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Konzentriertes Salzburger Meisterstück gegen ratlose Rapidler [Momentum am Montag]

Red Bull Salzburg liegt acht Runden vor Schluss sieben Zähler vor dem ersten Verfolger SK Rapid und wird nach dem 3:0 in Hütteldorf bald endgültig den achten Titel in Folge bejubeln können.

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Der Moment, als André Ramalho nach einem Eckball das verdiente 1:0 gegen den SK Rapid erzielte, ist unser Momentum am Montag.

Der SK Rapid war erster Verfolger von Red Bull Salzburg. Böse Zungen könnten behaupten, dass es Red Bull-bedingt ohnehin nie ein Titelrennen gab, an dieser Stelle sei immer erwähnt, dass die Austria 12/13 auch nur zwei von zwölf Punkten gegen die Bullen holte und Meister wurde. Darum sei das "war" noch einmal betont. Etwaige Diskussionen rund um ein Ende der Meisterserie des Serienmeisters wurden im Grunde bereits mit dem Anpfiff am Sonntag um 17 Uhr beendet. Die Marsch-Elf ging konzentriert zur Sache, Rapid brachte keinen Schuss auf das Tor von Cican Stankovic, drei Abschlüsse verbuchte man. Die Bullen feuerten 22 Schüsse Richtung Strebinger, zehn Mal auf das Tor, so viel zur nackten Statistik. Über die rote Karte kann man diskutieren – dass das Schiedsrichterteam zwei reguläre Treffer zu unrecht nicht gegeben hat, muss man dann auch erwähnen, genauso wie das eine oder andere Hösche der Gäste. Auch wenn die Tore zwei und drei erst spät fielen, die Hütteldorfer waren gestern in allen Belangen unterlegen. Die Szene zu Beginn, in der Kara und Stojkovic zusammen krachten, steht dabei sinnbildlich für Rapid unter Didi Kühbauer gegen Salzburg: Ein Sieg im Februar 2019, ein Unentschieden in dieser Saison, sonst neun Niederlagen in Cup und Liga, darunter ein 2:7 und ein 2:6. Während sich die Hütteldorfer generell spielerisch verbessern und zurecht die Nummer zwei sind, fehlt Kühbauer gegen Salzburg eine Lösung. 

 

Meistergratulation

Der Code ist eben im Gegensatz zur LASK-DNA (noch) nicht geknackt. Der Unterschied zwischen einem echten Titelrennen und der Realität sind derzeit übrigens genau die drei Spiele zwischen den Klubs: Salzburg gewann zwei, holte ein Remis, macht sieben Punkte. Dieser Rückstand sei nun unmöglich aufzuholen, heißt es aus dem Lager der Sonntagsverlierer. Nach dem Match sagte Dietmar Kühbauer: „Es ist jetzt klar, dass Salzburg wieder Meister ist. Alles andere wäre aber eh eine Sensation gewesen.“ Auch wenn sich die Bullen um klare Ansagen drücken: Der Vorsprung auf die Konkurrenz ist nach aller Wahrscheinlichkeit jetzt schon zu groß und der achte Titel in Folge den Salzburgern kaum noch zu nehmen. Die gerade angesprochenen Athletiker könnten am kommenden Wochenende daran arbeiten, dass noch einmal Spannung aufkommt. Dass die Mozartstädter aber nun schon weit enteilt sind, hat auch mit der eigenen Entwicklung zu tun.

 

Cleverness oder Entwicklung?

Jesse Marsch hat in der kurzen Wintervorbereitung das Augenmerk auf die Defensive gelegt. Die Bilanz in den zwölf Ligapartien vor der Pause: Acht Siege, drei Niederlagen, ein Remis, 15 Gegentreffer. In den zwölf Runden seit dem Jahreswechsel: elf Siege, eine Niederlage, zehn Gegentore. Das ging allerdings kaum zulasten der Offensive, misst man das nur an den Toren. 2020 erzielte man 39 Tore, allerdings auch gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte. 34 Tore sind es nun. Allerdings agiert man nicht mehr ganz so forsch, passt sich ein bisschen mehr an den Gegner an, sucht mehr den Endzweck. Eine legitime Herangehensweise – vielleicht etwas unattraktiver für den Zuseher, aber unter Umständen eine gute Idee hinsichtlich der internationalen 2021/22er-Saison. Gerade in der Gruppenphase der Champions League fehlte – gegen deutlich stärkere Gegner – hinten einiges, vorne die Kaltschnäuzigkeit.

 

Die Lücke schließen

Red Bull Salzburg bleibt die unumstrittene Benchmark im heimischen Fußball, in beinahe jeder Hinsicht. Für die Fans der anderen Vereine ist das schade, weil beinahe jeder Titel an die Salzach wandert. Die anderen Klubs müssen schlichtweg weiterhin danach trachten, die Lücke zu schließen. Mit Geduld und Plan, nicht mit Aktionismus. Das scheint bei den gegenwärtigen Verfolgern mit Respektabstand, namentlich Rapid, LASK und Sturm, im sportlichen Bereich zu passen.

Und dann wird irgendwann ein anderer Klub auch in den direkten Duellen den Salzburg-Code knacken.

 

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