Dieser Erfolg gehört den Fans, die den LASK selbst in den dunkelsten Phasen nie im Stich ließen.
Er gehört Dietmar Kühbauer, der binnen kürzester Zeit eine am Boden liegende Mannschaft zum österreichischen Doublesieger und jetzt auch Champions-League-Teilnehmer formte.
Er gehört CEO Siegmund Gruber, der seit Jahren sein Herzblut in diesen Klub schüttet und hauptverantwortlich dafür ist, dass der LASK sehr bald die ganz Großen Europas in einem hochmodernen Top-Stadion empfangen darf.
Er gehört Sportdirektor Dino Buric, der mit vergleichsweise geringen Mitteln einen - wie man nun weiß - auch international mehr als konkurrenzfähigen Kader zusammenstellte.
Er gehört all den vielen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LASK, die tagtäglich alles für ihren Klub geben.
Und er gehört freilich den Linzer Kickern, die kollektiv einen so erfolgreichen wie spektakulären Fußball spielen und Österreich schon jetzt mehr als würdig international vertreten haben.
Vor 13 Jahren noch Regionalliga
Vor nicht einmal 13 Jahren, im September 2013, hießen die Gegner des LASK in der Regionalliga Mitte SC Kalsdorf oder SV Allerheiligen.
Im September 2026 spielt der LASK Champions League. Und das völlig verdient.
Durch so viele Täler musste der Doublesieger von 1965 in diesem Jahrtausend gehen. Zwangsabstieg, das lange Warten auf eine Rückkehr in die Bundesliga, die Exile in Schwanenstadt und Pasching, Corona-Gate, ein 0:7 in Florenz und so viel mehr.
Revanche für Brügge 2019
Bereits 2019 waren die "Athletiker" nah an der Champions League dran. Mit einem ähnlichen Europacup-Spirit wie heute ausgestattet, scheiterten sie damals auf bitterste Art und Weise im Playoff an Club Brügge - einer der bis heute schlimmsten VAR-Fehlentscheidungen, die ich je gesehen habe, inklusive.
Auch dafür wurde der LASK am Dienstag entschädigt.
Der Doublegewinn in der Vorsaison war sensationell und mehr als verdient, wurde aber mit Sicherheit auch durch das erneute Schwächeln des FC Red Bull Salzburg sowie der sonstigen Konkurrenz begünstigt - ansonsten kann eine Mannschaft, die nach neun Runden Vorletzter ist, einfach nicht Meister werden.
Pure internationale Klasse
Mit welcher Selbstverständlichkeit man nach einem 0:3 im Hinspiel Richtung Weiterkommen spielt und sich selbst von einem zwischenzeitlichen 0:4-Rückstand nicht verunsichern lässt, zeugt schlicht von internationaler Klasse.
Den Triumph über Celtic, den mit Sicherheit schwierigsten aller möglichen Playoff-Gegner, hat sich der LASK einzig und allein selbst erarbeitet.
Mit welcher Selbstverständlichkeit man nach einem 0:3 im Hinspiel Richtung Weiterkommen spielt und sich selbst von einem zwischenzeitlichen 0:4-Rückstand nicht verunsichern lässt, zeugt schlicht von internationaler Klasse.
Das extrem körperliche, auf Standards und schnelle Umschaltmomente fokussierte Spiel des LASK kann und wird auch den Champions-League-Teams weh tun können.
Natürlich werden wir die eine oder andere extrem bittere Europacup-Nacht der Linzer erleben. Das Gefälle im heutigen Klubfußball ist einfach viel zu groß.
Dennoch sage ich, dass der LASK genau dort, wo er schon vor sieben Jahren hingehört hätte, nämlich im Konzert der ganz Großen, gut aufgehoben ist.
Auch finanziell in neuen Sphären
Es wird die (zurzeit ohnehin ausschließlich positive) Entwicklung des Vereins nochmal auf ein neues Level hieven, wenn sich die Samuel Adenirans, Moses Usors oder auch Lukas Jungwirths des LASK im Bernabeu oder im Prinzenpark zeigen dürfen und dementsprechend ihren Marktwert in die Höhe treiben können.
Die (Minimum) 28,1 Millionen Euro Startgeld schaden in dieser Hinsicht freilich auch nicht.
Zumindest ein Teil dieses netten Sümmchens muss in den kommenden Tagen aber noch in die Hand genommen werden, um sich speziell im Angriff noch ein klein wenig Champions-League-tauglicher zu machen.
Hat Kalajdzic Lust auf Champions League?
Kühbauer nennt den aktuellen Kader "sehr klein, aber sehr stark". Es würden sich durch die "Königsklassen"-Millionen nun "garantiert andere Möglichkeiten ergeben".
Wer weiß, vielleicht hat ein Sasa Kalajdzic ja Lust, in seiner Karriere doch nochmal Champions League zu spielen.
Egal, wie die internationale Saison noch weitergeht, sie ist schon jetzt ein ganz großer schwarz-weißer Erfolg.
Diese magische Nacht vom 25. August 2026 kann dem LASK niemand mehr nehmen.
Dank LASK: Österreich klettert in Fünfjahreswertung nach oben >>>
LASK: Diese möglichen Gegner warten in der Champions League >>>
Simon Urhofer