Fix: Austria Lustenau holt Ex-Freiburger Jonathan Schmid
Das Bundesliga-Schlusslicht holt einen erfahrenen Erstliga-Kicker aus Deutschland ins Ländle. Dabei kommt es zur Wiedervereinigung zweier Brüder.
Nach Stürmer Anthony Schmid hat die Austria Lustenau am Montag auch dessen prominenten Bruder unter Vertrag genommen: Jonathan Schmid läuft bis zum Ende der Saison in Vorarlberg auf, darüber hinaus gibt es eine Option auf ein weiteres Jahr. Der 33-jährige Offensivspieler absolvierte für den SC Freiburg 198 Bundesligaspiele in Deutschland, dazu kommen 101 weitere für den FC Augsburg und Hoffenheim - seit Anfang Juli stand er allerdings ohne Verein da. In Österreich wurde der Routinier bekannt, weil sich der ÖFB vor einigen Jahren vergeblich um eine Einbürgerung des Franzosen bemüht hatte. Der Vater der Schmid-Brüder stammt aus Niederösterreich.
Schmid selbst erklärte zur Vertragsunterschrift: "Ich habe die Austria seit der letzten Saison natürlich verfolgt und war auch schon im Stadion. Die Atmosphäre hat mich direkt beeindruckt und ich habe von meinem Bruder zudem nur Positives über den Verein gehört. Natürlich ist es auch etwas Besonderes, das gleiche Trikot wie Anthony zu tragen und gemeinsam auf dem Platz stehen zu können. Ich will für Lustenau alles geben, viele Spiele machen und speziell durch meine Erfahrung der Mannschaft helfen".
Lustenau-Sportchef Alexander Schneider freut sich über die Verpflichtung: "Auf den ersten Blick ist es vielleicht kein klassischer „Austria Lustenau Transfer“ eines jungen entwicklungsfähigen Spielers, wie sie in den letzten Jahren aufgrund unserer Philosophie häufig passiert sind. Bislang hatten unsere Neuzugänge in dieser Saison ein Durchschnittsalter von 20,9 Jahren und wir sind der Überzeugung, dass es zu diesen Spielern eine gewisse Erfahrung und Hierarchie bedarf, damit wir das Maximum aus dem großen Potenzial der Mannschaft herausholen können. Wir sind uns sicher, dass alle unsere – jungen Spieler von einer Persönlichkeit wie Jonathan, der schon nahezu alle Situationen im Fußball erlebt hat, sehr viel lernen können und er unsere Mannschaft mit seiner unbestrittenen fußballerischen Qualität sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine auf ein neues Level heben wird".