Schwarz-Weiß Bregenz droht wegen Brasilianern ein Verfahren
Nachdem die Finanzpolizei diese Woche bei zwei Vorarlberger Amateurvereinen eine unerlaubte Beschäftigung brasilianischer Kicker aufdeckte, bekommt auch 2. Liga-Klub Schwarz-Weiß Bregenz Probleme wegen dreier Zuckerhut-Kicker.
Lediglich mit einem 90-tägigen Touristenvisum waren die brasilianischen Kicker bei den zwei Unterhausklubs beschäftigt, die Finanzpolizei wirft den Klubs vor, dass diese keine Beschäftigungsbewilligung vom AMS hatten und keine Sozialversicherungsbeträge bezahlt wurden. Sie sind einige von rund 90 Kickern aus dem südamerikanischen Land, die in Vorarlberg kicken. Drei davon spielten auch bei Schwarz-Weiß Bregenz - und auch Gabryel Monteiro, Matheus Lins und Ricarco dürften keine Arbeitsbewilligung gehabt haben, wie die 'APA' berichtet.
Nun droht ein Verfahren
24 Saisonspiele wurden von den Dreien absolviert, Monteiro und Lins waren gar Stammkräfte. SWB-Präsident Thomas Fricke erklärt gegenüber den 'VN', dass man im Juli um die entsprechende Rot-weiß-Rot-Karte für diese beiden angesucht hatte und dann von der Bezirkshauptmannschaft und dem AMS hingehalten wurde. "Wir haben immer mit offenen Karten gespielt, denn wir wollten und wollen sie als Profis anmelden", so Fricke, der meint, man habe sich entschlossen, die Kicker nach Hause zu schicken.
Die Spieler wären auch gar nicht vom Verein bezahlt worden. Das könnte nun zu eiem Verfahren führen. Die Bundesliga wird möglicherweise ein Verfahren einleiten, gegenwärtig prüfe man die Angelegenheit. Eine Strafverifizierung ist aber ausgeschlossen, die drei Spieler hatten Touristen-Visa und waren als Amateure angemeldet. Somit verfügten sie über eine korrekte Spielberechtigung.