International mussten sich die Grün-Weißen im Conference-League-Playoff dem schottischen Vizemeister Heart of Midlothian im Elfmeterschießen beugen. National ist der SK Rapid aktuell das stärkste Team, nur einmal verließen sie den Platz als Verlierer.
In den letzten Jahren sind die Hütteldorfer allerdings öfters sehr gut gestartet, dann aber eingebrochen und sahen sich gezwungen, den Übungsleiter auszutauschen.
Verantwortlich zeichnet Geschäftsführer Sport Markus Katzer, den 90minuten zum Interview getroffen hat.
Er spricht darüber, warum es dieses Jahr anders ist als in den letzten Jahren, wie mühsam es auch wirtschaftlich ist, wenn man sich nicht für Europa qualifiziert - und er verrät, welche Entscheidung er heute anders treffen würde und beantwortet die Frage: "Wie sehr hat Ihr Stuhl gewackelt?"
90minuten: Rapid konnte die positive Serie gegen den LASK prolongieren, hält nun bei vier Ligasiegen in Folge. Ich nehme an, das freut den Geschäftsführer Sport.
Markus Katzer: Dieser Sieg ist eine großartige Bestätigung für die Entwicklung, die wir aktuell nehmen. Gegen den amtierenden Doublesieger zu gewinnen, zeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt und wie viel wir gemeinsam erreichen können. Besonders erfreulich ist, dass wir unser Spiel auf den Platz bringen konnten und über weite Strecken dominiert haben, sowie mit welcher Überzeugung und Geschlossenheit die Mannschaft aufgetreten ist. Dieser Erfolg bestätigt unseren Weg, den wir konsequent weiter gehen werden.
Wir wissen, dass die Doppelbelastung enorm ist. Wie sich das jetzt auf die Meisterschaft auswirken wird, wird man sehen.
90minuten: Wie sehr schmerzt es oder macht es Ihren Job mühsam, wenn man gerade als Geschäftsführer Sport in der weiteren Planung dennoch immer von Schnittspielen wie gegen Heart of Midlothian abhängig ist?
Katzer: Unser Ziel war, dass wir uns qualifizieren, und wir haben alles dafür gegeben. Das Spiel gegen die Hearts war auf Messers Schneide. Wir haben unser Spiel in der zweiten Halbzeit im Rückspiel nicht so am Platz bringen können, wie wir uns das vorgestellt haben, sind dann ins Elfmeterschießen gekommen und haben verloren, was auf diesem Niveau auch passieren kann. Das macht es in der Planung nicht einfach, wenn man nicht weiß, in wie vielen Wettbewerben man spielt. Wenn man international spielt, braucht es einen großen Kader mit Breite und man muss immer die bestmögliche Mannschaft spielen lassen. Man ist finanziell auch deshalb davon abhängig, weil man nach dem Spiel nur wenige Tage hat, an denen man noch Spieler in internationale Topligen verkaufen kann.
90minuten: Der LASK wusste mit Abpfiff der letzten Saison, dass er fix in einer Gruppenphase ist. Wie angenehm wäre es, wüsste man das vorher?
Katzer: Das wäre es, aber das kann ich mir nicht aussuchen. In Zukunft ist das auch nicht mehr möglich, weil auch der Meister wegen des Koeffizienten nicht fix qualifiziert ist. Wir können diese Gegebenheiten nur akzeptieren.
90minuten: Trotzdem kann man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, je weiter man oben in der Tabelle ist. Da spielt jetzt mittlerweile wahrscheinlich auch oben ein bisschen die Punkteteilung eine Rolle. Wir denken ja immer: Wie unfair ist es unten? Aber wer oben sechs, sieben Punkte Vorsprung in die Meistergruppe mitnimmt, hat ja einen massiven Vorteil.
