HSV-Fans protestieren gegen geplantes Testspiel mit RB Salzburg
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HSV-Fans protestieren gegen geplantes Testspiel mit RB Salzburg

Erneut sorgt ein Testspiel von RB Salzburg gegen einen deutschen Zweitligisten für Kritik von Fans.

Am Samstag, dem 15. Juli, bestreitet der HSV ein Testspiel gegen Red Bull Salzburg. Für den deutschen Zweitligisten, der in Kitzbühel ein Trainingslager absolviert, soll es ein "echter Härtetest und eine Standortbestimmung" sein. Mit Herausforderungen konfrontiert sieht sich die Vereinsführung jetzt aber bereits vor Ankick, Fans des HSV äußern Kritik und Unverständnis für die Ansetzung - dabei fallen in Sozialen Medien Begriffe wie "Konstrukt", oder "Firmenclub". Auch die Absage des Spiels wird teils vehement gefordert, mitunter von Fanvereinigungen des Vereins. "Aber ein freiwilliges Testspiel ist ein völlig unnötiges Zeichen der Akzeptanz und Legitimation für das Konstrukt RB im Sport", formuliert ein Schreiben. Es stehe konträr zur Vereinsidentität. 

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt äußerte sich beim Trainingsauftakt am Freitag zu der Thematik: "Ein gutes Trainingslager mit guten Gegnern hinzubekommen, war schon sehr schwierig aufgrund der Relegation. Wir haben einen guten Testspielgegner gefunden und das ist das, was zählt. Es ist ein Gegner, mit dem wir uns messen können, der zur Verfügung steht. Und deswegen wird das Spiel stattfinden".

 

Proteste gab es bereits in der Vergangenheit

Fans des HSV sind nicht die ersten, die Kritik an Testspielen gegen RB Salzburg äußern. Im Winter ließ ein Test gegen den Karlsruher SC die Wogen hochgehen, der für das Trainingslager auf Marbella geplant war. Die Deutschen veröffentlichten im Vorfeld sogar eine Stellungnahme, Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer erklärte darin: "Wir wissen, wie kritisch das Konstrukt RB im Fußball, insbesondere in der Karlsruher Fanszene, gesehen wird. Deshalb würden wir ein solches Testspiel nie in Karlsruhe absolvieren. Aufgrund des großen sportlichen Mehrwerts mit einem Test gegen einen Europa League-Teilnehmer und der Alternativlosigkeit mangels anderer Gegner möchten wir das Spiel durchführen". Diese Aussage stieß wiederum in Salzburg auf wenig Gegenliebe. Letztendlich fand das Spiel statt, die "Bullen" feierten einen 3:0-Sieg.

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