Corona: Rapids Peschek will keine "Abschaffung von 50+1 über die Hintertür"

Rapids Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek warnt davor, trotz Corona und den wirtschaftlichen Herausforderungen Bestimmungen gegen Investoren aufzuweichen.

""In der momentanen Krisensituation könnte es vielleicht für den einen oder anderen Klub verlockend sein, die Diskussion über die Aufweichung oder Abschaffung von 50+1 über die Hintertür zu führen und damit die Öffnung für Investoren zu ermöglichen", erklärt Christoph Peschek bei 'Laola1.at'. Der Rapid-Geschäftsführer hielte es für einen gravierenden Fehler, die gegenwärtige Situation dafür zu nutzen, wie er es in Deutschland, aber auch punktuell in Österreich eruiert. Der Hintergrund seiner Vorbehalte gegenüber Investoren ist folgender: ""Denn ein Investor hat natürlich wirtschaftliche Interessen und möchte letztlich mehr verdienen als er investiert hat. Daher ist er ja auch ein Investor. Ich bin der Meinung, dass es für den Fußball als Kulturgut und auch für die Identität eines Klubs schlecht wäre."

 

"Geisterspiele tun weh"

Dass die Krise da ist, sei nicht wegzudiskturieren: " Wir alle haben Fixkosten, die wir versucht haben, so gut es geht zu senken. Wenn wir unseren Zweck, das Fußball spielen, nicht erfüllen können, dann wird es für alle Klubs in Österreich und auch in Europa, wie bei jedem anderen Unternehmen auch, ohne Unterstützung nicht dauerhaft möglich sein, diese Krise zu bewältigen." Da müsse man auch Geisterspiele in Kauf nehmen. "Geisterspiele tun uns im Herzen weh. Der noch größere Schaden wäre aber der Abbruch der Saison. Daher gilt es die Liquidität der Klubs sicherzustellen, damit wir das nächste Geschäftsjahr möglichst mit der vollen Anzahl an Vereinen beenden können", meint der Geschäftsführer.

Wie es mit den Sponsoren aussieht, ist nicht ganz abschätzbar: "Wie dann Unternehmen möglicherweise selbst von der Krise betroffen sind, kann ich nicht beurteilen, da will ich öffentlich keine Mutmaßungen anstellen. "Wir sind in einem regelmäßigen Austausch. Ich bin laufend in Kontakt mit Sponsoren, Funktionären und Fanvertretern, um alle up to date zu halten. Ich habe den Eindruck, dass alle mithelfen wollen, den SK Rapid zu unterstützen."

 

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