Katzer: Ja, klar, das spielt immer eine Rolle. Dann spielst du international, lässt aber oft Federn im nationalen Bewerb, so wie es uns in den letzten zwei Jahren passiert ist. Am Ende bist du davon abhängig, mit welcher Platzierung du auch international wieder einsteigst. Natürlich ist der Erste in einer besseren Situation als der Zweite und so weiter. Wer Zweiter, Dritter oder Vierter wird, startet mit einer anderen Ausgangslage. Trotzdem will man in beiden Bewerben Spiele gewinnen und international konkurrenzfähig sein.
90minuten: Als Sportler will man immer das Höchstmögliche erreichen. Jetzt ist es aber so, dass Salzburg, LASK und Sturm international spielen, Rapid nicht.
Katzer: Wir wissen, dass die Doppelbelastung enorm ist. Wie sich das jetzt auf die Meisterschaft auswirken wird, wird man sehen. Alle drei Tage zu spielen geht im heutigen Fußball, aber die Frage ist halt, wie die Kadersituation aussieht. Wir haben letztes Jahr durch Verletzungen Rückschläge erlitten. Dieses Jahr haben wir einen Wettbewerb weniger als letzte Saison. Du kannst dich eine ganze Woche auf ein Spiel vorbereiten, das ist einfacher. Wichtig ist aber auch die Botschaft: Wir wollen uns natürlich qualifizieren und wir lernen zusätzlich.
90minuten: Wenn wir zur Kaderplanung kommen: Rapid hat nur einen Spieler abgegeben, der wirklich ein Bonusspieler ist. Ansonsten ist der Kader doch eigentlich relativ beisammen geblieben. Das soll sich aber insofern auswirken, dass Rapid laut meinen Quellen ein Minus im einstelligen Bereich haben soll.
Katzer: Zu Spekulationen dieser Art werde ich nichts sagen. Der Geschäftsbericht wird in den nächsten Wochen veröffentlicht. Fakt ist, dass wir den Kader zusammenhalten wollten, weil dann die Chance auf Stabilität höher ist. Wir haben nur Romeo Amane abgegeben, dafür Tonni Adamsen und Niko Bajlicz geholt. Wir haben den richtigen Schritt gemacht und es spielt auch eine Rolle, dass Johannes Hoff Thorup ein weiteres halbes Jahr Zeit hatte. So konnte sich das Team an gewisse Abläufe gewöhnen und umgekehrt konnte der Trainer die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, vermehrt in die Mannschaft bringen. Das sieht man. Wir haben auch in der Belastungssteuerung Schritte nach vorne gemacht.
90minuten: Bleiben wir noch einmal bei den Finanzzahlen. Wären da mehr Abgänge nicht besser gewesen?
Katzer: Wann wird das Geschäftsjahr abgeschlossen?
90minuten: Am 30. Juni.
Katzer: Für das abgelaufene Geschäftsjahr hätte es also nichts gebracht, drei Spieler zu verkaufen.
Es gab Nachfrage nach unseren Spielern – auch nach einer durchwachsenen Saison. Wir konnten die Preisspirale zudem in den letzten Jahren nach oben drehen und haben den Kaderwert verdoppelt.
90minuten: Aber trotzdem: Wenn man sich den Kader ansieht, scheint der eine oder andere Spieler schon den nächsten Schritt machen zu können.
Katzer: Es gab Angebote für Spieler, wir wollten aber unsere Stabilität behalten, und dann hat vielleicht auch die Höhe des Angebots nicht gepasst. Was wichtig ist: Es gab Nachfrage nach unseren Spielern – auch nach einer durchwachsenen Saison. Wir konnten die Preisspirale zudem in den letzten Jahren nach oben drehen und haben den Kaderwert verdoppelt. Es sollen nicht vier, fünf Spieler verkauft werden, sondern ein bis maximal zwei Spieler, damit wir das nationale Defizit schließen können.
90minuten: Spieler wie Marcelin oder Ndzie sind in einem Alter, in dem sie Transferaktien sein könnten. Die muss man eventuell auch finanziell überzeugen – und dann spielen sie de facto aufgrund von Verletzungen nicht. Das macht es finanziell nicht einfach.
