Andreas Heraf: "Müssen gegen Blau Weiß Linz zu 100% gewinnen"
RZ Pellets WAC und SC Austria Lustenau trennen sich mit 1:1. Die wichtigsten Stimmen der Partie bei Sky Sport Austria.
Wir haben heute eine super Leistung gezeigt und wenn wir das nächste Woche nochmal auf den Platz bringen können, dann haben wir gute Chancen
RZ Pellets WAC – SC Austria Lustenau 1:1 (1:1)
Schiedsrichter: Arnes Talic
Manfred Schmid (Trainer RZ Pellets WAC):
…über das Spiel: „Im Moment ist es leider so, dass wir uns alles hart erarbeiten müssen. Es geht nichts leicht von der Hand. In der ersten Halbzeit war es eigentlich so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben uns den Gegner hergerichtet und viel investieren müssen, um zu Chancen zu kommen. Es ist auch ein Zeichen, wenn man ein Traumtor braucht, um in Führung zu gehen. Wir hätten in der 1. Halbzeit auch mit 2:0 in Führung gehen können. Dann bekommst du das Gegentor, woraufhin man gesehen hat, dass der Kopf wieder dabei ist. Im Moment fehlt uns vorne leider die Durchschlagskraft. Wir können den ein oder anderen Spieler leider nicht so ersetzen.“
…über die vermeintliche Rote Karte gegen Chato: „Für mich ist es von hinten ohne Ball. Für mich ist es eine ganz klare Rote Karte. Das hat das Spiel natürlich beeinflusst.“
…über die zweite Halbzeit: „Natürlich hat es etwas mit dem Gegentreffer zu tun gehabt. Man sieht in vielen Aktionen, dass die Spieler verunsichert sind und der Kopf mitarbeitet. Es ist extrem schwer im Moment. Wir müssen uns alles hart erarbeitet.“
…auf die Frage, ob er verunsichert ist: „Es waren schon schwierige Situationen in meinem Leben. Ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen muss. Ich muss ihnen Lösungen geben, denn das ist meine Aufgabe. Ich stehe in der Verantwortung und werde das auch tun. Wir müssen weiterarbeiten und kommen da gemeinsam wieder raus.“
Andreas Heraf (Trainer SC Austria Lustenau):
…über das Spiel: „Meine Mannschaft hat den Matchplan perfekt umgesetzt. Die einzige Sache, die nicht gepasst hat, war, dass wir durch einen Glücksschuss mit 0:1 in Rückstand gegangen sind. Wir wollten mit einem 0:0 oder vielleicht einem glücklichen 1:0 in die Pause gehen und wollten dann in der zweiten Halbzeit über Pressing und über Umschaltsituationen erfolgreich sein. Meine Mannschaft hat es in der zweiten Halbzeit überragend gemacht und hat Pressing gespielt. Der WAC hat sich dann nur noch über lange Bälle befreien können. Wir haben sie so unter Druck gesetzt, dass es überhaupt keinen Spielaufbau mehr gegeben hat, wie beispielsweise in der 1. Halbzeit. Wir hatten super Umschaltsituationen und haben drei bis vier hundertprozentige Torchancen nicht genutzt. Alles in allem war es eine tolle Leistung meiner Mannschaft. Auch ich stehe für Pressing. Es ist dann schon zäh, wenn der Punkteabstand gleichbleibt. Die Spiele werden immer weniger. Es wird schwierig, aber wir geben nicht auf.“
…über die Chancenverwertung: „Von der Bank sieht es so aus, wie wenn es hundertprozentige Torchancen sind. Es war auch so. Er muss die Chance einfach reinmachen, denn dann gewinnen wir das Spiel. Das wäre der Plan gewesen. Dass es für uns nicht einfach ist, ist kein Geheimnis, aber so, wie wir heute gespielt haben, ist es möglich, nochmal anzuklopfen. Heute waren wir knapp dran, aber am Dienstag ist schon die nächste Chance. Es werden immer wenige Spiele, aber die Möglichkeit, diesen Rückstand aufzuholen, ist nach wie vor gegeben.“
…über die Bilanz bei Auswärtsspielen: „Es ist wirklich überraschend. Ich glaube, dass es bei uns wenig Bedeutung hat. Es hat sich einfach im Verlauf der Saison so ergeben, dass wir zuhause kaum Punkte gemacht haben und es auswärts besser läuft. Ich fokussiere mich auf das, was ich beeinflussen kann. Seitdem ich hier bin, haben wir zehn Punkte geholt. Es ist ein anständiger Wert, aber noch immer zu wenig, um da unten rauszukommen. Wir haben es schon einmal gezeigt, dass wir angeklopft haben und die Möglichkeit hatten, vom letzten Platz wegzukommen. Jetzt müssen wir Gas geben und nochmal hoffen, dass wir so eine Chance bekommen. Ich sehe keinen Grund, warum es auswärts besser als zuhause läuft.“
…über den Abstiegskampf: „Das direkte Duell gegen Blau Weiß Linz müssen wir zu 100% gewinnen. Das ist die Voraussetzung und die Basisüberlegung an diesem Nichtabstieg. Wenn wir dies schaffen, dann fehlen uns drei Punkte auf Blau Weiß Linz. Für diese drei Punkte haben wir noch vier Spiele Zeit.“
Lukas Fridrikas (SC Austria Lustenau):
…über das Unentschieden: „Wir haben eine überragende zweite Halbzeit gezeigt, speziell in unserer Ausgangslage als Letzter. Wir haben richtig Druck gemacht und auf dem ganzen Platz gepresst. Dann fehlt das nötige Quäntchen Glück auch bei den Standards. Es ist natürlich bitter, dass wir es nicht geschafft haben, den Ball über die Linie zu drücken.“
…über die zweite Halbzeit: „Wir sind sehr oft in gute Positionen gekommen, aber dann fehlt einfach die letzte Lässigkeit, Coolness oder der letzte Wille, dass du den Ball dann über die Linie drückst. Wir können definitiv auf diese zweite Halbzeit aufbauen. Es hängt natürlich damit zusammen, dass wir kurz vor der Halbzeit ein Tor gemacht haben, was dir dann natürlich Auftrieb gibt. Die Taktik haben wir im Training diese Woche schon einstudiert, dass wir bei Gleichstand auf Sieg spielen wollen. Wir haben es auch gut umgesetzt, aber konnten uns dafür leider nicht belohnen.“
…über den Abstiegskampf: „Es sind fünf Spiele und 15 Punkte zu holen. Blau Weiß Linz muss auch erstmal gewinnen. Wir müssen einfach gewinnen. Die Situation hat sich nicht verändert und war vor dem Spiel genau die gleiche. Wir haben heute eine super Leistung gezeigt und wenn wir das nächste Woche nochmal auf den Platz bringen können, dann haben wir gute Chancen, dass wir zuhause mit den Fans im Rücken drei Punkte holen.“