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Ziel verfehlt [Zuschauer:innencheck 2. Liga, 27. Runde]

Für die Meisterfeier vor eigenem Publikum hat sich der GAK knapp zu viel vorgenommen, bewegt sich aber weiterhin in eigenen Sphären.

 

+ + 90minuten.at PLUS - Ein Zuschauer:innencheck von Daniel Sauer + +

 

Standesgemäß führt der GAK die Zuschauer:innenstatistik auch in Runde 27 an, die eigens hoch gelegte Latte aber knapp gerissen. 7.900 waren beim Heimspiel gegen den SV Horn vor Ort, 8.000 hat man sich im Vorfeld vorgenommen. Ein eindrucksvoller Saisonrekord ist es trotzdem, außerdem der Spitzenwert seit der Ligareform und der beste seit dem 5. August 2016. Damals empfing Wacker Innsbruck die WSG Wattens vor 9.026 Fans im Tivoli, es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine im Profifußball seit 1971. 

Dank eines attraktiven Gegners in Form der SV Ried konnte der SKN St. Pölten seine Zahlen leicht steigern. 1.328 Fans wurden am Freitag gezählt, ein Plus von rund 300 gegenüber dem Stripfing-Heimspiel vor zwei Wochen. Angesichts der krisenreichen Saison muss man den SKN-Fans zugutehalten, dass auf den Schnitt des wesentlich erfolgreicheren Vorjahres nur wenig fehlt.

 

Ligaweit durchwachsene Zahlen

Einige Kilometer weiter östlich lässt die Admira ihre Saison wesentlich versöhnlicher ausklingen. In allen sechs Heimspielen des Frühjahres blieb der Verein ungeschlagen, in fünf waren über 1.000 Fans vor Ort - am Freitag gegen den DSV Leoben sogar 1.010. Davon kann der FAC aktuell nur träumen, die Floridsdorfer blieben auf ihren Tribünen in 13 von 14 Heimspielen dreistellig. Auch gegen den FC Dornbirn waren am Samstag nur 588 dabei, ein Negativrekord für die Saison 2023/24. Sportlich läuft es aber, deshalb macht sich der Verein berechtigte Hoffnung auf ein neues Stadion (>> Mehr dazu im Exklusiv-Bericht “Gebaut oder nicht gebaut: So steht es um Österreichs Stadionprojekte”).

Kapfenberg bleibt mit 500 Fans beim Spiel gegen den SKU Amstetten zwar unter dem eigenen Schnitt, erlebt aber trotzdem die zuschauer:innenreichste Saison seit 2013/14. Mit 350 Zuschauer:innen beim Spiel gegen die Vienna schreibt der FC Liefering überdurchschnittlich an, es ist der viertbeste Wert der Saison 2023/24. 

Das Publikum bei Heimspielen von Schwarz-Weiß Bregenz hat sich seit Saisonbeginn drastisch verkleinert, mit 350 Zuschauer:innen gegen den SV Stripfing sind die Vorarlberger wieder auf Regionalliganiveau angekommen. Über die ersten vier Partien waren noch im Schnitt 1.405 im Stadion. Sturm Graz II hat nur mehr geringe Chancen auf den Klassenerhalt und muss auf vorteilhafte Ergebnisse des Lizenzierungsverfahrens hoffen. Sportlich ist der Verein auf einem Abstiegsplatz festgefahren, besiegelt wurde das von einer klaren Heim-Niederlage gegen den SV Lafnitz vor 241 Zuschauer:innen.

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