Katzer: Verletzungen können natürlich immer auftreten und sind nur bis zu einem gewissen Grad vermeidbar. Fokussiere ich mich jetzt auf die oder auf die Erfolgsstories wie Romeo Amane, Isak Jansson, Serge-Philippe Raux-Yao, Tonni Adamsen, Bendeguz Bolla, Mamadou Sangare und so weiter? Es muss aber auch klar sein, dass nicht jeder Transfer sofort funktionieren kann. Das kommt auch bei internationalen Topvereinen vor. Wir haben hier ebenfalls Schritte nach vorne gemacht, damit die Spieler funktionieren.
90minuten: Aber das heißt, Daniela Bauer ist noch nicht nervös?
Katzer: Nein.
90minuten: Wir wollen nichts verschreien, weil wir Journalisten zuletzt ja schon öfter im Herbst nach einem guten Saisonstart hier saßen und fragten, warum es läuft und wenig später lief es nicht mehr so gut. Was ist 2026 anders?
Katzer: Ich glaube, dass das Ganze sowieso ein Prozess war und eine Entwicklung ist. Du sammelst irgendwann mehr Berufserfahrung, und die hilft einem einfach bei den zukünftigen Entscheidungen, die du triffst. Zusätzlich haben wir einen Trainer, der es geschafft hat, aus der Mannschaft ein Team zu formen, der für uns wichtige Themen mit seinem Know-how und seiner Professionalität angeht – das war uns bei der Akquise wichtig. Dann kommt das Zusammenhalten des Teams dazu.
Für mich ist die Art und Weise, wie wir spielen, gefestigter. Es gibt Ups and Downs, aber du siehst schon, dass die Mechanismen passen. Ja, wir konnten diesmal gegen Salzburg nicht gewinnen – haben aber speziell in Ballbesitz unser Spiel sehr gut umsetzen können und sehr viele Chancen kreiert. Klar ist aber auch, dass wir nicht konsequent genug verteidigt haben. Gegen den LASK hat man aber bereits gesehen, dass wir uns auch in dieser Phase des Spiels bereits weiterentwickelt haben.
90minuten: Auf der Geschäftsstelle und im sportlichen Bereich passieren viele Prozesse im Hintergrund. Gewisse Misserfolge der letzten Jahre können auch ein Grund sein, warum dieser Verein seinem Anspruch ein bisschen hinterherhinkt – auch weil die Strukturen angepasst werden mussten, oder?
Katzer: Hundertprozentig. Da wurden große Sprünge gemacht, die man von außen nicht sieht.
90minuten: Was ist ein konkretes Beispiel?
Katzer: Scouting-Prozesse sind komplett professionalisiert worden. Wir arbeiten mit Daten-Applikationen. Die ganze Art und Weise, wie wir Spieler aussuchen, hat sich komplett verändert. Anhand der Spielidee suchen wir Trainer und Spieler aus. Und dass das etwas Zeit braucht, ist klar.
90minuten: Sie sind jetzt seit knapp vier Jahren im Amt. Gibt es im Rückspiegel die eine oder andere Sache, die Sie heute anders machen würden?
Katzer: Selbstverständlich. Man muss immer reflektieren und könnte Dinge besser machen, von denen man zu dem Zeitpunkt überzeugt war. Ich möchte aber ausführlich darlegen, was ich damit meine: Ich habe einen Trainer übernommen, als ich Sportdirektor wurde. Ein schwieriges Setting, das zum Scheitern verurteilt war. Dann habe ich Robert Klauß geholt, von dem ich überzeugt war. Es war bei den Rapid-Fans und der Community zu spüren, dass da ein neuer, moderner Spirit reinkommt, endlich einmal ein junger, dynamischer Trainer. Das endete mit dem Conference-League-Viertelfinale, dieses negative Ergebnis hat aber einen Knacks verursacht. Ich denke, dass er noch nicht diese Kaderqualität hatte wie heute.
90minuten: Dann kamen noch für die sportliche Führung unplanbare Themen dazu, wie etwa die Sache mit Guido Burgstaller oder den unsäglichen Gesängen.
