Oliver Glasner als ÖFB-Teamchef?
Oliver Glasner, Cheftrainer beim Vfl Wolfsburg war zu Gast bei der Sky Sendung "Talk und Tore exklusiv" und sprach über die Bundesligasaison und einen möglichen Trainerjob als Teamchef.
Da haben wir, im Nachhinein gesehen, sehr profitiert, weil wir viel Trainingszeit gewonnen haben.
Ich bin in keinen sozialen Medien aktiv, daher bekomme ich 80 Prozent eh nicht mit, was da so abgeht
Ich sage meinen Spielern immer, dass man sich nicht mit den Dingen beschäftigen soll, die im August sind, sondern mit dem nächsten Spieltag
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg):
...über die Tabellensituation: „26 Spiele, 51 Punkte – also ein knapper 2-Punkte Schnitt ist in jeder Liga sehr, sehr schwierig und top und du bist im vorderen Feld dabei. Wenn wir weiter so gute Leistungen bringen, dann denke ich, dass wir da vorne dabeibleiben. Das ist mir das Wichtigste. (…) Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir wirklich so mittendrinnen im Kampf um die Champions League Plätze sind. Wir wollten uns ein drittes Mal in Serie für Europa qualifizieren. Das hat es in der Geschichte des VfL Wolfsburg noch nie gegeben. Das wir aber so gut dabei sind, ist schon ein bisschen überraschend.“
…angesprochen auf die mögliche direkte Champions League Qualifikation: „Natürlich würden wir das sehr gerne mitnehmen. Das wäre schon eine herausragende Leistung, die wir dann gebracht hätten. Aber es gibt noch acht Spieltage und da haben wir noch bisschen was zu tun.”
...angesprochen auf das Restprogramm in der Bundesliga: „So wie ich die Deutsche Bundesliga kennengelernt habe, ist jeder Spieltag schwierig. Es ist nirgends eine ,gmahde Wiesn´. Du brauchst immer eine gute Leistung. Aber was uns diese Saison gezeigt hat, ist, wenn wir eine gute Leistung bringen, dann sind wir gegen jede Mannschaft konkurrenzfähig. Wir werden es Spiel für Spiel abhaken und dann schauen wir, was am Ende rauskommt.“
...auf die Frage, was sich in seiner zweiten Saison in Wolfsburg geändert hat und warum es jetzt auch tabellarisch besser läuft: „Es sind mehrere Gründe. Der Stamm der Mannschaft ist jetzt schon länger zusammen. Wir haben uns punktuell verstärkt. Und dann - was anfänglich sehr bitter war - nämlich das Ausscheiden in der Europa League Quali gegen Athen. Da haben wir, im Nachhinein gesehen, sehr profitiert, weil wir viel Trainingszeit gewonnen haben. Da haben wir uns sehr intensiv mit uns und der Art, wie wir Fußball spielen wollen, beschäftigt. Ich denke, man sieht es jetzt auch, dass es uns einen Schritt nach vorne gebracht hat.“
...über seine Spielidee: „Ich habe eine Idee von Fußball im Kopf. Die Frage ist: wie schaffen wir es, diese Idee in die Köpfe der Spieler zu bekommen? Aber man muss immer wieder mit der Zeit gehen und Neues ausprobieren und versuchen. Entscheidend ist für mich immer, dass man die Spieler mitnimmt, weil am Ende des Tages sind es sie, die es am Platz umzusetzen haben. Wenn die daran zweifeln, dann glaube ich, wird es auch nicht funktionieren. Es muss im Einklang gehen. Die Spieler müssen zu hundert Prozent dabei sein und überzeugt sein.“
…über seine Sicht auf den Trainerjob: „Wir sind täglich fast 10 Stunden am Trainingsgelände. Wenn ich dann gerne hinkomme und über die Leute was weiß, mit denen man zusammenarbeitet, dann ist es für mich einfach wichtig. Für mich ist es nicht: Kommen, Dienst erledigen, Gehaltsscheck abholen, nach Hause gehen.“
…über seine Meinungsverschiedenheit mit Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke: „Ich glaube, von mir bekommt man immer Ehrlichkeit. So will ich auch bleiben. Ich halte es schon auch aus, wenn es einmal ein bisschen unruhiger wird. Ich bin in keinen sozialen Medien aktiv, daher bekomme ich 80 Prozent eh nicht mit, was da so abgeht. Ich werde sagen, was ich mir denke. Sollte es einmal Probleme geben, dann werde ich sie ausbaden.“
…auf die Frage, ob es Kontakt mit Gladbach gab: „Wir haben nach wie vor keinen Kontakt gehabt.“
…auf die Frage, ob es in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel gibt: „Wir haben ausgemacht, dass wir keine Vertragsinhalte preisgeben.“
…über eine mögliche Champions League Teilnahme: „Ich sage meinen Spielern immer, dass man sich nicht mit den Dingen beschäftigen soll, die im August sind, sondern mit dem nächsten Spieltag. Wir wollen die Saison auf diesem Level zu Ende bringen. Dann schauen wir, was die neue Saison bringt. Wir sind noch nicht drinnen.“
…auf die Frage, ob Nationalteam-Trainer ein Thema für die Zukunft sei: „Jetzt momentan nicht. Auf der anderen Seite – vielleicht in deinem Heimatland - vom Gefühl her ist es der größte Job, den du haben kannst. Wenn du deine Nation vertrittst, vielleicht bei einer EM oder eine WM, dann ist es vom Gefühl her wahrscheinlich das Größte, was du als Trainer erreichen kannst. Du weißt, dass zu Hause acht Millionen Menschen sitzen und dir die Daumen drücken. Das ist sicherlich eine absolute Auszeichnung.“