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Marco Grüll: "Eine Vertragsverlängerung ist natürlich vorstellbar"

Der Offensivspieler der Hütteldorfer war zu Gast bei der Sky-Sendung Talk & Tore und sprach über die bisherige Saison sowie seine Zukunft.

Marco Grüll (SK Rapid Wien):
…über die bisherige Saisonleistung von Rapid: „Ich glaube, dass die spielerische Leistung im Vergleich zum letzten Jahr nach oben gegangen ist. Die Punkteausbeute ist natürlich viel zu wenig. Wir haben sehr viele Punkte hergeschenkt und auf Dauer ist es einfach zu wenig. Im Endeffekt schießen wir die Tore nicht oder sind nicht clever genug, Ergebnisse über die Runden zu bringen. Wir müssen aus den Fehlern lernen und es in Zukunft besser machen. Wir sind am richtigen Weg. Wenn man bei Rapid spielt, wird man immer Druck haben. Wenn es um nichts geht, ist es für einen Fußballer kein gutes Gefühl. Wir haben den Druck, in der Liga zu performen.“

…über seine bisherige Karriere: „Ich glaube, dass es stetig bergauf gegangen ist. Die ersten drei Jahre, seitdem ich Profi bin, ist es immer nur bergauf gegangen. Die zweite Saison bei Rapid war dann nicht mehr so berauschend. Heuer ist es wieder besser. Im Fußball kann es nicht immer nur bergauf gehen. Ich versuche aber, in jedem Training besser zu werden. Es gibt immer wieder einmal lustige Sachen, wo man darüber redet, dass du vor fünf Jahren noch gegen jemanden, der in der letzten Klasse gespielt hat, ein Cupspiel hattest, und nun in der Europa League oder Conference League gegen Gegner spielst, die sehr groß sind. Es ist natürlich eine gute Entwicklung gewesen. Stand jetzt habe ich glaube ich ziemlich viel richtig gemacht. Ich glaube, dass ich dadurch, dass ich mit 14 Jahren schon mit Erwachsenen trainiert habe, gelernt habe, dass man sich behaupten muss. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und wird stärker. Dann ist der Weg über die Regionalliga sicher um nichts schlechter.“

…über seine Zukunft: „Es hat sicher das eine oder andere Angebot gegeben, zum Beispiel aus der USA, was sehr interessant gewesen wäre, das muss ich ganz ehrlich sagen. Da hat es dann aber nicht funktioniert. Ich gebe immer 100%, wenn ich unter Vertrag stehe, egal wo ich bin. Ich weiß es zu schätzen, dass es nicht selbstverständlich ist, in der Bundesliga zu spielen. Solange ich bei Rapid bin, werde ich Gas geben. Es ist natürlich vorstellbar zu verlängern. Wir haben schon das ein oder andere Gespräch geführt. Sollte ich in Österreich bleiben, dann werde ich bei Rapid bleiben, das ist ganz klar. Ich fühle mich auf alle Fälle wohlen und durfte die Mannschaft auch schon das ein oder andere Mal als Kapitän aufs Feld führen. Es ist jetzt September. Was im Jänner passiert, ob verlängert wird oder nicht, wird man alles in der Zukunft sehen.“

"Es ist für beide Vereine gerade nicht einfach, weil es in der Tabelle nicht gut ausschaut. Es wird wahrscheinlich nicht der größte fußballerische Leckerbissen sein" - Grüll über das Derby

…über seine persönlichen Ziele: „Mein Ziel war immer die Serie A oder die Deutsche Bundesliga. Das sind halt Wunschvorstellungen, aber im Fußball kann man sich nicht immer aussuchen, was schlussendlich kommt.“

…über das bevorstehende Derby: „Es ist für beide Vereine gerade nicht einfach, weil es in der Tabelle nicht gut ausschaut. Es wird wahrscheinlich nicht der größte fußballerische Leckerbissen sein, aber wir wollen trotzdem diese Intensität spüren, den Gegner gut bespielen, unsere Stärken auf den Platz bringen und endlich das Derby gewinnen. Ich glaube in der Kabine gibt es zurzeit nicht viele Spieler, die schon ein Derby gewonnen haben und das wollen wir natürlich schnellstmöglich ändern.“

…über eine mögliche Nationalteameinberufung: „Bis jetzt hat es noch keinen Kontakt mit Ralf Rangnick gegeben. Ich glaube, dass die letzte Saison nicht gut genug war fürs Nationalteam. Ich werde weiterhin Gas geben und alles probieren, dass ich dorthin komme, wo ich einmal war. Natürlich ist die Europameisterschaft ein Ziel. Jeder Fußballer will eine Europameisterschaft spielen, aber dafür muss die Leistung am Platz sehr gut sein. Man wird sehen, was passiert.“

…über die SV Ried: „Ich verfolge sie jetzt nicht mehr so viel. Sie haben eine komplett neue Mannschaft. Ich kenne die meisten Spieler dort nicht mehr. Ab und zu schaue ich sie mir live an, aber ich verfolge es wie gesagt nicht mehr so intensiv. Ich würde mir aber natürlich wünschen, dass sie es noch einmal schaffen und aufsteigen.“

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