FIFA will zeitnahe Lösung für Transfermarkt

Laut FIFA-Boss Gianni Infantino werde die Task-Force, die sich mit den Fragen zum Transfermarkt beschäftigt, zeitnah Lösungen präsentieren.

Die FIFA arbeitet derzeit an einer Lösung für Transfers. Auch die Sportchefs der Bundesligisten machen sich Gedanken über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Transfermarkt. Etwa Red Bull Salzburg-Sportchef Christoph Freund. Die Bullen konnten in den letzten Jahren kräftig am Kuchen des internationalen Transfermarkts mitnaschen, verpflichteten zuletzt selbe Kicker wie Wöber und Okafor im zweistelligen Millionenbereich: "Der Fußball steht in der Pyramide ganz oben, profitiert, wenn es Wirtschaft und Gesellschaft gut geht. Weil es Entertainment ist, für das bezahlt wird und große Reichweiten erzielt werden. Es wird sicher für eine gewisse Zeit nicht mehr so viel Geld im Markt sein. Viele Vereine werden sich mögliche oder geplante Transfers sehr gut überlegen oder eben nicht machen können." In diesem Sommer werde es weniger Transfers geben, da das Volumen kleiner sei, sagt er gegenüber der 'APA'.

 

Stöger skeptisch, andere sehen Vorteile

Austria Wien-Sportvorstand Peter Stöger sieht die Sache bei 'ViolaTV' differenzierter und verweist auf die Vergangenheit: "Wenn ich überlege, was nach der Bankenkrise 2008, 2009 alles erzählt wurde und es sich dann rasant entwickelt hat und stündlich alles teurer geworden ist - mal sehen, was noch kommt." Vorteile sieht hingegen der aktuelle Tabellenführer LASK. "Der Transfermarkt wird sicher einbrechen, große Ablösesummen wird erstmal niemand bezahlen", sagte Jürgen Werner dem 'Weekend-Magazin'. Das wäre sogar ein Vorteil, der Kader könne so besser zusammengehalten werden. 

Beim SK Rapid stehen die Planungen still, wie Zoran Barisic erklärt: "Auch bei uns sind natürlich vorerst alle Überlegungen auf Eis gelegt. Noch ist es aber viel zu früh, hier konkrete Aussagen machen zu können." Die Sportchefs der kleineren Klubs sehen hingegen sogar Vorteile. "Schwierig" sei die Lage beim WAC, wie Vize Christian Puff illustriert. Man sei durch die Europa League und die Transfers der letzten Monate gut aufgestellt, erwarte aber weniger Transfers: "Wir loten derzeit in Gesprächen die Tendenz aus und müssen uns auf alle Eventualitäten vorbereiten. Ich denke schon, dass der eine oder andere denkt, 'ich bin beim Club ganz gut aufgehoben', gerade jetzt, wo die Vereine ganz andere Themen haben."

 

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