Wir haben keinen Investor, dem wir Dividende zahlen müssen. Unser Ziel ist es, sportlich so erfolgreich wie möglich und gleichzeitig wirtschaftlich stabil zu sein." - Christoph Peschek

90minuten.at: Wie bilanzieren Sie nun Ihr erste Jahr von Ihnen bei BW Linz?

Peschek: Sich selber zu beurteilen, ist immer schwierig. Was man objektiv festhalten kann: 2023 war ein blau-weißes Jahr. Der Meistertitel in der 2. Liga und Bundesliga-Aufstieg, die Eröffnung des neuen Hofmann Personal Stadions, die enorme Unterstützung und der Zuspruch machen uns dankbar. Das verpflichtet uns aber dazu, weiterhin alles in unserer Macht Stehende zu tun, unseren Weg fortzusetzen. Das klare Ziel ist, nicht abzusteigen. Wirtschaftlich betrachtet gehen wir davon aus, dass wir im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr aus heutiger Sicht den Umsatz verdoppeln werden. Somit können wir in allen Erlösmöglichkeiten deutlichen Zuwachs verzeichnen.

 

90minuten.at: 22/23, noch in der 2. Liga, hatte BW Linz ein Minus 612.000 Euro Minus, bei einem Umsatz von 3,6 Millionen Euro. Was ist 23/24 zu erwarten? Bei Rapid haben Sie darauf geachtet, positiv zu bilanzieren.

Peschek: Das Ziel ist eine schwarze Null, es geht nicht um Rekordgewinne. Wir haben keinen Investor, dem wir Dividende zahlen müssen. Unser Ziel ist es, sportlich so erfolgreich wie möglich und gleichzeitig wirtschaftlich stabil zu sein. Im Bereich Business-Partner konnten wir uns von 34 auf 111 steigern, bei Jahreskarten von 446 auf über 2.700. Das zeigt, dass unsere eingeschlagene Wachstumsstrategie positiv verläuft. Den Zuschauer:innenschnitt von knapp 1.000 auf rund 4.800 zu steigern, ist sensationell.

 

90minuten.at: Viel mehr Zuschauer:innen passen aber auch nicht ins Stadion.

Peschek: Für eine abschließende Bilanz ist es noch zu früh. Wir gehen von der Qualifikationsgruppe und nicht nur milden Temperaturen aus. Wir hoffen weiter auf diese großartige Unterstützung, eine Analyse ist aber erst möglich, wenn man eine Saison durchgespielt hat. Wir arbeiten auch daran, den Schnitt weiter so hochzuhalten, mit verschiedenen Aktionen. So sind wir beispielsweise viel in Stadtvierteln in Linz unterwegs, wollen verstärkt Kinder und Jugendliche ansprechen.

 

90minuten.at: Wie viel Potenzial gibt es noch im Business-Bereich?

Peschek: Grundsätzlich sind wir ausverkauft. Wir haben aber gewisse Tagesprodukte und -karten. Von den zehn Sky-Boxen haben wir neun verkauft. Unser Ziel ist es in den nächsten Jahren noch den einen oder anderen Partner zu gewinnen, es gibt also vertriebsstrategische Gründe, die eine Box zurückzuhalten.

 

90minuten.at: Wie viel Potenzial sehen Sie generell? Eine Umsatzverdopplung bedeutet sieben, acht Millionen Euro. Altach hatte elf, Hartberg 7,5 Millionen Euro Umsatz. 

Peschek: Es ist wichtig, die Dinge realistisch zu betrachten und gesund zu wachsen. In den nächsten Jahren ist eine Umsatzgröße in der Höhe von zehn Millionen Euro ambitioniert, aber ein Ziel. Wenn wir weiterhin so eine großartige Unterstützung erfahren, in den Bereichen Mitglieder und Sponsoring wachsen sowie perspektivisch das Ziel Akademie erreichen und Transfererlöse generieren, erscheint das nicht gänzlich unrealistisch. Sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich sind wir – bei aller sich bietenden Demut – auf einem guten Weg.

