Ljubicic vor CL-Start: "Brauchen uns vor niemandem zu verstecken"
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Ljubicic vor CL-Start: "Brauchen uns vor niemandem zu verstecken"

Der LASK-Neuzugang ist einer von ganz wenigen schwarz-weißen Kickern, die bereits Champions-League-Luft schnuppern durften. In Linz erwischte er einen Traumstart - auch dank Dietmar Kühbauer.

Besser hätte die erste Champions-League-Auslosung des LASK für Robert Ljubicic kaum laufen können.

Neben seinem erklärten Wunschlos Real Madrid bekamen die Linzer auch noch seinen Ex- bzw. Stammklub AEK Athen zugelost.

"Ich habe gehofft, dass wir AEK bekommen, ich bin ja noch Leihspieler. Das gibt einen besonderen Reiz, noch dazu ist es das erste Spiel", werden die Augen des 27-Jährigen im 90minuten-Interview groß.

Auf den LASK wartet ein Hexenkessel

Bereits am Dienstag (18:45 Uhr im LIVE-Ticker>>>) darf der LASK im Agia-Sofia-Stadion in einem Vorort von Athen das erste Champions-League-Spiel seiner Klubgeschichte bestreiten und damit die neue Saison in der "Königsklasse" feierlich eröffnen.

"Fußball ist in Griechenland unglaublich leidenschaftlich, und das spürt man bei jedem Spiel sofort. Die Fans leben mit ihrem Verein mit und sind sehr emotional - die Stimmung im Stadion ist einfach fabelhaft", beschrieb Ljubicic erst kürzlich gegenüber der "APA" das, was den LASK beim Auftakt erwarten wird.

Zuletzt kein Stammspieler bei AEK - "Gibt zusätzliche Motivation"

Bei AEK war Ljubicic nicht immer Stammspieler
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Bei AEK war Ljubicic nicht immer Stammspieler

Für Ljubicic persönlich wird das Duell mit AEK freilich ein ganz spezielles. Bei den Athenern ist nach wie vor Trainer Marko Nikolic am Werk, von dem er in der Vorsaison nur unregelmäßig eingesetzt und zunächst nicht mal für die Conference League gemeldet wurde.

"Ich werde das Spiel wie jedes andere angehen und einen kühlen Kopf bewahren. Aber eine zusätzliche Motivation gibt es schon", brennt Ljubicic auf diese Partie.

Ljubicic traut dem LASK ein Überstehen der Ligaphase zu

Wenn man gegen Celtic weiterkommt, braucht man sich vor niemandem zu verstecken.

Robert Ljubicic

Er ist einer von nur drei Spielern im LASK-Kader, die in ihrer Karriere schon einmal Champions League gespielt haben. Ljubicic sieht darin kein Problem: "Jeder einzelne Spieler hat im Playoff schon bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann."

Selbst ein Überstehen der Ligaphase sei für den LASK drin: "Natürlich werden wir in diesen Spielen nicht oft als Favorit gesehen werden, aber jedes Spiel ist offen. Wenn man gegen Celtic weiterkommt, eine Mannschaft, die schon oft in der Champions League war und in Schottland Meister wurde, braucht man sich vor niemandem zu verstecken."

Einer der Helden vom Wunder von Linz

Ljubicics Tor gegen Celtic kurz nach der Pause ebnete den Weg zum Wunder von Linz
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Ljubicics Tor gegen Celtic kurz nach der Pause ebnete den Weg zum Wunder von Linz

Gegen Celtic lieferten Ljubicic und Co. eines der denkwürdigsten Fußballspiele auf österreichischem Boden aller Zeiten ab. Der Linksfuß, der das Wunder von Linz mit einem platzierten Weitschuss zum 2:1 kurz nach der Pause mitermöglichte, hat das Geschehene noch immer nicht so ganz verarbeitet.

"Ich habe so ein Spiel noch nicht erlebt. Das ist ein Traum für jeden Fußballer, eine wirklich unglaubliche Nacht", so Ljubicic mehr als eine Woche danach.

