Stefan Reiter: "Wir werden das Budget einhalten können"
BW-Linz Manager Stefan Reiter spricht im Interview mit dem Volksblatt über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den österreichischen Fußball und den eigenen Klub BW Linz.
Stefan Reiter im Interview mit dem Volksblatt ...
... auf die Frage, ob er glaubt, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt werden kann: "Ich kann es mir aus mehreren Gründen sehr schwer vorstellen. Es ist nach den jüngsten Aussagen des Sportministers wohl jedem klar, dass es zumindest bis Juni unmöglich sein wird, Spiele mit Zuschauern durchzuführen. Aber auch ohne Zuschauer wird es früher kaum möglich sein. Ein Fußballspiel besteht ja nicht nur aus den 25 Personen auf dem Feld, da gibt es ja das Rundherum. Wie kann man die Leute, davon abhalten, dass sie sich in die Nähe des Stadions begeben. Dazu kommt: Die Leute werden ausgehungert sein vom Fußball und von sozialen Kontakten, die werden jede Gelegenheit nutzen, sich zu treffen, auch um gemeinsam Fußball zu schauen."
... auf die Frage, ob die Krise für Vereine existenzbedrohend ist: "Ja, auf jeden Fall, weil wir uns im Profifußball aus drei Säulen finanzieren. Das sind Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder und Beträge aus TV-Verträgen. Alle drei Säulen sind problematisch, die Zuschauereinnahmen fehlen jetzt, die TV-Gelder werden sich dort, wo vorhanden, für die aktuelle Saison verringern und bei den Sponsorenzahlungen besteht die Gefahr, dass sie nächste Saison kleiner werden, weil sicher viele Unternehmen nach der Coronakrise selbst Probleme haben werden."
(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)
... über die Situation bei BW Linz: "Momentan schaut es so aus, dass es unserem Verein das zweite Mal binnen weniger Monate gelingt, wirtschaftliche Turbulenzen positiv zu erledigen. (...) Wir sind durch die zu 100 Prozent gelungene Sanierung und die wirtschaftliche Umstrukturierung so gut vorbereitet, dass auch die Vorschau auf die Saison 2020/21 positiv ist und wir durch die Coronakrise in keine Schwierigkeiten kommen. Das Budget ist aber sehr konservativ, ein echtes Sparbudget — das werden wir einhalten können."
90minuten.at-Exklusiv: