Wimmer nach Slapstick-Tor: "Draußen denkt man sich auch, warum schon wieder"
FK Austria Wien gegen SK Austria Klagenfurt endet mit 2:2. Die wichtigsten Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.
Im Fußball zählen Tore. Ob es leistungsgerecht ist, sollen andere beurteilen
FK Austria Wien – SK Austria Klagenfurt 2:2 (1:1)
Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca
Michael Wimmer (Trainer FK Austria Wien):
…über das späte Unentschieden: „Es ist extrem wichtig für die Moral. Ein Kompliment an die Jungs, sie haben bis zum Schluss alles hineingeworfen. Auch ein Kompliment an die Fans, die haben uns unterstützt bis zum Schluss. Dann so ein Lucky Punch zum Schluss. Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber so ist es extrem wichtig für die Moral und lässt uns jetzt in der Länderspielpause auch besser arbeiten.“
…über die Fehler vor den Gegentoren: „Wir machen gleich das Tor, sind super im Spiel und kriegen dann aus einer Verkettung von Unglücklichkeiten das 1:1 aus dem Nichts. Es ist natürlich bitter und draußen denkt man sich auch, warum schon wieder. Man muss weitermachen und das haben die Jungs gemacht. Wir haben eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt. Klar haben wir die Chancen, die wir hatten, nicht reingemacht und hatten mit zwei Lattenschüssen etwas Pech. Dann passen wir bei einem Standard nicht auf, das müssen wir besser machen. Sie haben bis zum Schluss weitergemacht und es freut mich, dass sie sich am Schluss noch mit einem Punkt belohnt haben.“
…im Vorfeld über seine Einstellung: „Ich hinterfrage jeden Tag mein Training und ich hinterfrage jeden Tag meine Ansprachen. Ich habe mit meinem Co-Trainer einen Spiegel, den ich ständig nerve und frage: War es zu viel, war es zu wenig? Muss ich mehr, muss ich weniger? Auch meine Frau kann ein Lied davon singen, selbst die frage ich, wie etwas wirkt, weil ich glaube, das Wichtigste ist immer vor der eigenen Haustür zu kehren.“
Andreas Gruber (Spieler FK Austria Wien):
…über das Unentschieden: „Wir haben immer gezeigt, dass wir den Kopf nicht hängen lassen, dass wir immer weiter Gas geben und nach vorne spielen, auch wenn wir durch zwei Tore in Rückstand geraten. Wir haben immer daran geglaubt und auch ich habe gewusst, ich kriege noch meine Chance. Dass ich ihn dann so schön reinhaue, da bin ich überglücklich, dass wir wenigstens den einen Punkte gemacht haben.“
…über das Gegentor zum 1:1: „Es ist bitter. Er will klären und kriegt ihn genau vor die Füße. Es passt derzeit genau zu unserem Spiel. Wir spielen brav und gut nach vorne und belohnen uns einfach nicht und kriegen blöde Tore. Das verfolgt uns jetzt schon eine ganze Zeit. Da müssen wir jetzt raus, weiter trainieren und Gas geben und dann fällt das vielleicht wieder auf unsere Seite.“
Peter Pacult (Trainer SK Austria Klagenfurt):
…über das Spiel: „Im Fußball zählen Tore. Ob es leistungsgerecht ist, sollen andere beurteilen. Es war hüben wie drüben die Möglichkeit da. Wir haben schon wieder die ersten Minuten nicht auf den Platz gebracht, haben dann aber eine gute Antwort darauf gehabt. Dann war es ein Spiel, das offen war. Gute Chancen für Austria Wien, aber auch wir haben unsere Möglichkeiten gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir zehn Minuten nicht gut ins Spiel gefunden, dann hat sich die Mannschaft wieder erfangen. Es fällt das 2:1 für uns, aber in den letzten zwei Minuten waren wir einfach nicht clever genug bei zwei Situationen, um den Ball zu klären. Im Großen und Ganzen ein gerechtes Remis.“
…über die bisherige Saison: „Wenn man nach sechs Spielen ungeschlagen ist, spricht das für die Mannschaft. Wir nehmen das mit in die Pause und werden auch dementsprechend arbeiten für die zweite Phase.“