Martin Hinteregger: "Ich habe meine Lehren daraus gezogen"

Der ÖFB-Legionär äußerte sich zum ersten Mal über seinen Vorfall beim letzten Lehrgang der Nationalmannschaft.

Wir träumen immer von der Idealvorstellung, von der perfekten Welt. Die gibt es aber nicht. Praktisch jeder Mensch macht Fehler, beruflich wie privat.

Martin Hinteregger

Im letzten Lehrgang der österreichischen Nationalmannschaft leistete sich Martin Hinteregger einen Fehltritt. Nach dem Sieg gegen Lettland überzog er den Zapfenstreich und wurde dadurch für das Spiel gegen Polen suspendiert. Bis jetzt äußerte er sich zu diesem Thema  nicht.

Allerdings brach er in einem Gepräch mit der Kleine Zeitung nun sein Schweigen. Der ÖFB-Legionär meint: "Ich habe mich bis zu diesem Moment öffentlich nicht dazu geäußert. Das tue ich jetzt: Ja, es stimmt, ich habe meinen Geburtstag gefeiert, zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Es tut mir leid. Ich habe meine Lehren daraus gezogen. Das Wichtigste: Mannschaft und Trainer haben meine Entschuldigung akzeptiert. Damit ist das Thema für mich auch erledigt - endgültig."

"Die perfekte Welt gibt es nicht"

Dazu äußerte sich Hinteregger zum Thema Vorbildfunktion und einer perfekten Welt im Fußball: "Wir träumen immer von der Idealvorstellung, von der perfekten Welt. Die gibt es aber nicht. Praktisch jeder Mensch macht Fehler, beruflich wie privat. Das passiert, so ist das Leben. Wären im Fußball alle fehlerlos, würde ja jede Partie 0:0 enden."

Er selbst ist gespannt, ob er in den nächsten beiden Spielen in der Startelf steht: "´Poschi´ (Anm.: Stefan Posch) hat es gegen Polen richtig gut gemacht. Generell sind wir in Österreich auf der Innenverteidiger-Position sehr gut aufgestellt, müssen uns da keine Sorgen machen. Ich bin selbst schon gespannt, wie der Teamchef aufstellen wird."