Oliver Glasner bei erstem Europa League-Match gesperrt
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Oliver Glasner bei erstem Europa League-Match gesperrt

Das Debüt mit seinem neuen Klub Eintracht Frankfurt auf europäischer Bühne wird der Oberösterreicher verpassen. Die Ursache ist ein mehrfaches Vergehen in den letzten Europacup-Saisonen.

Als Oliver Glasner seine Arbeit bei Eintracht Frankfurt antrat, betonte er noch die "riesengroße Freude" auf die kommende Europa League-Saison. Nun wird der 46-jährige Coach das erste Gruppenspiel seiner Mannschaft nicht auf der Trainerbank, sondern aus der Ferne begleiten müssen. Die UEFA verhängte eine Sperre für ein Spiel, weil Glasner mit seinem Ex-Klub Vfl Wolfsburg wiederholt zu spät aus den Kabinen zum Anpfiff gekommen ist.

 

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Das Urteil veröffentlichte die UEFA-Diszipilinarkommission bereits im vergangenen Herbst. Der ausschlaggebende Grund für die Sperre war die Partie gegen AEK Athen in der letztjährigen Europa League-Qualifikation. Dort betraten die Wölfe unter Glasner den Rasen zum dritten Mal binnen zwölf Monaten verspätet. Schon zuvor sei dies am 20. Februar 2020 gegen Malmö FF und am 5. August 2020 gegen Shakhtar Donezk der Fall gewesen. Bereits nach der Partie gegen Donezk brummte die UEFA den Wolfsburgern eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro auf und sperrte Oliver Glasner für ein Spiel - auf Bewährung.

Da sich der Ex-LASK und Ried-Coach aber gegen Athen denselben Fauxpas nur zwei Monate später erneut erlaubte, griff der europäische Verband durch und setzte die angekündigte Konsequenz durch. Ein Spiel ohne ihren neuen Chef werden die Frankfurter jedoch wahrscheinlich verkraften können. Zudem hat Glasner mit Michael Angerschmid und seit Kurzem Ronald Brunmayr zwei Co-Trainer an seiner Seite, die er seit Jahren kennt und auf deren kompetente Vertretung wohl Verlass sein darf.

 

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