"Man muss sehen, wo der Klub herkommt. Wir haben vor 1.000 Zuschauer:innen gespielt, es gab immer wieder ein Minus, der ganze Nachwuchs verfügt gegenwärtig über einen Fußballplatz." - Christoph Peschek

90minuten.at: Sie wissen, dass ein Fußballklub auch eine Erzählung bzw. Marketing braucht. Welche Story gibt es bei BW Linz? Bei Rapid war es der Mitgliederverein, die Geschichte gegen Red Bull und die Rivalität mit der Austria. Was ist der blau-weiße Markenkern?

Peschek: Der Verein sieht sich emotional in der Tradition des SK VÖEST, es ist ein Klub, der über harte Arbeit zum Erfolg kommt. Blau-Weiß Linz ist bodenständig und nahbar, mit hoher Leidenschaft und Intensität – nicht nur am Spielfeld. Wir stehen auch für großen Zusammenhalt. Wenn an einem Sonntag um sieben Uhr in der Früh dutzende Personen kommen, um bei Minusgraden das Spielfeld vom Schnee zu befreien, zeigt das, dass man auf Augenhöhe und gemeinsam Herausforderungen meistert. Das ist einer der Mit-Erfolgsfaktoren, warum wir uns im Moment in dieser guten Position befinden.

 

90minuten.at: Und in einem Satz wie „Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.“?

Peschek: Das überlasse ich gerne Ihnen als Journalist (lacht). Im Moment würde es so etwas sein wie: Aus Stahl gegossen, blau-weiß geformt.

 

90minuten.at: Kommen wir noch zum Sportlichen. Wie schätzen Sie das als wirtschaftlicher Geschäftsführer ein?

Peschek: Cheftrainer Gerhard Scheiblehner, Sportdirektor Christoph Schößwendter und ich sind ein Team, stimmen uns eng ab. Beide machen einen tollen Job. Sieht man es ganzheitlich, wie wir aufgestiegen sind und uns in die Bundesliga reingearbeitet haben, den Auswärtssieg in Salzburg, den Heimderbysieg – das sind Erfolge, die in Zukunft in der Vereinschronik ihren Platz finden werden. Aber: Wir leben nicht in der Vergangenheit. Der volle Fokus gilt, da anzuknüpfen und weiter hart zu arbeiten, um in der Bundesliga zu bleiben und uns in weiterer Folge hier zu etablieren. Wir wissen auch, dass das harte Arbeit ist. Aber das passt auch, wir sind ein Arbeiterverein.

 

90minuten.at: In der Zehnerliga wurden Aufsteiger wie die Admira, Grödig und Altach wurden vor einigen Jahren je Dritte. Der Abstand 2. Liga-Bundesliga ist größer geworden. Jetzt hat man hat 17 Punkte, gegen die Qualigruppenklubs wurden weniger Punkte geholt als gegen jene, die „oben“ spielen.

Peschek: Die Qualifikationsgruppe ist immer mit viel „Kampf“ verbunden. Wir sind von unserem eingeschlagenen Weg überzeugt und die Weiterentwicklung wird erfreulicherweise ja wahrgenommen. Mit der Punktehalbierung ist alles eng beisammen, darum muss man von Anfang an da sein. Natürlich wird gerade deswegen jeder Klub dieses Motto haben. Aber es ist mittlerweile übrigens meiner Einschätzung nach die überwiegende Mehrheit der Klubs dafür, dass Halbierung abgeschafft wird, noch gibt es sie aber.

 

90minuten.at: Schauen wir in die Zukunft. Wie positioniert man sich in dem Umfeld der Bundesliga? Wo kommen Spieler zu einem fairen Preis her?

Peschek: Wir werden den Klub weiter professionalisieren. Es wurden jüngst Ressourcen geschaffen, um besseres Scouting zu implementieren und das Trainer- sowie Betreuer:innenteam zu erweitern, um uns zu entwickeln. Die Prinzipien für unser Scoutingkonzept haben wir definiert. Blau-Weiß Linz ist deshalb für Spieler attraktiv, weil es eine klare Spielidee gibt. Das und ein daraus folgendes Anforderungsprofil für jede Position sind das Fundament. Dann weiß man, welchen Spieler mit welcher Qualität man benötigt und gibt somit auch dem Spieler Klarheit. Ich bin davon überzeugt, dass das Gesamtpaket aus Spielidee, neuem Stadion, der Atmosphäre, dem familiärem Charakter und Entwicklungsmöglichkeiten für Spieler auch für internationale Spieler attraktiv ist. Siehe auch Noß oder Ibrahimi.

