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Andreas Schicker: "Die Arbeit bei Sturm Graz ist noch nicht zu Ende"

Der Sportdirektor der Grazer war zu Gast bei der Sky-Sendung Talk & Tore und sprach über seine Zukunft und Transfer des vergangenen Sommers.

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport SK Sturm Graz):
…über Verbesserungen im Schiedsrichterwesen: „Ich sehe es sehr positiv. Ich denke, dass sie es sehr gut machen. Ich denke aber auch, dass es nicht von heute auf morgen gleich spürbar für die Spieler ist. Es war aber wirklich so, dass sich in den letzten 15 Jahren bis jetzt diesen Sommer sehr wenig getan hat. Die Stimmen der Schiedsrichter wurden ja auch dahingehend immer lauter. Wir sind natürlich sehr froh, dass in dieser Richtung eine Professionalisierung passiert ist. Stefan Ebner hat sich beispielsweise zu einem Top-Schiedsrichter in Österreich entwickelt. Er hat es richtig gut gemacht und sehr viel gelernt. Er nimmt es an und sieht es als große Aufgabe, was ganz wichtig ist. Er hat sich auch von der Persönlichkeit so entwickelt, dass er absolut im besten Jahr zum besten Schiedsrichter in Österreich gewählt wurde. Es ist schon eine Entwicklung zu sehen, wird aber schon noch dauern, bis wir dann alle zufrieden sind.“

…über Marco Grüll: „Er ist ein sehr dribbelstarker und unglaublich robuster Spieler. Er hat wirklich auf jeder Stufe gleich funktioniert und hat eine Top-Entwicklung gemacht. Er ist jetzt auch nach dem schwierigen letzten Jahr, was ja auch einmal normal ist in einer langen Profikarriere, sehr gut zurückgekommen und spielt bisher eine richtig gute Saison.“

…über mögliche Nachteile einer Akademieausbildung: „Das eine ist die sportliche Entwicklung und die sportliche Qualität eines Spielers. Da ist schon ein Schema erkennbar, dass viele Akademiespieler ähnlich ausgebildet werden. Ich nehme es schon wahr, dass der ein oder andere beim ersten Gegenwind umfällt, wenn er von der Akademie aus dem geschützten Haus herauskommt.“

…über Thomas Reifeltshammers Engagement als Sportlicher Leiter der SV Ried: „Als er die Entscheidung getroffen hat, als Profi aufzuhören und die Möglichkeit bekommt, als Sportlicher Leiter zu arbeiten, habe ich sehr viel mit ihm gesprochen. Ich habe ihm auch empfohlen, dass er das damals auch machen soll. Am Ende glaube ich, dass er einen ordentlichen Job gemacht hat. Am Ende zählt jedoch auch, was dabei rauskommt. Im letzten Jahr war es dann leider so, dass der Abstieg da war. Ich glaube, dass er schon auch ein bisschen das Bauernopfer war. Wenn man absteigt, dann müssen Köpfe rollen. Wie man sieht, ist das Problem der SV Ried aber auch jetzt noch nicht gelöst. Von dem her glaube ich, dass Thomas in diesem Bereich absolut Qualitäten mitbringt und aus meiner Sicht einen guten Job gemacht hat.“

"Für mich als Steirer ist es etwas Besonderes, bei Sturm Graz zu arbeiten. Es ist auch wichtig, dass man auch gewisse Ziele verfolgt" - Schicker über seine Zukunft

über seine Zukunft: „Ich glaube, dass wir in den letzten drei Jahren gute Arbeit bei Sturm Graz gemacht haben. Diese Arbeit ist bei Gott noch nicht zu Ende. Ich fühle mich sehr wohl. Für mich als Steirer ist es etwas Besonderes, bei Sturm Graz zu arbeiten. Es ist auch wichtig, dass man auch gewisse Ziele verfolgt. Es bringt der moderne Fußball mit, dass es irgendwann einmal auch Veränderungen gibt. Solche Sachen kommen dann eh von selbst, wenn man weiterhin gut arbeitet. Ich weiß, dass ich bei Sturm aktuell am richtigen Platz bin. Ich weiß, dass noch viel möglich ist und solange das der Fall ist, glaube ich, dass ich hier sehr gut aufgehoben bin.“

…über die geplatzten Transfers von Prass und Wüthrich: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass am Ende beide bleiben. Bei Prass war es so, dass es ein sehr gutes Angebot gegeben hat. Es gibt aber auch gewisse Details in einem Vertrag und das hat dann einfach nicht gepasst. Es war ein sehr gutes Gespräch und eine sehr offene Kommunikation, wo Alexander und sein Management dann auch Verständnis hatten. Wir sind bei Sturm Graz in so einer Situation, dass wir den Transfer dann auch absagen. Bei Wüthrich war es ein bisschen eine andere Situation. Er ist klar mit dem Wunsch an mich herangetreten, noch einmal Deutsche Bundesliga spielen zu können. Wir haben gesagt, dass wir dem auch zustimmen, weil er einfach drei Jahre für Sturm Graz geliefert hat. Der Transfer hat sich dann schon ein bisschen gezogen und dann ist es am Ende so gelaufen, dass er den Medizincheck nicht geschafft und mich informiert hat, dass er sich wieder auf den Weg zurück nach Graz befindet. Es ist natürlich keine einfache Situation für ihn gewesen.“

…über mögliche Vertragsverlängerungen von Kiteishvili, Hierländer und Affengruber: „Es ist so, dass wir Gespräche mit Beratern und Spielern aufnehmen werden. Wir werden dann sehen, ob es uns gelingt, dass wir eine Verlängerung schaffen. Diese Spieler haben sehr viel für den Verein geleistet. Otar ist seit einigen Jahren bei uns und macht es richtig gut, Hierländer ist unser Kapitän, der auch abseits des Platzes eine sehr wichtige Rolle einnimmt und Affengruber ist jetzt das dritte Jahr bei uns, war eigentlich sofort Stammspieler und bringt eine unheimlich positive Energie mit sich. Von dem her sind alle drei sehr wichtige Spieler für uns.“

…über Seedy Jatta: „Dieses Wochenende sind es genau fünf Wochen seit seiner Verletzung. Er ist auf einem sehr guten Weg. Wir haben jetzt auch die CT-Untersuchung gehabt. Es ist so, dass die Wirbeln beinahe zusammengeheilt sind. Er wird jetzt ins Mannschaftstraining einsteigen. Man wird sehen, wie lange es noch dauert, was auch die Zweikampfführung und die Intensität angeht. Wir werden sehen, wie schnell er uns wieder zur Verfügung steht.“

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