Ralf Rangnick: "Ein Spiel, wie wir uns es vorgestellt haben"
Die österreichische Nationalmannschaft besiegt Deutschland mit 2:0. Die wichtigsten Stimmen zum Spiel.
Österreich – Deutschland 2:0 (1:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 46.000 (ausverkauft), SR Vincic (SLO)
Torfolge:
1:0 (29.) Sabitzer
2:0 (73.) Baumgartner
Österreich: A. Schlager – Posch, Lienhart, Alaba (89./Danso), Mwene (68./Wöber) – Seiwald, X. Schlager – Laimer (89./Entrup), Baumgartner (81./Schmid), Sabitzer (89./Seidl) – Gregoritsch (81./Kalajdzic)
Deutschland: Trapp – Tah, Hummels, Rüdiger – Brandt (52./Henrichs), Gündogan (61./Kimmich), Goretzka (61./Andrich), Havertz (77./Ducksch) – Sane, Füllkrug (46./Müller), Gnabry (61./Wirtz)
Rote Karte: Sane (49./Tätlichkeit)
Gelbe Karten: Mwene bzw. Kimmich
Die Stimmen zum Spiel
Ralf Rangnick (ÖFB-Teamchef): „Wir haben so gut wie nichts zugelassen. Ich kann mich eigentlich an keine richtig klar herausgespielte Torchance erinnern für Deutschland. Und mit dem Ball haben wir auch vieles gut gemacht – noch nicht alles perfekt, weil sonst wär’s höher ausgegangen. Aber insgesamt war das schon ein Spiel, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Julian Nagelsmann (Deutschland-Teamchef): „Es gibt Dinge, wo wir ansetzen müssen. Es geht nur über extrem harte Arbeit und auch über deutsche Tugenden, das ist Fakt. Wir können nicht in Schönheit sterben. Wir werden auch im Sommer keine Verteidigungsmonster werden. Die Mannschaft ist nicht befreit. Wir sind nicht diese Einheit, die wir außerhalb auf dem Platz sind. Wir strotzen nicht vor Selbstvertrauen, das ist einfach Fakt. Das liegt auf der Hand, wenn man die letzten Jahre sieht.“
Marcel Sabitzer (Torschütze zum 1:0): „Österreich – Deutschland ist immer was Spezielles. Wir wollten den Fans zum Abschluss einen Sieg schenken. Eine überzeugende Leistung, die im Kopf hängen bleibt. Ich glaube, wenn man die 90 Minuten sieht, dann war das absolut verdient. Das hätte auch höher ausgehen können. Ich kann mich an kaum eine Chance von denen erinnern.“
Ilkay Gündogan (DFB-Kapitän): „Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit nicht ansatzweise den Fußball gespielt haben, den wir spielen wollten. Wir wussten, dass die österreichische Mannschaft sehr aggressiv verteidigen wird, auf Kontersituationen lauern wird, dass die ins Gegenpressing gehen wird, und genau dazu haben wir sie in der ersten Halbzeit eingeladen und hatten viele einfache Ballverluste. Wir haben keine Lösungen gefunden, das darfst du dir auf dem Niveau nicht erlauben.“