Kärnten-Derby: Wunderschönes Ergebnis und eine Kirche im Dorf
RZ Pellets WAC bezwingt den SK Austria Klagenfurt mit 4:0. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
Es war die 13. Runde und unsere zweite Niederlage. Mir tun die Fans und die Mannschaft leid, aber wir werden die Kirche trotzdem im Dorf lassen.
RZ Pellets WAC – SK Austria Klagenfurt 4:0 (2:0)
Schiedsrichter: Josef Spurny
Manfred Schmid (Trainer RZ Pellets WAC):
…über das Spiel: „Es war von der ersten Minute an bis zum Schlusspfiff eine Freude, meiner Mannschaft zuzusehen. Wir haben heute fast alles richtig gemacht. Wir haben klare Tempovorteile gehabt und gewusst, wo die Schwächen von Klagenfurt sind. Die haben wir ausgenutzt. Die Mannschaft hat es heute richtig toll umgesetzt. Ich kann meiner Mannschaft und meinem Trainerteam nur gratulieren. Es war ein Topspiel mit einer Topleistung. Ein Derby mit so einem Ergebnis ist natürlich wunderschön.“
…über die Bedeutung des Sieges: „Der Sieg war sehr wichtig. Die Mannschaft hat reagiert auf die letzten Spiele, das hat man gesehen. Ich weiß, was die Mannschaft kann und was für eine Qualität sie hat. Wir sind in einer Entwicklung. Wir müssen die Spieler weiterentwickeln. Ich stehe natürlich auch in der Verantwortung. Das habe ich den Spielern auch vermittelt. Du musst ihnen zeigen, um was es geht und was für eine Qualität sie haben. Wenn man sieht, wie sie gespielt haben, hat es richtig Freude gemacht.“
…über die Leistung: „Es hängt natürlich mit Selbstvertrauen, Mut und Überzeugung zusammen. Heute war es alles da. Sie haben gekämpft, sie sind gelaufen, waren im Zweikampf da und auch die Überzeugung war wieder da. Fußball ist halt immer noch eine Kopfsache. Heute ist es geglückt. Die Mannschaft hat Qualität, davon bin ich überzeugt.“
…im Vorfeld über seine zweite Rote Karte in dieser Saison: „Mir passen diese zwei Roten Karten natürlich nicht. Ich muss besser aufpassen. Es gibt diese Regel, dass es Rot ist, wenn du die Linie übertrittst. Eine zwei Spiele Sperre ist für mich utopisch. Ich habe noch nie einen Schiedsrichter beleidigt oder sonstiges. Es war beide Male deshalb, weil ich die Coachingzone verlassen habe. Wenn in letzter Zeit viele enge Entscheidungen gegen dich fallen, dann ist es glaube ich schon eine Geschichte, wo ich mich immer vor meine Spieler stelle, und etwas sagen will. Bei mir liegen die Nerven überhaupt nicht blank. Mir fehlt die Relation, vielleicht sollte man es überdenken. Eine Gelbe Karte würde auch ausreichen, meiner Meinung nach.“
Peter Pacult (Trainer SK Austria Klagenfurt):
…über das Spiel: „Wir sind die letzten Wochen und Monate sehr gelobt worden. Heute war ein Tag zum Vergessen. Deshalb werde ich jetzt aber nicht auf die Mannschaft draufhauen, sicher nicht. Was wir vor dem Spiel angesprochen haben, bezüglich der Tiefe, ist uns nicht gelungen, zu verhindern. Es war die 13. Runde und unsere zweite Niederlage. Natürlich ist es ein bitterer Abend, keine Frage. Mir tun die Fans und die Mannschaft leid, aber wir werden die Kirche trotzdem im Dorf lassen.“
…über die Kaderbreite: „Ich möchte den anderen Spielern nicht zu nahetreten, aber Irving, Cvetko und Gkezos gehören zum Stammpersonal. Das sind dann doch Ausfälle von Spielern, durch die wir dorthin gekommen sind, wo wir jetzt stehen. Das heißt nicht, dass die anderen Spieler schlechter sind, aber sie haben halt sehr gute Leistungen gebracht. Es ist, wie es ist.“
Thorsten Mahrer (SK Austria Klagenfurt):
…über das Spiel: „Wir haben dem WAC in der ersten Halbzeit super stark gemacht. Sie haben es mit ganz einfachen Mitteln gemacht. Sie sind tief gestanden und haben uns im Zweikampf den Schneid abgekauft und die Bälle tief geschlagen. Wir hatten unfassbare Probleme damit. In der zweiten Halbzeit konnten sie auf Konter spielen, was ihnen in die Karten gespielt hat. So eine Leistung tut brutal weh. Wir haben in dieser Saison Leistungen mit Leidenschaft, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft gebracht. Das haben wir heute alles vermissen lassen.“
…auf die Frage, wer die Nummer 1 in Kärnten ist: „Die Tabelle spiegelt es deutlicher wider als ein Spiel.“
Christopher Wernitznig (SK Austria Klagenfurt):
…im Vorfeld über das Spiel gegen seinen Ex-Verein: „Es kribbelt. Ich freue mich ungemein auf das Spiel. Es gilt für uns, das Spiel zu gewinnen und die Nummer 1 in Kärnten zu bleiben. Ich war acht Jahre beim WAC und hatte sehr schöne Jahre. Ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt. Die Zeit werde ich nie vergessen. Wir haben auch sehr viele Erfolge gefeiert. Es ist ein bisschen komisch gegen sie zu spielen.“
…über den SK Austria Klagenfurt: „Wir sind vor der Saison immer als Abstiegskandidat betitelt worden. Jetzt haben wir es zwei Jahre hintereinander in die Meisterrunde geschafft. Wir wollen alles daransetzen, es wieder in die Meistergruppe zu schaffen. Natürlich ist es eine Genugtuung, wenn man die großen Vereine in Österreich ärgern kann. Ich glaube, dass die Teamchemie richtig gut ist. Wie hier habe ich es persönlich selten erlebt in meiner Karriere. Wir gehen gemeinsam golfen, essen und sind richtige Freunde geworden. Das ist glaube ich unsere größte Stärke. Wir wissen glaube ich alle, dass wir mit dem Meisterschaftsrennen nichts zu tun haben werden. Wir haben unser Ziel, den Nichtabstieg und das wollen wir so schnell wie möglich mit dem Einzug in die Meisterrunde fixieren.“