Oliver Lederer über Yusuf Demir: "Er hat das, was man oft nicht beschreiben kann"

Oliver Lederer war zu Gast bei der Sky-Sendung 'Dein Verein' zu Gast und sprach über seinen Ex-Verein SK Rapid und dessen Juwel Yusuf Demir.

Er hat das, was man oft nicht beschreiben kann. Was man oft nicht messen kann. Wenn er am Spielfeld ist, hat man das Gefühl es kann immer etwas passieren in der Offensive. Er hat immer eine Idee, die man wahrscheinlich als Trainer selber nicht einmal hat. Dieses Überraschende.

Lederer über Demir

Oliver Lederer (Trainer des ÖFB-U16-Nationalteams, ehemaliger Rapid-Spieler):
…über seine Zeit bei Rapid: „Es war der Meistertitel und das Europacupfinale (1996, Anm.), unglaubliche Erinnerungen, die einen natürlich prägen und ich bin heute noch immer mit Leib und Seele Rapidler und freue mich über Siege und ärgere mich über Niederlagen.“

…über seinen Trainerjob beim ÖFB: „Ich habe einen sehr herausfordernden Beruf, es war immer mein Traum mit jungen, talentierten Spielern zusammenzuarbeiten und dem kann ich in der U16 richtig cool nachgehen. Die Trainerausbildung und Fortbildung bedeutet mir auch sehr viel, man hat einen Riesenimpact auf die Trainer in Österreich und in Summe ist es ein sehr befriedigender Job, für den ich sehr dankbar bin.“

…über die aktuelle Lage von Rapid unter Kühbauer/Barisic: „Voll des Lobes, man kann es gar nicht genug wertschätzen, was in der Saison erreicht wird und bislang erreicht wurde. Man ist sehr knapp an Salzburg dran. Es gibt sehr viel Positives, ganz wenig Negatives. Man kennt natürlich die Ansprüche des Rapidlers, den Meistertitel nach Hütteldorf zu holen, aber das ist ein sehr schwieriges Unterfangen und aus dem Grund glaube ich geht es im Augenblick nicht recht viel besser. Die Mannschaft ist irgendwo das Spiegelbild des Trainers und des Sportdirektors. Die Mannschaft hat das typische Gesicht vom Didi Kühbauer, sie marschieren, sind sehr schwer zu schlagen und auf der anderen Seite hat man auch das Gefühl, dass der Zoki irgendwo seinen Einfluss hat, denn die Mannschaft ist in den letzten Wochen immer besser ins Spiel gekommen und ich glaube, das ist die Synergie aus den beiden.“

…über Yusuf Demir: „Er hat das, was man oft nicht beschreiben kann. Was man oft nicht messen kann. Wenn er am Spielfeld ist, hat man das Gefühl es kann immer etwas passieren in der Offensive. Er hat immer eine Idee, die man wahrscheinlich als Trainer selber nicht einmal hat. Dieses Überraschende. Ich hoffe, dass seine Karriere den Verlauf nimmt, den wir uns alle wünschen. Martin Scherb, sein ehemaliger Trainer in der U18-Nationalmannscahft schwärmt in höchsten Tönen von ihm.“

…über die jungen Rapidler in seiner Mannschaft: „In meinem Jahrgang, dem 2005er, habe ich das Glück, dass bei Rapid ein unglaublich guter Jahrgang ist, sie sind in der Tabelle sehr weit vorne. U. a. der kleine Bruder von Ibrahimoglu, der wirklich sehr talentiert ist, aber viele andere auch. Er ist ein zentraler Mittelfeldspieler, hat sich noch nicht festgelegt, ob er eher offensiv oder defensiv spielt, im Augenblick bekleidet er die Position des Achters. Er bringt sehr viel mit was es braucht, zum jetzigen Zeitpunkt ist es natürlich noch zu früh, um eine Prognose abzugeben, aber er ist sehr talentiert. Ich darf die Jungs, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, bis zur U19 begleiten. Eine Riesengeschichte und man kriegt sehr viel mit von der Entwicklung der Jungs und begleiten ist das richtige Wort, es ist eine Riesensache für uns, das gesamte Trainerteam und Betreuerteam, die Jungs bis zur U19 zu begleiten und ihnen zu helfen am Weg zum A-Team-Spieler und zum Profi. Zielsetzung sind immer Endrunden. Auf der anderen Seite steht die Entwicklung des Einzelnen absolut im Vordergrund. Da wo ich jetzt bin, fühle ich mich sehr wohl (…) was in zehn, 15, 20 Jahren passiert, wissen wir alle nicht.“

 

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