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Starke Gegner für U19 in neuem UEFA-Bewerb

Die UEFA testet für die UEFA U19 EURO 2022 ein neues Format - das bereits 2020 anläuft. Österreich ist in der höchsten von drei Ligen gesetzt und spielt gegen England, Italien und Serbien um den Klassenerhalt. (Text: ÖFB)

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Neben den Auslosungen zu den Elite- bzw. Qualifikationsrunden der UEFA U17- bzw. U19 EUROs 2020 bis 2021 erfolgte am Dienstag im UEFA-Hauptquartier in Nyon (SUI) eine weitere Auslosung. Nämlich jene für das 2020 bis 2022 erstmals zur Austragung kommende, neue Format der UEFA U19 EURO.

Mehr Pflichtspiele, kein "Kanonenfutter"

Dabei werden die Teams ab Herbst 2020 ähnlich wie in der UEFA Nations League in einem Zweijahreszyklus in Gruppen gegeneinander antreten.

Aufgrund ihres Koeffizienten sind die Österreicher zum Start dieses ersten Durchlaufs des neuen Formats in die höchste von drei Ligen (A-Liga) eingeteilt worden. Insgesamt haben 54 Nationen für den neuen Bewerb, der im September 2020 startet, gemeldet. Auch die Slowakei als Gastgeber der U19-EM-Endrunde 2022 nimmt am Liga-Betrieb teil.

Ein Grund für die Änderung des Formats ist laut UEFA die höhere Anzahl an Bewerbsspielen für U19-Nationalteams. Die Endrunde nicht mit eingerechnet, absolvieren die Teams derzeit maximal zwei Miniturniere (Qualifikationsrunde und Eliterunde) mit insgesamt sechs Spielen pro Jahrgang. Fortan treten alle Mannschaften in mindestens zwei Mini-Turnieren mit jeweils zumindest zwei Spielen an.

Außerdem treffen in den vier bzw. fünf Gruppen innerhalb der drei Ligen ausschließlich Teams mit ähnlicher Spielstärke aufeinander. Die in den Qualifikationsphasen bisher regelmäßigen zweistelligen Ergebnisse sollen damit der Vergangenheit angehören.

Die Spieler steigen direkt nach den U17-Bewerben in den neuen Wettbewerb ein, sodass sie zum Zeitpunkt der Endrunde in die U19-Altersklasse fallen (geboren nach dem 1. Januar 2003). Die Überschneidung hat zur Folge, dass es in Zukunft in jedem Jahr zwei U19-Nationalteams gibt. 

Vier Runden, zwei Jahre, Auf- und Absteiger

Der Weg zur Endrunde, in diesem Fall zur UEFA U19 EURO 2022 in der Slowakei, soll in Zukunft nicht mehr über Qualifikationsrunde und Eliterunde, sondern über insgesamt vier Runden und zwei Jahre führen. Wobei die ersten beiden Runden im ersten Jahr, und die zweiten beiden Runden im zweiten Jahr gespielt werden.

Während in den ersten zwei Runden noch alle drei Ligen ihre Spiele austragen, finden in der dritten Runde nur noch A- und B-Liga und in der vierten Runde nur noch die A-Liga statt. In jeder der ersten drei Runden werden Auf- und Absteiger ermittelt, am Ende der vierten Runde dann die sieben EM-Teilnehmer. Der Veranstalter ist gesetzt, nimmt aber trotzdem an den ersten beiden Runden des Liga-Betriebs teil. Vor jeder Runde erfolgt eine neue Auslosung.

Los bringt Österreichern attraktive Gruppe

Die Auslosung der ersten Runde bescherte den Österreichern ein Hammerlos. Die Auswahl des Jahrgangs 2003 trifft in Gruppe 4 der A-Liga auf Gastgeber England, Italien und Serbien. Die Österreicher kämpfen zwischen 11. und 17. November 2020 auf der "Insel" um den Verbleib in der A-Liga. Dazu wäre zumindest der dritte Platz notwendig.

ÖFB-Teamchef Martin Scherb: "Wir haben eine super Gruppe erwischt und freuen uns riesig, dass wir uns mit den absoluten Topteams des Jahrgangs messen können." Mit den Engländern (2:4, 2:4, 3:5) und den Italienern (3:2, 1:1) kreuzte der Jahrgang 2003 bereits mehrmals in freundschaftlichen Länderspielen die Klingen. Ende 2020 kommt es dann also zu jeweils einem Pflichtspiel-Duell. Auch deshalb sieht der Teamchef dem neuen Modus positiv entgegen. "Die Spiele gegen die Gegner aus Topf 3 und 4 fallen weg. Wir müssen ab dem ersten Turniertag voll da sein, um mit den besten Teams mithalten zu können. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an", so Scherb.

UEFA U19 EURO 2020-22, A-Liga, Gruppe 4 in England (11.-17.11.2020)
Italien
England
Serbien
Österreich

Runde zwei wird in der ersten Jahreshälfte 2021 gespielt – die Auslosung erfolgt im Dezember 2020.

UEFA erwägt neues Format auch für andere Bewerbe

Die Entscheidung für den Test dieses neuen Formats wurde am 29. Mai 2019 vom UEFA-Exekutivkomitee getroffen. Bewährt es sich, könnte es – nach einem zweiten U19-Testlauf (2021-2023) – ab 2023 auch auf die U17 EURO angewendet werden.

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