 

90minuten.at: Die Linie wird weiter verfolgt? Andere arbeiten etwa mit Leihen.

Peschek: Es kann schon auch Leihen geben, aber das Ziel ist es, einen guten Mix aus arrivierten und jungen Spielern fix bei Blau-Weiß Linz zu haben. Wer sich hier gut entwickelt, kann dann den nächsten Schritt gehen und das ist im Idealfall mit Transfererlösen verbunden. Diese sollen in eine verbesserte Infrastruktur und Weiterentwicklung des Klubs sowie einem starken Kader investiert werden.

"Ich sehe mögliche Ligengrößen heute persönlich anders als vor ein paar Jahren, weil sich erfreulicherweise vor allem infrastrukturell einiges getan hat."

90minuten.at: Haben Sie da Ziele?

Peschek: Für uns geht es darum, sportlich, organisatorisch, infrastrukturell und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Aber wir sind nicht Ankündigungsweltmeister, sondern wollen durch harte Arbeit überzeugen. Das wirtschaftliche Ziel ist aber ein möglichst ausgeglichenes Budget, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für den größtmöglichen sportlichen Erfolg zu schaffen. Jedoch wissen wir, wer wir sind. Man ist ja auch von anderen abhängig, etwa, ob es gelingt, eine Akademie zu ermöglichen. Aber wir sind kein Großgrundbesitzer, da braucht es entsprechende Lösungen.

 

90minuten.at: Und von welchen Zielen träumen Sie?

Peschek: Aus heutiger Sicht: Nicht absteigen und möglichst viele Siege, somit den Klub in der Bundesliga zu etablieren, die Zuseher:innenzahlen auf hohem Niveau zu halten und eine Akademie zu gründen.

 

90minuten.at: Ich hätte auf so etwas wie „Wir wollen in die Meistergruppe“ getippt.

Peschek: Erwartungshaltungsmanagement ist ein wichtiger Faktor. Man muss sehen, wo der Klub herkommt. Wir haben vor 1.000 Zuschauer:innen gespielt, es gab immer wieder ein Minus, der ganze Nachwuchs verfügt gegenwärtig über einen Fußballplatz, sonst sind wir Untermieter. Von daher ist es wichtig, Ziele zu haben und für die Erreichung zu arbeiten, aber dabei das Umfeld realistisch einzuschätzen. Hochtrabende Ankündigungen können sonst tolle Erfolge in einem schlechten Licht erscheinen lassen.

 

90minuten.at: Basiert das auf ihren bisherigen beruflichen Erfahrungen?

Peschek: Das muss man immer für jede Zeit und jede Rahmenbedingung individuell betrachten. Es gibt Phasen, da ist es wichtig, durch ambitionierte Ziele gemeinsame Kräfte zu entfachen. Und es gibt jene, wo es gilt, sich auf seine Aufgaben etwas ruhiger und besonnen zu fokussieren.

 

90minuten.at: Entwicklung braucht auch die Rahmenbedingungen. Wenn wir uns die Liga ansehen, scheint das in der Qualifikationsgruppe nicht so leicht zu sein, die 2. Liga schreibt rote Zahlen. Braucht es abseits der wohl bald fallenden Punktehalbierung eine weitere Reform, Stichwort größere Liga? Mit dem GAK, Ried, St. Pölten, der Admira oder auch der Vienna rütteln ja einige Klubs an der Tür zu Bundesliga.

Peschek: Meine klare Meinung ist, dass wir, sollten wir bei der Zwölferliga bleiben, die Punktehalbierung in der Qualifikationsgruppe abzuschaffen. Das halte ich auch für eine Frage der sportlichen Gerechtigkeit. Persönlich schließe ich auch keine 14er-Liga aus. Es gibt die erwähnten ambitionierten Klubs, die mit Sicherheit eine Bereicherung für die Bundesliga wären. Sie würden oder werden wohl in naher Zukunft die infrastrukturellen Anforderungen erfüllen und verfolgen einen klaren Plan. Ich sehe mögliche Ligengrößen heute persönlich anders als vor ein paar Jahren, weil sich erfreulicherweise vor allem infrastrukturell einiges getan hat. Das Ligaformat wird gegenwärtig evaluiert, ich gehe bei der Ligagröße ergebnisoffen in die Diskussion.

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