Katzer: Es hat sich auch Nikolas Wurmbrand beim U19-Nationalteam verletzt und Isak Jansson stand in wichtigen Phasen ebenfalls nicht zur Verfügung. Es sind einfach viele Dinge passiert, die man kaum beeinflussen kann, die aber zu dieser Situation beigetragen haben. Wenn du mich jetzt fragst, welche Dinge ich anders bewerten würde, dann wäre es die Situation mit Robert. Ich würde ihm wahrscheinlich im Nachhinein ein bisschen länger Zeit geben.
Das war nie der Fall. Man muss schauen, was man bewertet. Wir waren zweimal im Cupfinale und im Viertelfinale der Conference League zusätzlich wurden bei den Transfererlösen neue Rekorde erzielt. Oder man sagt, wir waren Vierter, Fünfter, Fünfter in der Meisterschaft.
90minuten: Stöger ist ja auch fußballerisch ganz anders als Klauß und Hoff Thorup.
Katzer: Die Idee bei ihm war ja, dass er mitbringt, was vorher nicht da war. Er ist einfach einer, dessen Stärken in der Kommunikation liegen und der ein Team formen kann. Fußballerisch wollten wir den Weg nicht verlassen. Fakt ist, dass es sich anders entwickelt hat als wir es uns vorgestellt haben und somit nicht aufgegangen ist. Mit diesen Erfahrungen haben wir Johannes ausgesucht. Mit jeder Erfahrung wirst du besser, weil du mehr in deine Entscheidungsfindung einfließen lassen kannst.
90minuten: Wie sehr hat Ihr Stuhl gewackelt?
Katzer: Das war nie der Fall. Man muss schauen, was man bewertet. Wir waren zweimal im Cupfinale und im Viertelfinale der Conference League. Zusätzlich wurden bei den Transfererlösen neue Rekorde erzielt. Oder man sagt, wir waren Vierter, Fünfter, Fünfter in der Meisterschaft. Ich glaube, das Wichtige ist, dass wir im Verein Arbeitsprozesse an den modernen Profifußball implementiert haben. Ich verstehe aber natürlich auch, dass die Leute enttäuscht waren, gerade weil es die Hochs gab. Die Hoffnung war: Jetzt funktioniert's wieder. Aber in der Analyse stellt man dann fest, dass noch Stabilität fehlt. Daraus haben wir eben die erwähnten Schlüsse gezogen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es ist tägliche Arbeit, die jetzige Situation aufrechtzuerhalten.
90minuten: Da geht man dann auch nicht ran, wenn der Stefan Reiter anruft, oder?
Katzer: Ich hebe prinzipiell bei jedem ab. Am Ende ist es ein offener Markt und es gab Kontakt. Ich identifiziere mich durch meine Vergangenheit aber extrem mit Rapid und bin noch nicht fertig.
90minuten: Das ist dann auch eine Absage an Josef Pröll.
Katzer: (winkt ab)
90minuten: Bleiben wir noch einmal bei der Struktur. "Technischer Direktor" klingt oftmals nach einer vorgezogenen Verpflichtung, wenn die sportliche Leitung nicht gut performt oder als Versorgungsposten. Aber was macht Wolfgang Fiala als Technischer Direktor genau?
Katzer: Er soll die Verzahnung zwischen Akademie, Nachwuchs und Profibereich einfach noch durchgängiger machen und verbessern. Die Verantwortlichkeit der Akademie war zudem bis vor drei Monaten nicht in meinem Bereich, diese ist nun beim Technischen Direktor, der zu meinem Team gehört. Das macht Sinn, weil die Akademie den Job hat, die Spieler auszubilden, die am Ende in der ersten Mannschaft sein sollen. Wir haben mit Wolfgang jemanden, der extrem viel mitbringt und auch Dinge wieder entwickeln und verbessern kann, damit wir so viele Spieler wie möglich in die erste Mannschaft bringen. Genau das ist der Schlüssel.
