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Peter Pacult über die Niederlage: "War nicht mehr drinnen"

FC Flyeralarm Admira gewinnt gegen SK Austria Klagenfurt mit 4:0. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 2. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

FC Flyeralarm Admira – SK Austria Klagenfurt, 4:0 (0:0)
Schiedsrichter: Stefan Ebner

Andreas Herzog (Trainer Admira)
…über den ersten Sieg als Bundesliga-Trainer: „Es war für uns ein wichtiger Sieg. Selbst mit zwei Mann mehr, haben wir uns am Anfang schwergetan. Dann endlich nach dem 1:0 haben wir das Kommando übernommen und dann wollten wir gleich auf das 2:0 spielen. Dann war es schnell unser Spiel. Extrem schwer für die Klagenfurter gleich nach 25 Minuten mit zwei Mann weniger zu sein. Trotzdem musst du dir zunächst die Situationen erarbeiten.“

…über die zwei roten Karten von Klagenfurt: „Man warten eben auf die Entscheidung. Es war ein harter Zweikampf und für uns dann die glücklicheren Entscheidungen. Die Spieler haben die Situationen auch erzwungen und dann hat der VAR für uns entschieden.“

…über die zweite rote Karte: „Das erwarte ich mir von meinem Stürmer, dass er sich so durchsetzt. Er war dann durch und dann konnte auch niemand mehr eingreifen. Die Situation habe ich auch vom Spielfeldrand so bewertet. Am Anfang war es dann aber für uns schwierig, auch wenn wir zwei Mann in Überzahl waren.“

…was wurde in der Halbzeitpause geändert: „Gegen zwei Mann weniger haben wir uns gedacht, mit drei Innenverteidigern brauchen wir die zweite Halbzeit nicht in Angriff nehmen. Dann war es eine klare Entscheidung, dass wir noch einen offensiven Spieler reinbringen. Das dann Babuscu zwei Tore schießt, war für ihn fantastisch, aber für einen Trainer natürlich auch nicht so unhübsch.“

…über den Sieg: „Es war ein verdienter Sieg. 70 Minuten aber mit zwei Mann mehr, da ist es klar, dass die Klagenfurter dann wegbrechen. Wir mussten mit einem hohen Tempo und Geduld dann weiterspielen. Das haben wir nach dem 1:0 dann sehr gut umgesetzt.“

"Es passieren dann aber Fehler, die muss man zugestehen" - Peter Pacult

Onurhan Babuscu (Admira)
…über seine ersten zwei Tore in der Bundesliga: „Nach einer langen Verletzung ist es unglaublich, dass ich bei meinem Comeback zweimal treffe. Unbeschreiblich. Jetzt heißt es so weitermachen.“

…über das junge Admira Team: „Die Chemie passt super. Wir verstehen uns alle, weil wir jung sind, aber da sind auch ein paar ältere Spieler dabei, die mit uns reden und uns helfen.“

…über Andreas Herzog: „Seit dem ersten Tag redet er mit allen jungen Spielern. Er gibt uns Tipps und man merkt, dass er sich gut auskennt.“

…über sein Lieblingsmoment von Andreas Herzog als Spieler: „Das Tor von ihm in der Nationalmannschaft gegen Schweden.“

Peter Pacult (Trainer Austria Klagenfurt)
…über die Admira unter Andreas Herzog: „Jetzt ist dieser Umbruch bei der Admira, es gab 8 oder 9 bewusste Abgänge. Das ist aber auch der Weg den die Admira anstrebt. Eben mit jungen Spielern etwas aufzubauen.“

…ob das Wort VAR bei ihm schlechte Gedanken nach der Partie hervorruft: „Ja, dazu möchte ich mich auch gar nicht äußern. Ich möchte nächste Woche gegen Hartberg noch auf der Trainerbank sitzen. Meine Gedanken will ich jetzt nicht preisgeben. Nach der ersten roten Karte ist unser Matchplan mal durch den Haufen geworfen worden. Bei der zweiten roten Karte, wenn man schon VAR macht, sollte man sich die Szene auf der Mittellinie anschauen, dann passiert die Karte nicht. Wenn man aber nach 20 Minuten mit zwei Mann weniger spielt, dann wirst du nicht das Spiel so gestalten können, wie du es mit der Mannschaft vorhattest.“

…was man als Trainer nach so einer Partie zu seiner Mannschaft sagt: „Es ist für unsere Fans schade. Wir haben uns für die Partie viel vorgenommen. So wie es aber gelaufen ist, war nicht mehr drinnen für uns heute.“

…wie das Spiel im Nachhinein analysiert wird: „Wenn man ab der 20ten permanent arbeiten muss, dann werden die Kräfte immer weniger. Die Mannschaft hat sich auch den Plan gehalten. Es passieren dann aber Fehler, die muss man zugestehen. Wir werden die Partie nicht großartig analysieren. Das ist verlorene Zeit.“

…über den Charakter von Klagenfurt: „Wenn man so lange wie wir das Spiel auf null hält, dann hofft man natürlich, dass man es auch zu null zu Ende spielen kann. Dann passieren aber Fehler. Da brauchen wir jetzt keine Sachen uns raussuchen. Der Charakter der Mannschaft stimmt. An diesem werden wir auch nicht rütteln. Jetzt heißt es Kopf hoch. Das Spiel abhaken. War ein bitterer Nachmittag für uns.“

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