Austria Lustenaus Trainer Markus Mader unter Druck: "Kenne die Gesetze im Fußball"
Foto © GEPA

Austria Lustenaus Trainer Markus Mader unter Druck: "Kenne die Gesetze im Fußball"

Wieder kein Erfolgserlebnis für das Tabellenschlusslicht Austria Lustenau, gegen Rapid verlieren die Vorarlberger 0:5. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

Ich kenne die Gesetze im Fußball und dementsprechend weiß ich, dass Ergebnisse so schnell wie möglich her müssen.

Markus Mader

Der Unterschied heute war, dass wir effizient waren vor dem Tor. Das haben wir in der Vergangenheit zu wenig gezeigt.

Zoran Barišić

SC Austria Lustenau – SK Rapid 0:5 (0:3)
Schiedsrichter: Daniel Pfister

Markus Mader (Trainer SC Austria Lustenau):
…über den Zustand von Austria Lustenau: „Wir sind in einem Zustand, der es uns momentan nicht ermöglicht zu punkten. Wir bekommen viele Gegentore und die Spielverläufe sind zum Haare sträuben. Jeder erste Ball, der bei uns in den Strafraum flattert, ist fast ein Tor. Dieses Mal war es ein Elfmeter, den man hinterfragen kann. Wir versuchen alles Mögliche, aber das Spielglück ist nicht auf unserer Seite und der Gegner war mindestens eine Klasse besser.“

…über die Situation: „Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, die auf jeder Position doppelt besetzt ist. Momentan fehlen einige Spieler verletzt. Wir werden weiter arbeiten und schauen, dass wir in Kürze die richtigen Personen auf den richtigen Positionen haben. Wir haben jetzt Gott sei Dank zwei Wochen Zeit, um das aufzuarbeiten und in die Trainingsarbeit einfließen zu lassen.“

…über seine Gemütslage: „Wenn man immer verliert, macht es nicht so viel Spaß, wie wenn man gewinnt. Aber die Arbeit grundsätzlich macht Spaß und die Arbeit mit den Spielern macht Spaß. Ich habe Kraft ohne Ende. Solange es mir Spaß macht, werde ich natürlich weitermachen. Ich kenne die Gesetze im Fußball und dementsprechend weiß ich, dass Ergebnisse so schnell wie möglich her müssen.“

…über eine mögliche Trainerdiskussion: „Ich bin der falsche Ansprechpartner für eine Trainerdiskussion. Alexander Schneider sieht die Trainingsarbeit, die wir unter der Woche machen. Er kennt unsere Spielpläne. Wenn er etwas merken würde, würde er es mir sicher sagen. Grundsätzlich habe ich noch keine negativen Äußerungen seitens unseres Vorstandes gehört. Wenn man mich stellt, werde ich meine Analysen dazu geben. Wir werden gemeinsam Wege finden, um aus diesem Schlamassel rauszukommen. Ich stelle mich auch dem Vorstand, überhaupt kein Problem. Das sehe ich ganz gelassen.“

Domenik Schierl (Spieler SC Austria Lustenau):
…über das Spiel: „Wir sind richtig schlecht in das Spiel gestartet mit dem Elfmeter. Meiner Meinung nach war das keine klare Fehlentscheidung, da muss sich der VAR nicht einschalten. Dann bekommst du noch das zweite Gegentor, bei dem ein klares Foul vorangegangen ist, und rennst wieder einem Rückstand hinterher. Das ist in unserer Situation momentan extrem schwierig. Du bekommst momentan nur auf den Deckel. Das ist extrem schmerzhaft momentan.“

…über seine persönliche Situation: „Ich fühle mich richtig schlecht momentan. Es ist nicht geil. Die Gegentore tun weh. Das ist für einen Tormann das schlimmste Gefühl, wenn du den Ball aus dem Tor holen musst.“

…über die aktuelle Situation: „Wir haben so viele Systeme probiert, auch heute wieder mit einer neuen Mannschaft. Jeder kämpft mit sich selber und versucht, aber es geht nicht. Es fehlt am Selbstvertrauen und das sieht man.“

Alexander Schneider (Sportkoordinator SC Austria Lustenau):
…über die Mannschaft: „Wenn ich die Aufstellung heute anschaue, sehe ich nicht viele Spieler, die auf unbekannten Positionen gespielt haben. Dass man Dinge ausprobiert, wenn es nicht läuft, ist ganz normal. Die Mannschaft, die heute und in den letzten Wochen auf dem Platz gestanden hat, ist jetzt nicht so, dass ich sage, dass sie keine Chance haben, so zu spielen. Ich sehe eher die Pflicht, dass man das Beste aus der Mannschaft rausholt und dass die Mannschaft selbst das Beste aus sich rausholt.“

…über den Trainer: „Austria Lustenau muss gegen die nächsten Gegner punkten. Wir hatten auch letztes Jahr so eine Phase. Wir wissen, wo wir herkommen. Ich halte nichts davon, einzelne Personen herauszugreifen.“

Zoran Barišić (Trainer SK Rapid):
…über das Spiel: „Es war ein sehr guter Auftritt. Wir waren klar in den Situationen und spielfreudig. Heute hat es mit dem Tore schießen geklappt, auch wenn noch mehr möglich gewesen wären. Es war von vorne bis hinten, von Anfang bis zum Schluss, eine sehr gute Leistung. Mir hat die Mentalität der Mannschaft sehr gut gefallen, dass wir nicht aufgehört haben, auf das nächste Tor zu spielen.“

…über den Unterschied im Vergleich zu den letzten Spielen: „Der Unterschied heute war, dass wir effizient waren vor dem Tor. Das haben wir in der Vergangenheit zu wenig gezeigt. Es war auch vom Auftritt her so, dass wir sehr stark gegen den Ball waren und sehr ballsicher waren. Es war ein sehr gelungener Auftritt.“

…über die Bedeutung des Siegs: „Wir haben uns vor dem Spiel darauf festgelegt, dass wir uns mit drei Punkte in die Länderspielpause verabschieden wollen. Wir wollen in den nächsten zwei Wochen in Ruhe arbeiten, deshalb waren die drei Punkte enorm wichtig.“

…vor dem Spiel über die Chancenverwertung: „Es ist wichtig, den Spielern das Vertrauen mitzugeben, dass sie sich trauen, die nächsten Chancen auch zu nehmen und sich nicht verstecken, sondern Verantwortung übernehmen.“

Matthias Seidl (Spieler SK Rapid):
…über das Spiel: „Es ist sehr befreiend, gerade wenn man sich die letzten Wochen anschaut. Wir wollten eine Reaktion zeigen und die Chancen besser nutzen. Das ist uns heute gut gelungen und deshalb ist der Sieg auch in der Höhe verdient.“

…über den starken Start: „Es ist immer wichtig, dass man am Anfang gleich seine Chancen nutzt und in Führung geht und schnell das zweite Tor nachlegt. Das ist immer gut für den Spielverlauf.“

…über die Bedeutung des Siegs: „Ich glaube der Sieg ist für die Fans und den Verein sehr wichtig. Wir werden jetzt in der Länderspielpause weiter dran arbeiten und nach der Pause an der Leistung anknüpfen.“

Gleich exklusiv weiterlesen:

 

90minuten.at-exklusiv