"Die Mannschaft hat es mir sehr einfach gemacht"

Mit seinem Tor gegen Celtic ist die neue Nummer 10 des LASK endgültig bei seinem neuen Verein angekommen; insgesamt wirkte das, was er gemeinsam mit Sascha Horvath und Co. im Mittelfeld produzierte, allerdings schon von Anfang an recht eingespielt.

"Ich bin sowieso jemand, der sich schnell adaptiert, aber die Mannschaft hat es mir sehr einfach gemacht", schwärmt Ljubicic, der die ersten Wochen nach seiner Ankunft ein Zimmer mit Blick aufs Spielfeld in der Raiffeisen Arena bewohnte.

Diese Rolle spielte Kühbauer beim Transfer

Als 'Didi' angerufen hat, war für mich klar, so schnell wie möglich nach Linz kommen zu wollen.

Robert Ljubicic

Leicht hat ihm das Ankommen freilich auch der Trainer des LASK gemacht. Und das ist bekanntlich niemand Geringerer als Dietmar Kühbauer, der Ljubicic einst beim SKN St. Pölten sein Profi-Debüt ermöglichte und ihn danach zum SK Rapid mitnahm.

Es ist kein großes Geheimnis, dass Ljubicic wohl nicht nach Österreich zurückgekommen wäre, würde jemand anderes als Kühbauer an der Linzer Seitenlinie stehen.

"Der LASK ist ein Riesenverein in Österreich, aber einen Tick zusätzliche Motivation, hierherzukommen, hat mir schon der 'Didi' gegeben. Als er angerufen hat, war für mich klar, so schnell wie möglich nach Linz kommen zu wollen", verrät Ljubicic.

"Kühbauer ist für mich neben Glasner der beste Trainer Österreichs"

Kühbauer ließ Ljubicic 2018 in der Bundesliga debütieren, jetzt sind die beiden wieder vereint
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Kühbauer ließ Ljubicic 2018 in der Bundesliga debütieren, jetzt sind die beiden wieder vereint

Der Burgenländer habe sich menschlich und als Trainer natürlich weiterentwickelt, "aber sonst ist er der gleiche. 'Didi' bleibt immer seinen Worten treu", grinst der Kroate.

Ob Kühbauer in Österreich lange unterschätzt war? "Finde ich schon. Er ist für mich mit Oliver Glasner der beste Trainer Österreichs."

In Linz hat Ljubicic vorerst nur einen auf ein Jahr datierten Leihvertrag unterschrieben, danach besitzt der LASK eine Kaufoption. Der gebürtige Wiener kann sich durchaus einen längeren Verbleib in der Stahlstadt vorstellen, "aber das hängt natürlich davon ab, ob ich meine Leistung bringe und mich der LASK dann kauft. Ich werde in diesem Jahr alles für den Verein geben".

Ljubicic über Entscheidung pro Kroatien: "Bereue es nicht"

Womöglich kann Ljubicic die Bühne Champions League auch dafür nützen, sich endlich ins kroatische Nationalteam zu spielen. 2022 entschied er sich trotz langem Werben von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick gegen Österreich und für Kroatien, wartet aber noch immer auf seine erste Einberufung.

Rangnick meinte damals, Ljubicics Perspektive auf Spielminuten wäre in Österreich größer gewesen. Hat der Deutsche recht behalten?

"Das ist Hättiwari. Ich habe mich am Ende des Tages für Kroatien entschieden und bereue es nicht", stellt Ljubicic klar.

"...ist ein Kindheitstraum von mir"

Vor zwei Jahren war der Mittelfeldspieler, der sich unbedingt mal mit seinem großen Vorbild Luka Modric die Kabine teilen möchte, schon zwei Mal auf Abruf nominiert.

"Für die kroatische Nationalmannschaft aufzulaufen, ist ein Kindheitstraum von mir", so Ljubicic.

Wenn der LASK für etwas in den letzten Wochen und Monaten bekannt war, dann dafür, Kindheitsträume wahr werden zu lassen. Es sei Ljubicic vergönnt, dass auch seiner in Erfüllung geht.

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