Der Verein kann nur funktionieren, wenn die Akademiespieler über die zweite Mannschaft in die erste Mannschaft kommen. Auch wenn wir in der Zweier manchmal extern besetzen müssen. Warum wir das brauchen? Weil die Spieler nicht nur in jungen Jahren ein geringeres Gehalt haben, sondern auch mit 16, 17 Jahren schon in der Kampfmannschaft spielen können. Damit erreichen wir noch höhere Transfererlöse. Das ist ein Riesenhebel am Transfermarkt. In die Bestellung hat natürlich dann wieder jeder irgendetwas hineininterpretiert. Die Position ist akut wichtig und mit Wolfgang sehr gut besetzt.
90minuten: Kann er sich mit seinem Auge und seinem Netzwerk auch hier in die Scouting-Prozesse einbinden?
Katzer: Der Hauptfokus liegt auf Akademie, Nachwuchs, Sportperformance und Sportmanagement. Aber wir nutzen intern natürlich jedes Auge und Ohr.
90minuten: Es ist ja auch notwendig, mit weniger Mitteleinsatz mehr Geld zu lukrieren – die Wirtschaft schwächelt, das Fernsehgeld ist geringer, mit Europacup-Einnahmen kann man nicht seriös planen, der Erhalt des Stadions, der Einkauf, das wird alles nicht billiger …
Katzer: Es ist unmöglich. Man kann die Transfererlöse auch dahingehend beeinflussen, wie die Spieler entwickelt werden, welche Qualität sie haben und wie jung sie erste Erfahrungen machen. Das ist unser Ziel.
Ich lebe immer im Hier und Jetzt und mache mir Gedanken über andere Dinge, wenn es so weit ist. Ich sehe mich jetzt nicht in zehn Jahren an einem bestimmten Ort.
90minuten: Wechseln wir auf die strategische Ebene. Es gibt einen ÖFB-Strategieprozess. Ist die Liga in der Form ideal aus Ihrer Sicht?
Katzer: Ich glaube, dass es ein richtig guter Schritt war, den Österreicher-Topf zu adaptieren. Man denkt mehr darüber nach, junge Spieler einzusetzen. Ich denke zudem, dass die anderen Klubs von unserem Leihspielermodell profitieren. Aber du musst die Qualität auch produzieren. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für den LASK, Salzburg und Sturm eine Win-win-Situation. Die Spieler bekommen Minuten, und wenn sie zurückkommen, haben sie 20, 25 Bundesligaspiele absolviert. Bei Bajlicz haben alle davon profitiert. Das heißt, am Ende profitiert der österreichische Fußball.
90minuten: Allerdings kann ein Junger bei Nachzüglern im Herbst schon ein oder zwei Partien mehr schlecht spielen. Macht es nicht Sinn, mit einer 16er-Liga Entlastung dafür zu schaffen?
Katzer: Es braucht Arbeitsgruppen und Experten, die feststellen, ob ein Modell noch gut ist oder nicht und ob es genug Klubs gibt. Die Frage ist dann auch, was das für die 2. Liga bedeutet. Am Ende habe ich schon eine Meinung dazu, aber es gibt Gremien, die sich damit befassen.
90minuten: Gut, letzte Frage: Soweit ich weiß, läuft der Vertrag bis Ende 2027. Was passiert dann?
Katzer: Ich mache mir darüber ehrlicherweise wenig Gedanken. In meiner Position muss man darauf schauen, dass es so gut wie möglich läuft. Wenn das der Fall ist, hat man Optionen. Ob das eine Verlängerung ist oder ein anderer Arbeitsplatz, wird man sehen. Im Idealfall werden wir belohnt, wenn wir jeden Tag besser werden. Ich lebe immer im Hier und Jetzt und mache mir Gedanken über andere Dinge, wenn es so weit ist. Ich sehe mich jetzt nicht in zehn Jahren an einem bestimmten Ort.
90minuten: Wir danken für das Gespräch!
Georg Sohler